Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 11/12 (12.1838)
- Date
- 1838-12-01
- Page
- Seite 377 (sequence 57)
- Language
- German
- Belongs to
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»77 erkauft werden muß, sieht man daraus, daß für das Herausbrechen einer neuen Thnre am Kloster in Damast im Jahre 1820, 7000 Piaster bejahlt wurden. Im Jahre 1813 forderte der Gouverneur bei der Geburt eines Sohnes des Sultans die Summe von 2000 Piastern. Drei Tage nachher mußte er 5000 Piaster Strafe dafür zahlen, daß ein Kind, welches ein Diener des lateinischen Klosters auf den Zirmen hatte, einen grünen Zweig in der Hand ttng. Dadurch — wurde behauptet — sei das Gesetz verletzt worden. Zu den regelmäßigen Ausgaben für die armen Ka, choliken des Landes, als da ist Erhaltung der Schulleh, rer sammt den Schulkindern, Versorgung der Wittwen und Waisen, Unterhalt der, freilich nicht zahlreichen armen Pilger aus Europa, welche in den verschiedenen Klöstern, wo Heiligthümer sind, je einen Monat lang ernährt und verpflegt werden n. s. w., kommen noch allerlei »«regelmäßige. Ist z. B. ein Katholik wegen eines Streites oder eines Vergehens im Gefängniß, so mnß ihn das Kloster mit Geld anslösen, wo nicht, so thun es die Griechen und der Delinquent geht dafür zu ihrer Kirche über. Durch diese Umstände, über welche Scholz an Ort und Stelle die genauesten Angaben gesammelt hat, sind die katholischen Anstalten im heiligen Lande so heruntergekommen, daß schon im Jahr 1821 nach der Angabe des genannten, gelehrten Theologen ihre Schnlden über zwei Millionen Piaster betrugen, und die Lage der Dinge eine solche war, daß er ihren allmähligc», gänzlichen Fall voranSsieht. Schon ans dem bisher Erzählten ist ersichtlich, daß der ausgeblicbene, ehemals genossene, politische Schutz Frankreichs einen großen Theil hat an dem Verfall