Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 9/10 (11.1838)
- Date
- 1838-11-01
- Page
- Seite 278 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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378 gezwungen wäre, wenn man nicht anerkennen wollte, daß derjenige, von dem im 23sten Verse der Befehl ausgeht, uttb der, von welchem er im 25sten Verse ausgeht, nicht zwei verschiedene sein können. 2. Die 7 Wochen und die «3 Wochen. Nachdem nun der ergangene Befehl Gottes, der wie jedes Wort Gottes die Vollziehung zugleich in sich trägt, weil in Ihm Wort und That eins ist, den Anfangspunkt gegeben hat, so wird der Zeitverkauf bis ans »Christ»-, den Fürsten», *) das heißt bis zu dem Auftreten des Gesalbten, des Messias, der der einzig wahre Fürst ist über GotteS Volk, als 7 und 62 Wochen bestimmt, was, wie wir gesehen haben, 49 und 434 oder 483 Jahre ausmacht. Diese 483 Jahre, während welcher, »wiewohl in kümmerlicher (drangsalvoller) Zeit-, Jerusalem hergcstellt wurde, zerfallen in zwei ungleiche Zeittäume, von 49 und von 434 Jahren. Es ist offenbar, daß die Weissagung diese zwei Zeittäume theilt, weil sie einen verschiedenen Charakter an sich ttagen; worin aber dieses untttscheidende Merkmal bestehe, wird in dem Texte selbst nicht ausdrücklich gesagt. Wir werden jedoch in Auf, suchung desselben schwerlich fehl gehen, wenn wir unS en'nnern, daß mit Esra, Nehemia und dem Propheten Maleachi die Männer ausstarben, welche auf besondtte Weise durch Gottes Geist geleitet wurden. Nach ihrem Hintritt hörte die unmittelbare Offenbarung Gottes durch daprophett'sche Wort auf, und es begann nun jene Periode der Schriftgelehrsamkcit, welche ohne den lebendig *1 Wenn wir nicht, wie Einige, übersetzen: Et« Gesalbter, ein Fürst, sondern der Gesalbte, der Fürst, so liegt die einfache Ursache in dem wa« wir oben S. 2»L in der Rote schon entwickelt haben, und worauf wir hier, um nicht,u weitläufig;» werden, verweisen.