Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 5/6 (9.1838)
- Date
- 1838-09-01
- Page
- Seite 191 (sequence 66)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4872516-5427189-5427226--0234-4872726- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
101 Nachfolger Muhammed's, nachdem er Aegypten erobert (gegen der Mitte des 7ten Jahrhunderts), den nämlichen Kanal auf's neue herzustellen. Man findet noch Spuren davon. Jetzt ist nicht davon die Rede diesen Kanal noch einmal zu graben. Denn wenn auch Wasser in hinläng« licher Quantität zu erhalten sein sollte, so vereitelt der Flugsand der Wüste, der immer wieder vom Winde ge« trieben den Kanal auffüllt, das Gelingen eines solchen Unternehmens auf die Dauer. Jetzt sollte es mit einer Eisenbahn versucht werden, und um dm Vicekönig, Mehemed Ali dazu zu bewegen, daß er die Ausführung einer solchen gestatte, wurde von Engländern eine kleine Bahn von einer halbm Stunde Länge bei Alexandrien errichtet, damit Mehemed Ali durch dm Augenschein sich von der Nützlichkeit eines solchen Werkes überzeuge. Er bewunderte die Eisenbahn, erklärte aber doch, daß er seine Zustimmung zu einer Eisenbahn nach Suez an den arabischen Busen nicht geben werde. Denn er müßte den Untemehmerv, und den Engländern überhaupt, nachher den meisten Gewinn davon lassen, und das ist nicht nach seinem Systeme. Auch ist immer noch die Frage, ob die glühmden Winde der Wüste, und die streifenden Bedui« nm die Ausfühmng des Untemehmens zugelassen hätten. Einstweilenwird nun, um doch eine regelmäßige und schnelle Verbindung zu Stande zu bn'ngm, eine Fahrt mit Eilwägen zwischen Kairo und Suez in's Werk ge« seht, zu welchem Ende der Unternehmer, ein Engländer, auf sieben Stationen in der Wüste die nöthigm Gebände will aufführen lassen. — So sollen denn in den Gegen» dm, wo JakobS Söhne und Enkel ihre Heerdm weideten, wo die Handelsschiffe des stolzm Pharao Necho durch die Sandwüste eine Wasserstraße suchtm, nun englische