Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 11/12 (12.1838)
- Date
- 1838-12-01
- Page
- Seite 360 (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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860 brr Eonfrssion, von jrbcm Rang und Stand, finden dort zu jeder Zeit eine Gastfreundschaft, welche im freniden Lande doppelt wohlthnrnd ist. Schon deswegen würde es eine Aufgabe dieser Blätter sein müssen, auch einmal etliche Worte von diesem Absteigquartiere der Pilger und Reisenden in Jerusalem zu sprechen, das für die Kenntniß des heutigen Jerusalems eine so wichtige Stelle einnimmt. Ls ist aber noch eine weitere Veranlassung vorhanden, daß wir diesem Kloster, seiner Geschichte und seinem Schicksale einige Aufmerksamkeit zuwenden, eine Veranlassung, welche diese katholische Kirchenanstalt in neuester Zeit zu einem Gegenstände der Besprechung selbst . in öffentlichen Blättern gemacht hat. Zuerst aber wollen wir das Kloster etwas näher kennen lernen, und dann von seinen gegenwärtigen Verhältnissen sprechen. Es gab früher in Palästina, abgesehen von den Geistlichen anderer christlichen Confessiönen, katholische Mönche von de»ss Orden deS heiligen Benedikt, Augustin, Basilius und Antonius. Franciscaner auch befinden sich in Palästina beinahe seit Entstehung ihres Ordens, wie dieses aus den Bullen Papst Gregors IX., vom Jahre 1230, und Alexanders IV., vom Jahr« 1257, hervorgeht. *) Aber seit dem Jahre 1304, also seit mehr als fünf Jahrhunderten, sind die Väter vom Orden deS heiligen FranciScuS die eigentlichen Hüter der heiligen Otte in Jerusalem, haben die Pilger ausgenommen, gastlich bewirchtt und zu den Stätten der Andacht geleitet. Dieses Vorrecht der Hut der geweihten Otte wurde ihnen ans Verwenden des Königs Robert von Sicilien und seiner Gemahlin Sancia im Jahre 1342 durch eine Bulle *1 Tchvli. Reise nach Aegypten und Palästina. S. 19S.