Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 1 (1.1839)
- Date
- 1839-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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16 Die Wiege der Völker. mitten auf Erden. Denn der HErr Zebaoth wird sie seg« nen und sprechen: Gesegnet bist du, Aegypten mein Volk, und du Affur meiner Hände Werk, und du Israel mein Erbe». Wer ist Aegypten, als die abgöttische, versinn« lichte Ehristenheit, die nicht sein Bolk ist und sein Volk werden soll, daß man zu ihnen sagen wird: O ihr Kinder des lebendigen Gottes! (Hos. 1, 9. 10.)? Wer ist Affur, als der stolze, selbstgerechte Islam, welcher um« geschaffen werden soll, wie weicher Thon durch den Töpfer, zu seiner Hände Werk? Wer ist Israel, alS der schon von den Vätern'her Jehovah's Eigenthum war? Wann der Herr wiederkommt, so werden seine Füße stehen auf dem Oelberge, der vor Jerusalem liegt gegen Morgen (Sacharj. 14, 4.). Dorchin richten ihre Blicke Alle, die auf das Reich Gottes warten. Dotther kommt die Herrlichkeit des HErrn, von der es sehr licht werden soll ans Erden (Hesek. 43, 2.). Dorthin werden die Völker heraufkommen anzubeten den König, den HErrn Zebaoth (Sach. 14, 16—19.); dorthin werden alle Heiden strömen (Jesaj. 2, 2.). Es ist ein Jrrtbum, wenn man meint, die Kultur wandre von der alten Erdhälftc nach Amerika, und eine veredelte Menschheit schlage dort ihre Wohnung auf, um ihre beglückenden Einrichtungen und Kenntnisse rückwärts über Europa zu verbreiten. Davon sagt daprophettsche Wort nichts. DaS Mutterland ist im Osten, und zur Mutter kehrt, nach langer Verwaisung, der himmlische Gatte (Jesaj. 54, 5. rc.) und die Kinder zurück, damit von ihr Söhne und Töchter wieder ausgehen, wie der Thau aus dem Schooß der Morgenröthe. Zion ist es, die der HErr, der Getteue, erwählet hat. Sie muß noch auf Erden ein Vorbild werden der ober« Stadt Gottes, deren Glanz die schwachen Augen unser- Gemüths jetzo