Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 1 (1.1839)
- Date
- 1839-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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Der babylonische Thurm. rr der Nordscitc dieser Ruine steht mitten unter dem Schutte ans einer länglichen Erhöhung der einzige Baum der ganzen Landschaft. Die Araber nennen ihn Athela; er ist einer Trauerweide ähnlich, sein Stamm aber vor Alter hohl und zum Theil zerbrochen. Die Araber verekren ihn als heilig. Südlich von dieser Schloßruine (El Kasr) und noch auf dem östlichen Ufer, liegt der dritte bedeutende Trümmerhaufe, genannt Amran-Hügel. Gr hat seinen Namen von einem muhammedanischen Heiligen, Amran, dessen Grabmal ans dem höchsten Puncte des südwestlichen Endes der Ruine steht. Die Fläche zwischen dem Kasr nnd dem Amran-Hügel ist mit hohem Grase bedeckt, da der Boden weich und feucht ist. Der Amran-Hügel ist von weit größerm Umfange als der Kasr und eben so hoch. Er hat die Gestalt eines Dreiecks, dessen südwestliche Seite sich in einer Linie von 1400-, die östliche von 1100 nnd die nördliche von 850 Elle» ausdehnt. Dieser ganze nngehenere Schntthaufe ist mit tief ausgeböhlten Gräben in allen Richtungen durchschnitten, und aller Backsteine, die hcransgenommen werden konnten, beraubt, daher der Fuß bei jedem Schritte in lockern Staub und Schutt sinkt. Die ursprüngliche Bestimmung dieser Ruine ist unbekannt, es wäre denn, daß wir hier die unförmlichen Trümmer des mächtigen Tempelthurmcs vor uns hätten, der einst zu Ehren des Bel von Babel, inmitten dieser Weltstadt, 500 bjs. 600 Fuß hoch sich erhob. Wir werden davon weiter reden aus Beranlaffung der vierten Ruine, die wir noch zu betrachten haben. Auf der westlichen Seite des Euphrat, und. zwar drei Stunden Weges vom Flusse entfernt, befindet sich die wichtigste von allen diesen Ruinen; die Araber nen«