Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 11/12 (12.1838)
- Date
- 1838-12-01
- Page
- Seite 341 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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341 Lik wird angenommen von den vorzüglichste» Rabbjnen des Mittelalters, lind bis auf den heutigen Tag theilen die Juden auf diese Weise die zehn Gebote ab. Zwar suchen auch sie zehn Pflichten aus dem Decalog herzuleiten, und fassen den ersten Satz desselben nicht so, wie wir es gethan haben. Jndeß bettachten sie doch wenigstens die gewöhnlich sogenannten Eingangswotte als daS erste unter den Geboten, und finden darin, wie sich einer der neuesten israelittschen Katechismen ausdrückt, »die Pflicht, zu glauben an den einigen, ewigen Gott, und ihn zu erkennen als den Allmächtigen und Allgerechten, der da verspricht und hält, Gutes belohnt und Böses bestraft, und Alles auszuführen vermag, was er will».*) Freilich, wie wir oben gezeigt haben, liegt mehr als nur diese allgemeinen Begriffe, in jenen gehaltteichen, bedeutsamen Anfangsworten deS Decalogs, und selbst diejenigen unserer Leser, welchen vielleicht eine der gangbare» Einthcilungsarten, »ngeacht dessen, was wir entwickelt haben, immer noch als vorzüglicher erscheint, werden dennoch mit uns wenigstens dahin einverstanden sein, daß durch unsere Ansicht von dieser göttlichen Urkunde dieselbe in ein, ihrer selbst würdiges Licht tritt, »nd, neben den Meinungen Anderer, auch diese unsere auf cipige Augenblicke um freundliches Gehör bitten durste. deine« Nächsten» (5 Mos. ü. 21). steht an beiden Orte» bei »Nächsten» nur ein Zeichen da« kaum die Geltung »ine« Strichpunkte« (;) hat. wodurch unbestreitbar »u erkennen gegeben wird, daß diese Worte mit den unmittelbar folgenden, al« einen Hauptsatz bildend anrusehen seien. Man sehe Morel, laThorah von Dr. Büdinger