Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 11/12 (12.1838)
- Date
- 1838-12-01
- Page
- Seite 336 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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33« Vorschriften bezeicbnet, sondern sie bilden den Bundesvertrag zwischen Gott und seinem Volke. Darum heißen sie der Bund oder die Worte des Bundes,*) und werden auch das Zeugniß d. h. die feierliche Er» klärung Gottes genannt, und von ihnen heißen die Gesetzestafeln, Tafeln deS Zeugnisses (z. B. 2 Mos. 31,18.1 und die BundeSlade selbstkade des Zeugnisses(2Mos. 40, 3. 5. u. öfter). Man vergleiche was in dieser Be, ziehung auf Seite 220 und 228 schon gesagt ist, wo wir gezeigt haben, daß die zehn Gebote als die Grund» züge des Bundes Gottes mit Israel enthaltend anzusehen sind, der Decalog also die Urkunde dieses Bundes bil, bete, und deswegen zu seiner Aufnahme die Bundeslade aufgestellt wurde. Sobald aber die zehn Gebote in dieser ihrer richtigen Bedeutung erkannt werden, so ergibt sich auch, daß die Eingangsworte eine «ichtt'ge Stelle einnehmen. Ohne sie würde der Decalog ein Verttag, eine Urkunde sein ohne Nennung des Namens, ein anonymes Aktenstück; es spräche ein Gott ohne sich zu nennen; er forderte Lei» stungen von seinem Volke und legte ihnen Pflichten auf, ohne zu sagen, was er dem Volke sein wolle, und wo» ran es ihn erkennen sollte. Rur zebn Sittengebote könnten allenfalls ohne eine solche Haupterklärung an der Spitze, gegeben werden, aber das Bundesdoknment zwischen JSrael und seinem Gott, die in der heilige,r Bundeslade aufbewahrte Fun« damental»Urkunde konnte in keiner Weise einer göttlichen, persönlichen Erklärung zum Eingang ermangeln. Diese wird gegeben in den Anfangsworten des Decalogs. Gott *) & Mos« 4, t3. -ich verkündigte euch seinen Bund nämlich die »ehn Worte». 2jM»s.t34, 2*. - er schrieb auf die Tafeln die Wort» de« Bunde«, die zehn Worte».