Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 1 (1.1839)
- Date
- 1839-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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34 Zxt babylonische Thurm. ueu sie Bits Rimrud, das heißt Thurm des Nimrod. Denn nach der alten Sage*) war Nimrod, Sohn des Chus, Enkel des Ham und Urenkel Noahs, nicht nur der Gründer von Babel (1 Mos. 10, 10.), sondeni er war eS auch, der in gottlosem Uebermuthe den Bau des babylonischen Thurmes unternahm. Wenn daher die mehrtausendjährige Ueberlieferung im Munde des arabischen Volks jene ungeheure Trümmermaffe Birs Nim, rud oder Rimrods-Thurm nennt, so will sie dadurch zu erkenne^ geben, daß dieser Schuttberg der zertrümmerte, uralte Ueberrest des Thurmes sei, von dessen gestörtem Bau das erste Buch Mose in« Ilten Eapitel uns Nachricht gibt. Diese merkwürdige Ruine hat auf dem Boden über 2000 Fuß im Umfang, und erhebt sich zu einem Hügel von 200 Fuß Höhe, welcher ganz auS Backsteinen besteht. Noch sind an diesem Trümmerhügel zwei Absätze bemerkbar. Der untere ist in der Mitte nach allen Richtungen durch die herabströmcnden Regengüsse so vieler Jahrhunderte von Furchen durchzogen. Der zweite Absatz erhebt sich steil und gerade; beide zusammen bilden den 200 Fuß hohen uralten Trümmerhügel. Oben ans demselben erhebt sich noch zu einer Höhe von 35 Fuß ein kunstreiches Gemäuer aus den Zeiten der assyrisch-babylonischen Weltherrschaft, das aber auch nur Ruine ist. Die jetzt noch erhaltene Masse hat 28 Fuß Breite und scheint die übriggebliebene Ecke eines ursprünglich viereckigen Gebäudes zu sein. Die gebrannten Ziegel an diesem Mauerwerkt sind viel dünner alS diejenigen, welche sich auf der östlichen Seite des Flusses finden. Der Kitt, welcher diese Steine zusam- *) Man sehe Joseph,. Arcbeol. I, 4, 9.