Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 3 (3.1839)
- Date
- 1839-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/4872516-5427199-5427240--0519-4873003- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Jerusalem. 77 gebildeter Mann, mit den» ich doch einmal recht nach Herzenslust wieder Deutsch sprechen kann. So weit geht der bis jetzt erschienene Reisebericht des Hrn. Rußegger. Wir werden seiner Zeit nicht ermangeln, unfern Lesern die Fortsetzung zu geben von den interessanten Mittheilungen dieses ruhigen und gründlichen, gelehrten, deutschen Forschers. — Hier stellen wir noch das Wesentliche und allgemein Verständliche von dem zusammen, was er über die Gebirge von Palästina und ihr Gestein, und über die Lage des todten Meeres in dem oben ausgezogenen Reisebericht sagt. Die ganze Umgebung Jerusalems, deren höchster Punkt, der Oelberg, zu etwa 3000 Par. Fuß Meereshöhe emporsteigt, ist dichter Kalkstein voller Höhlen, und zwar von dem, nach unserm schweizerischen Gebirge in der Mineralogie sogenannten, Jura,Kalk. Wendet man sich von Jerusalem gegen Nordost in das Thal des Jordan, so sieht man diese Verhältnisse fortdauern; doch bemerkt man unter dem Jura-Kalk von Jerusalem einen andern Kalkstein hervorbrechen und zu hohen Bergen ansteigen. Unter diesem letzten! Gestein tritt noch eine weitere KalkaN hervor, welche am östlichen Abhang des Jordanthals und an der Ostküste des todten MeereS zu höhnt Bergen, bis 3000 Par. Fuß Meereshöhc, sich erhebt und eine lange zusammenhängende Bergkette, den Gebbel el-Belka, bildet, der sich von Süd nach Nord erstreckt. Dieses Gebirge zieht sich ununterbrochen unter den Namen Gebbel Adshelon und Gebbel Dschowelan biS zu dem großen GebirgSstocke Gebbel el-Schech, von dem zwei große Bergketten gegen Nord als Zweige