Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 2 (2.1839)
- Date
- 1839-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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34 Zusammenhang der letzten Gleichniß-Sieden Jesu. von dem frommen Abel an bis auf Zacharia (2 Chrvn. 24, 21.)*) auf ihnen gerächt werden. Welch ein schrecklicher Untergang, dessen Aussicht JesuS hier eröffnet! die ganze, bisherige Volks, und Re« ligionsvcrfaffung muß stürzen. Der Messias selbst und die heiligen Männer, die er aufstellt, werden getödtet werden. Das Heiligthum wird der Zertretung übergeben. Der Bund Gottes mit seinem Volke wird der äußern Erscheinung nach auf einige Zeit suspcndirt. Der Name Gottes geht hinüber zu den Heiden. "Euer Haus» — sagt Jesus, denn Er verließ eS, und so war es nicht mehr das Hans GotteS, —euer Haus soll euch wüste gelassen werden (Vers 38.). Indem Er aber scheidet, scheidet er doch auf Wiedersehn: »bis ihr sprechet: Ge» lobet sei der da kommt, in dem Namen des HErrn!» Wie ihn das jubelnde Volk am Sonntage vorher mit den Worten aus dem 2Ssten Verse des 118ten Psalms de« •) Manche sind der Meinung, Jesu» rede hier weissagend von dem Zacharia, Sohn eines Baruch, welcher lang« nachher bei de« Ausbroch« des letzten Krieges im Tempel zu Jerusalem unschuldig getödtet wurde. Aber der Avsdruik (Der« 35.): »welchen ihr getödtet habt,» weist auf eine vergangene, den Juden schon bekannte Thatsache hin; auch ist der Name Baruch, welchen der Vater jene« Zacharia trug, von dem Josephus (Jüd. Krieg 6, 5.«.) erzählt, nicht derselbe Name wie Barachia. den Jesus nennt. Zwar ist der Zacharia, dessen tseschichte 2 Chron. 2» erzählt wird, der Dohn des Zojada gewesen, aber Jojada und Barachia haben im Hebräischen ungefähr di» gleiche Bedeutung, und da io der hebräischen Bibel das 2te Buch der Chronik zuletzt steht, so hat Jesus, indem er die unschuldige Ermordung Abels und Zacharia'« nennt, den ersten und den letzten Fall von ungerechtem Blutvergießen angeführt, dessen im hebräischen Alten Testamente Erwähnung geschieht, um den Juden zu sagen, alle in ihren heiligen Schriften erzählten Unthate« und deren Strafe« laufen zusammen in der Unthat und in der Strafe, di» st» selbst verüben und erfahren würden.