Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 11/12 (12.1838)
- Date
- 1838-12-01
- Page
- Seite 367 (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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machen ihnen dagegen einige Almosen und die Briefe, die ihre Freunde ans Cypern und in Syrien uns für sie mitgegeben hatten. Jeder Gegenstand der von nnö zu ihnen gehen soll, wird zuerst gründlich durchräuchert, dann in ein Gefäß mit kaltem Wasser getaucht, und endlich in einem kupfernen Becken vermittelst eines Stticks zu der Terrasse heraufgezogen. Die armen Geistlichen scheinen vor der Gefahr, die sie bedroht, in bängerer Besorgniß z» stehen, als wir selbst. Sie haben schon so oft die Er, fahrung gemacht, wie eine leichte Unvorsichtigkeit in Be, obachtung der Sanitätsvorschriften Veranlassung wird zu dem augenblicklichen AuSsterben eines ganzen Kloster-, daß sie dieselben mit strengster Gewissenhaftigkeit beobachten. Sie begreifen nicht, wie wir nns konnten freiwillig und getrosten Sinnes hincinwerfen in dieses Meer der Ansteckung, wovon ein einziger Tropfen beben macht. Der Pfarrer von Jerusalem hingegen, den sein Beruf nöthigt, die Gefahr feiner Kirchkinder zu thcilen, will nns bere, den, die Pest sei gar nicht ausgebrochen. Nachdem wir uns eine halbe Stunde mit den Geistlichen unterhalten haben, ruft die Glocke sie zur Messe. Wir bezeugen ih. nen unfern Dank; sie wünschen »ns eine glückliche Reise; wir schicken die Vorräche und LebenSmittel, die wir er, halten haben, nach unferm Lager, und verlassen den Hof des Klosters». Ein besonderes Uebel, und vielleicht das größte, bc, steht aber in der Zwietracht der christlichen RcligionSpar» theien untereinander. Wenn auch die verschiedenen Be, kenntniffe in den verschiedenen Ländern getrennt sind, so sollten doch Christen, die in Jerusalem anbeten, an die-' sem Ursprnngsorte und Mittelpunkt ihres Glaubens, sich auch zurückgeführt sehen, ans die ewigen und ursprüngli-