Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 1 (1.1839)
- Date
- 1839-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Der badylonische Thurm. 17 nicht ertragen können, von der wir keine Vorstellung haben, so merkwürdig sie im apokalyptischen Umriß vorgezeichnet steht. Indessen, leben wir hienieden, so gedenken wir Jerusalems, von dannen wir sind, und hoffen auf ihre erneuerte Herrlichkeit; sterben wir, so wallen wir nach der ewigen Stadt, zu unserer und ihrer Mutter. Selig, die dereinst zu ihren Thoren eingehen! Hier ist keine Wiege mehr der unmündigen Kinder, wir sind Alle ein vollkommener Mann geworden nach dem Maaße des vollen Alters Ehristi (Eph. 4, 13. ff.). M. Der babylonische Thurm. Aus den Jahren unsrer Kindheit schon erinnern wir uns deS babylonischen Thurms und sogar seiner kegelförmigen Gestalt, wie ihn nämlich die gewöhnlichen Zeichnungen der Bilderbibeln darstellen; später haben wir aus der Weltgeschichte das babylonische Reich, seine Macht und Pracht kennen gelernt, auch aus der heiligen Schrift erfahren, was die Propheten Gottes über diese trotzende, übermüthige Weltmacht geweiSsagt haben, blicken wir aber jetzt nach jenen östlichen Gegenden hin und fragen wir, was denn in der heutigen Wirklichkeit von all jener Größe noch übrig sei, so finden wir nur Grau- und Wüstenei, und nur gerade noch so viele stumme Trümmer, um darin das Zeugniß zu lesen von der unterge» gegangenen Größe, von der Erfüllung der göttlichen Ge, richte, und der Wahrhaftigkeit des prophetischen Wortes. »Wie ein einsamer Wanderer" — sagt Herr von Schubert*) — »strömt der Euphrat an den Schütter Reis« in da« Morgenland. B. i. ®. iS.