Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 5/6 (9.1838)
- Date
- 1838-09-01
- Page
- Seite 157 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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157 in beit Zusammenhang der Dinge blickende Beobachtung deS frühsten Alterthums, selber zu dem Schluffe müßten geleitet werden, daß die großen Männer jener Tage unmöglich konnten zu dem Geschlcchte gehören, deffen »Leben währet siebenzig Jahr, und Wenns hoch kommt, so sind es achtzig Jahr». Das ist es nun aber, was uns die Schrift in Betreff jener Allvater bezeugt, und, weit entfernt auf das Gebiet des Abenteuerlichen hinaus zu schweifen, tritt sie damit nur, wie immer, in reinen und wahrhaftigen Zusammenklang mit den anderweitigen Zeugniffen der Natur, und Menschengeschichte. II. Am Schluffe des Sten und im lOten Eapitel gibt uns das erste Buch Mose Kenntniß von der Theilung der Welt unter die nächsten Nachkommen Noah's. Im Anfange des Ilten Capitels wird die Veranlassung erzählt, welche die verschiedenen Stämme der damaligen Menschheit auseinander riß, sie von Borderasien aus in die fernsten Länder warf und den Grund legte zu dem bereits mehrtausendmal verjährten Unterschiede in Sprachen und Sitten der Menschenstämme. Der Schluß des Sten Capitels hatte bereits im Allgemeinen prophetisch das Schicksal der drei Hauptzweize des Menschengeschlechts angegeben, und die Jahrtausende, in ihrem unendlich verschlungenen Gange, haben doch bis diesen Tag nur das Wort bestätigt, das der heilige Greis in ernster Stunde weissagend ausgesprochen. Sind nicht die Länder, welche Canaans Nachkommen befassen, seit ältester Zeit der Schauplatz fremder Eroberer? Sind nicht alle Zweige der Canaaniter dem Namen nach verschwunden, den Personen nach alS Ueberwundene in den Dienst der Fremdlinge übergegangen? Wo sind die weltumsegelnden Phönicier,