Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 3 (3.1839)
- Date
- 1839-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/4872516-5427199-5427240--0513-4872997- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Di« Wüste. 71 Meine Reise war höchst einförmig. Auf der ganzen Strecke sieht das Auge nichtals Wüste und Wüste. Die Berge ohne Ausdruck, sehr unmalen'sch. Das südliche Syrien (oder Palästina) beginnt mit einer fruchtbaren Ebene, Notare el-Legie genannt, nördlich, wo sich der Gebbel Ehalil erhebt; ein,ausgedehntes Haufwerk von Bergen zwischen den Ebenen am Mittelmeer und dem tobten Meer, die sämmtlich dem Gestein des nordwestlicher Richtung der Gebbel Tyh, dessen Gebilde der Kreide und dem Sandstein angehört, von dem Granitstocke getrennt durch tiefe Thäler, welche jedoch immer noch eine Meereshöhe von 3000 Fuß haben. Dom Gebbel Tyh in östlicher Richtung gegen Akaba und Petra folgen sich noch meh. rere Teraffen, deren nächste am Gebbel Tyh die de« Gebbel Cdjme ist. Diese Terrassen bilden weite Hochebenen von großer Au«dehnung; die größte derselben ist die de« Gebbel Tyh. welche sich allmälig abdacht gegen Norden nach dem Mittelmeer und der Sütgränze von Palästina. Roch heut« nennen sie die Araber nach den Kindern Israel, in Erinnerung der 40jährigen Wanderung derselben in diesen Gegenden vor mehr^al« drei Jahrtausenden. Diese Hochebene de« Tyh wird der Länge nach durchzogen von einem Thal«. Wadi el Arisch, welche« von Gebbel Edjme bi« r«m Mittelmeer geht. »Diese«» — fügt Rußegger bei — »ist da« einzige Wadi de« peträischen Arabien«, welche« unmittelbar bi« zum Mittelmeer geht, und e« ist falsch, wenn man diese« auch von andern, wie z. B. vom Wadi Garandel, brhauxtet«; (in Beziehung auf da« Wadi Garandel hat auch Berghau« auf der syrischen Karte, nach Labord«, darauf hingrwiesen, daß seine Fortsetzung bi« zum Mittelmeer zweifelhaft sei). »Bemerken muß ich noch». — fährt R. fort — »daß auf der Karte beinahe alle Namen im Innern so falsch geschrieben sind. daß kein Araber sie versteht, wenn man sie ihm vorlir«t; die an der Küste find hingegen meist richtig, wenigsten« kenntlich wiedergrgeben.« Der Höhenabfall de« Boden« vom Sinai an nördlich über die Hochebenen. die Senkung derselben und da« Wiederansteigen de« Terrain« gegen den Süden von Palästina veranschaulicht sich in folgenden, von R. mitgetheilten barometrischen Höhenmeffungen: