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Das Morgenland · 1839-02-01 · 2 (2.1839) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
2 (1839)
Issue
2 (2.1839)
Date
1839-02-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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Der (Sinai. fl* Von dom Vorgebirge Hamm am weg, wendete ich mich in's Innere der Halbinsel, in der Richtung Südost gerade dem Sinai zu. Der Boden steigt sehr an »nd erhebt sich vom Meere bis zum Fusse des Tor Sina (Gebirge Sinai) zu 3370 Pan'ser Fuß, meinen sorgfäl» tigen Barometermeffungen zufolge. Wir betraten rin wild erhabenes , höchst malerisches GebirgSland. Zwar ist eS wüste, doch bemerkt man in den Wadis oderThälern stets einige, wenn auch sparsame Vegetation (Pflanzenwuchs). Die ausdnicksvvllen Bergformen sind es, die der Landschaft Leben geben und Freude dem Auge, das durch den Anblick der einförmigen Wüsten ermüdet ist. Von dem Plateau (Hochebene) Debbet Jmeir aus hatten wir die erste Ansicht eines TheilS deS Tor Tina (Sinaigebirge). Es war der Gebbel (Berg) Serwal, die nordwestliche Fortsetzung defl Sinai, den wir zuerst erblickten, und der in den Sttahlen der Abendsonne wie ein Phantasiegebilde vor uns lag. Mit diesen zerrissenen Formen, diesen Zacken und Spitzen, die sich zu mehr als 8000 Pan'ser Fuß Meereshöhe erheben, diesen zerklüfteten und durch tiefe Spalten und Schlnchten zerttümmerten senkrechten Granitwänden konnte ich nichts bisher Gefthcnes verglichen. Ich stand überrascht. Zur Linken hatten wir den langen, einförmigen Rücken des Gebbel el-Tyz, der die erste Terrasse des steinigen Arabiens bildtt, und den wir später kennen lernen werden. Im Wadi (Thale) Genne beginnt der grobkörnige Granit mit rothem krystalllnischem Feldflrath, der herrschendes Gestein des ganzen HanptstockeS des Sinai ist. Von da an entwickekt sich die Ratlkr dieses Gebirgslandes immer kräftiger und wilder, die Berge werden höher und steigen bereitzu 5000 und 6000 Pariser Fuß MeereShöhe empor. Die Thäler werden enger, setzen aber auf längere Strecken in gerader Richtung fort. Die Formen

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