Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 9/10 (11.1838)
- Date
- 1838-11-01
- Page
- Seite 288 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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288 mand einen Zweifel auswerfen. Da sich aber nicht mit Sicherheit bestimmen läßt, wie lange Johannes vor JesuS auftrat, wie lange das Lehramt Jesu gedauert hat, ob zwischen zwei und drei, oder ob zwischen drei und vier Jahren, und noch weniger feste Punkte in der Zeitrechnung unmittelbar nach der Himmelfahrt zu gewinnen sind, so läßt sich allerdings der Versuch machen, nachzuweisen, wie es ganz genau können 7 Jahre gewesen sein, und ein solcher hat unstreitig auch sein Gutes, aber nach dem, was wir oben anseinandergesetzt haben, hatten wir es für angemessener/ man begnüge sich mit den allgemeinen Umrissen , die sicher und fest gezeichnet in der Geschichte vor uns liegen, als daß man in Einzelnheiten hinab, steige, bei deren Erörterung, wegen Mangel an zuverlässigen chronologischen Stützpunkten, die Willkürlichkeit nicht aus dem Spiele bleiben kann.« 2. Mitten in der Woche wird daS Opfer und Speis opfer anfhören. Durch Opfer und Speisopfer, die blutigen und die unblutigen Opfer, wird der ganze Gottesdienst angedeutet. Er erreicht sein Ende in der Mitte dieser Bundeswoche. Der Tod Jesu fällt in die Mitte des Zeittaumes, der sich von der Predigt des Täufers bis zu der Stiftung der ersten Chn'sten-Gemeinen aus den Heiden erstreckt. Mit seinem Tode wurde zwar nicht äußerlich und buchstäblich dem jüdischen Gottesdienste ein Ende gemacht. Aber die innere Wahrheit desselben, seine geistige Bedeutung, seine heilige Geltung vor Gott, mit einem Worte, sein Leben war dahin, von dem Augenblicke an, wo Jesus sprach: ES ist vollbracht! und der Vorhang des Allerheiligsten zerriß von oben an bis unten aus. Wie nach entwichenem Leben die Verwesung stufenweise einttitt, so ttaten auch für daS geschändete Heiligthum Israels die Zeichen deS Todes und der Zerstörung zwar