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Das Morgenland · 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 283

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
9/10 (11.1838)
Date
1838-11-01
Page
Seite 283 (sequence 27)
Language
German
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283 stören. — Auf diesen unglückseligen Ansgang der Schicksale Jerusalems und der jüdischen Kirchengemcinschäft deutet der Schluß des 27sten Verses wieder hin. Hier wird er des Gegensatzes und der Warnung wegen schon erwähnt. Dem Fürsten, dem Gesalbten (Christus), den Israel verwarf, wird jener unbekannte andere Fürst, »der da kommt», gegenüber gestellt; die Folgen, die es hat, den Messias auszurotten, dürfen nicht bis ans Ende des folgenden Verses unerwähnt bleiben, eS muß sogleich angekündigt werden, daß ein Heiligthnm, das sich mit dem Tode seine- Gesalbten befleckt hat, vor Gott gar nicht mehr stehen darf. Es wird in diesem 26sten Verse Beides angezeigt: zuerst was sich die menschliche Verwegenheit erlaube, und dann was die göttliche Gerechtigkeit darauf antworte. Die Ankündigung der Sttafe wird in dieser prophetischen Stelle so unmittelbar an die That angeknüpft, wie in der ttaurigen, später» Wirklichkeit die Ereignisse rasch und unmittelbar sich folgten. Die Worte: bis zum Ende deS Streits n. s. w. können zwar auch übersetzt werden: Und bis zum Ende ist Streit, unb Verwüstung ist beschlossen. Für den Sinn wird aber dadurch nichtö Wesentliches geändert. ES wird von dem Propheten angekündigt, daß dieses künftige Unglück, wenn es über Israel Hereinbreche, nicht wieder nach siedenzig Jahren endigen werde, wie die durch Nebukadnezar vollzogene Zerstörung; es wird im Gegentheilc ein unbestimmtes nnd entferntes Ziel gesetzt. Zwar »ein Ende» wird kommen, wie jede Züchtigung GotteS ihr Ende einmal erreicht. Daß Gott sein Heiligthum auf immer in Ruinen legen werde, konnte kein Prophet sagen, weil es mit andern nnd zwar den posittvesten Weissagungen streiten würde, aber hinausrücken, weit in unbestimmte Ferne, mußte Daniel das »Ende», bis zu

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