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Das Morgenland · 1839-04-01 · 4 (4.1839) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
2 (1839)
Issue
4 (4.1839)
Date
1839-04-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Der Leviathan. 101 weilen einen knurrenden oder grunzenden Laut soll von sich hören lassen, so ist das noch lange kein klägliches Weinen, als eines kleinen Kindes. Sowohl die Augen als die Ohren kann das Krokodil im Wasser mit einer Haut verschließen. Der kurze HalS und der Rücken sind so wenig biegsam, daß man dem Angriffe dieses Ungeheuers, wenn eS im Schüsse ist, leicht durch Seitensprünge sich entziehen kann, da sein steifer Rücken ihm die Wendung zur Seite nur in größerm Bogen möglich macht. Der Schwanz ist noch einmal so lang als der ganze Körper und so stark, daß er leicht ein Boot um, werfen kann. Den Rücken und den Kopf bedeckt eine harte, schuppige Haut, durch welche keine Flintenkugcl hindurchzudringen vermag. Die Rückenschilder stehen in 17 Reihett und zeichnen sich ans durch gleiche Größe und genaue viereckige Form. Das Krokodil, wie die Amphibien überhaupt, hat kaltes Blut, und in geringer Menge; dasselbe ist von röthlicher Farbe, und das Thier kann den größten Theil desselben verlieren, ohne daß dadurch der Tod herbeige» führt würde. Das wirkliche Krokodil legt 30 —60 Eier, welche mit einer kalkigen Schale umgeben sind, und in der Größe zwischen den Hühner» und Gänse»Eiern stehen. Das Geschäft des AusbrütenS wird der Sonnenwärme allein überlassen, und das alte Krokodil begnügt sich, seine Eier zu bewachen und gegen Feinde zu vertheidigen. Die Jungen, wenn sie auS der Schale kriechen, haben sogleich eine Länge von 7—8 Zoll. Ihre Haut ist noch weich, aber sic.sind schon sehr mttthig und raubsüchtig. Bei Tage ist das Krokodil gerne am Lande, und liebt cs, auf dem Sande ausgestrcckt in den glühenden Strah» len der afrikanischen Sonne zu ruhen und zu schlummern. Die Nacht verbringt es im Wasser. Seine Nahrung sucht

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