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Das Morgenland · 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 237

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
7/8 (10.1838)
Date
1838-10-01
Page
Seite 237 (sequence 45)
Language
German
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237 für diese Reise hingebrn darf, weshalb ich lieber von derselben abstehen will. Durch diese und ähnliche Gegenvorstellungen konnte ich jedoch den guten Mann von seinem festgefaßten Borsatze nicht abbringen, vielmehr gelang es ihm, mich zu bewegen, ihm das Versprechen zu geben die Reise zu machen, wenn er drei bis vier Soldaten zu unserm Schutze auftreiben wollte. Dies versprach er; und sofort trafen wir zu dieser Reise die erforderlichen Anstalten, doch so, daß die Leute im Kloster unser Vorhaben nicht merken konnten. Den seit einigen Tagen ersparten Wein goßen wir in einen ledernen Schlauch, und außerdem füllte sich Jeder zwei blecherne Gefässe mit Wasser an; wir versorgten uns mit Lebensmitteln und reisten am 4 Rov. in aller Frühe ab, ohne von einem Klosterbewohner bemerkt worden zu sein. Unsere Wohnungen in denen wir den größten Thcil unseres Geldes und unserer Sachen liegen ließen, hatten wir sorgfältig verschlossen; die Schlüssel steckten wir ein und eilten, unsre Lebensmittel abwechselnd tragend, auf Bethanien zu, woselbst wir uns Begleiter dingen wollten. Wir waren so glücklich den Türken wieder zu finden, der uns früher das Grab des Lazarus gezeigt hatte, und dieser suchte seinen Bruder und noch einen andern Menschen auf, und alle drei waren geneigt uns zu begleiten. Unsere Führer übernahmen die Lebensmittel und führten uns über zwei hohe und steile Berge inIeinLangenehmes Thal, in welchem wir auf den rechten Weg kamen. Nahe an diesem war ein kleiner Teich, welchen eine wasserreiche Quelle tränkte. Ruhig setzten wir unfern Weg fort, und aus meinem Herzen war alle Furcht ver, schwunden, als auf einmal unsere Führer stehen blieben

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