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Das Morgenland · 1838-12-01 · 11/12 (12.1838) · p. Seite 376

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
11/12 (12.1838)
Date
1838-12-01
Page
Seite 376 (sequence 56)
Language
German
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r ST« bis 2000 Piaster. Seit ihnen der Schlitz von dem fran, zösischen Minister in Konstantinopcl mangelte, war der außerordentlichen Forderungen kein Ende. Vom Jahre 1805 an verlangte der Pascha jährlich um 100,000 Pia, ster und darüber. Als der Procurator (der Verwalter der ökonomischen Angelegenheiten des Klosters St. Sal, vator) die Forderungen des Pascha nicht mehr befriedigen wollte, wurde die Behauptung aufgestellt, er habe in dem, unfern Jerusalem gelegenen Kloster St. Johann unbe, fugterweise bauen lassen, und eine dahin abgcsendrte Un, tersnchungscommission kam dem Procurator eben so theuer zu stehen, als die Forderung, in die er nicht hatte willigen wollen. Oft zwingt der Pascha die Geistlichen des Kloster-, Lieh, Früchte nnd andere Sachen ihm abzu« kaufen, nnd zwanzigmal mehr dafür zu bezahlen, als sie werth sind. Der Besuch deS Pascha von Damast in Jerusalem, der in der Regel alle Jahre stattfindet, ist für die Pro, curatorcn der verschiedenen Klöster immer wie ein jung« steS Gericht. Ist er mit ihnen nicht zufrieden, so trifft sie Gefängniß nnd Geldstrafe unvermeidlich. Als einmal die Geistlichen sich in Konstantinopel einen Firman (Decret) anSgewirkt hatten, wonach ihnen die innhammedanische OrtSbchörde eine unrechtmäßig geforderte Summe von etwa 8000 Piaster wieder herauSzahlcn sollte, wurden sie so lange belagert nnd geängstigt, bis sie eine Quittung für den Empfang ausstellten, ohne daS mindeste erhalten zu haben. Hat eine Partei der Christen irgend etwas in der Kirche oder im Kloster ausbessern lassen, so zeigt dies eine andere Christenpartei der muhammedanischen Behörde an, weist,e dailn die Gelegenheit nicht vorüber« gehen läßt, für unbefugtes Bauen eine Geldstrafe aufzu, legen. Wie tbeuer aber die Crlaubnifi etwas zu bauen

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