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Das Morgenland · 1838-12-01 · 11/12 (12.1838) · p. Seite 365

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
11/12 (12.1838)
Date
1838-12-01
Page
Seite 365 (sequence 45)
Language
German
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. die Bewohner desselben ein günstiges Zeugniß abgeben, und dieses um so mehr, da die nachfolgenden Bemerkungen desselben Dichters daS Gepräge der ruhigen Ueberzeu» gung tragen. Er sagt weiter: »DerMönchSstand in unserer Zeit war von jeher meiner Erkenntniß und meiner Vernunft von Grund ans zuwider, aber die Bekanntschaft mit dem Kloster St. Johann deS TänferS wäre geeignet, diesem Widerwillen ein Ende zu machen, wenn es nicht eine Ausnahme bildete, und wenn eine Institution, die wider die Principien der Natur, des Hauses und der Gesellschaft streitet, je könnte Rechtfertigung finden. Uebrigens kann das Gesagte von den Klöstern des heiligen Landes nicht gelten. Sie nutzen der Menschheit, indem sie den Pilgern drs Abendlandes eine Zufinchts« stätte eröffnen, indem sie nicht christlichen Völkern das Beispiel christlicher Tugend geben können, und indem sie allein die Verbindung auftecht erhalten zwischen einigen Gegenden des Orients und den Völkern des Abendlandes ». Wir kehren zu dem Kloster St. Salyator in Jerusalem und seinen Bewohnern zurück. Unter den Beschwerden und Entbehrungen, denen dieselben ausgesetzt sind, nimmt die Abgeschlossenheit, der sie sich in Pestzeitrn unter, ziehen müssen, nicht die letzte Stelle ein, und leider findet dieser Fall in Jerusalem nur allzu häufig statt, wie denn auch gerade jetzt, da wir dieses schreiben, die neuesten Nachrichten auS jenen Gegenden einen neuen Ansbruch der Pest in Jerusalem melden. Unsere Leser werden nicht ohne Interesse die Erzählung Lamartine's anhören, die er unS bei dem abgesperrten Kloster St. Salvator entwirft, und die uns ein anschauliches Bild von der peinlichen und angstvollen Lage gibt, in der sich diese verlassenen Geistlichen befinden, wenn der Todesengel der Pest durch die alte Hauptstadt Israels wandelt.

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