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Das Morgenland · 1838-12-01 · 11/12 (12.1838) · p. Seite 384

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
11/12 (12.1838)
Date
1838-12-01
Page
Seite 384 (sequence 64)
Language
German
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384 menloser Geist der Leere ist ring-, so weit du die Blicke auSsendest, dem verblichenen Antlitz der Natur wie ein fahler Leichenschein aufgedrückt; die Stille, die hier herrscht, ist nicht Ruhe, ^sondern innere Verlassenheit; da- Leben hat sich audieser Natur zurückgezogen. Niemals habe ich etwas Aehnliches empfunden. Rur der cwigklare Himmel , der sich über dieser Erde ausspannt, ist unveränderlich derselbe geblieben". »Der letzte Eindruck, den ich von Jerusalem mitnahm, ist ein sehr gemischtes Gefühl. Der Grundton tiefe Trauer und Wehmuth über die furchtbare Erfüllung des alten Bannfluches, womit Gott dieß Land geschlagen, und seine Bewohner heimathflüchtig und ruhelos nnUr alle Völker der Erde auseinander geworfen hat. Aber die Wehmuch hat einen starken Zusatz von Zorn über die Mächtigen Europa's...... "Die Aermsten aller Ordensbrüder von der Regel deS heil. Franciscus, und die spärlichen Almosen, welche sie in Spanien und Italien erbetteln müssen, sind die einzigen, die den christliche^ Namen in diesen Ländern erhalten. Seit auch Spanien, von Bürgerblnte getränkt, keine Zuschüsse mehr senden kann, sind die Armen in Italien nicht im Stande, ihre Brüder in Palästina zu erhalten; finden sie bei den Ehristen in Deutschland und Frankreich keine Hülfe, so bleibt'ihnen, menschlich zu reden, nichts übrig, als am Grabe Ehristi zu verhungern--.- Der Verfasser des Briefes schließt mit einer dringen« den Alzfforderung zu milder Steuer für Erhaltung der gefährdeten Anstalt; andere namhafte Katholiken deS südlichen Deutschlands haben ebenfalls ihre Stimme öffentlich «erhoben, und König Ludwig von Baiern, an deu sich die Väter des heiligen Landes um die Erlaubnifi wandten, daß in den Kirchen Baierns für das Grab Ehristi gesammelt werde, hat. nicht nur diesem Ansuchen vollkommen entsprochen, sondern ist auch mit einer königlichen Gabe »orangegangrn.

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