Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 7/8 (10.1838)
- Date
- 1838-10-01
- Page
- Seite 208 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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m Stufe aller weitern Offenbarung und Entfaltung des Reiches Gottes auf Erden. Ist doch jabekanntlich jede Verheißung GotteS zugleich eine Gabe, und jede Gabe zugleich eine Verheißung. Um noch deutlicher zu machen waS wir unter einem Sinnbilde verstehen, das einen göttlich lebendigen Sinn in sich trägt und zugleich ein Vorbild ist auf höhere Güter der Zukunft, wollen wir ein Beispiel anführen. Dir SttftShütte wird die »Wohnung« des HErrn genannt. Daß aber kein von Menschenhänden erbautes Haus als eigentliche Wohnung den Ewigen umschließen könne, hat schon im alten Bunde der Prophet erklärt, wenn er im Namen deS HErrn spricht: Der Himmel ist mein Stuhl und die Erde meine Fußbank; was ist es denn für ein Haus, daS ihr mir bauen wollt? Oder welches ist dir Stätte da ich ruhen soll? Jesaj. 66, 1. Es war dabcr die Stiftshütte ein Sinnbild der Gegenwart Gottes unter seinem Volke, aber weil die Errichtung dieser Hütte nicht aus menschlichem Gutfinden hervorgegangcn, sondern eine unmittelbare göttliche Anordnung war, so konnte auch dieses Sinnbild nicht ein leeres oder todtes sein, sondern es vermittelte den Israeliten dasjenige in der That, was eS andeutete, nämlich die segnende Nähe und Gegenwart ihres Gottes, dessen eigenthümliches Volk sie waren. Hierauf beschränkt sich aber der Sinn dieser sym, bolischen Gotteswohnung nicht. Sie war zugleich ein Vorbild; wir möchten sagen, eine in thatsachlichem Bilde gegebene Weissagung. Der Gedanke, daß Gott wohnen wolle inmitten seines geheiligten Volkes, umspannt nicht nur den ganzen Lauf der irdischen Jahrhunderte, sondern nachdem »der erste Himmel und die erste Erde vergangen sind», erblickt der nentestamentliche Seher »die Hütte Gottes bei den Menschen» und verkündigt: »er wird bei