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Das Morgenland · 1838-09-01 · 5/6 (9.1838) · p. Seite 155

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
5/6 (9.1838)
Date
1838-09-01
Page
Seite 155 (sequence 30)
Language
German
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155 Voraussetzung, die nicht nur durch keine Beweise gestützt ist, sondern durch die Geschichte der Sündfluth selbst wiederlcgt wird. Wenn man die Stellen 1 Mos. 7, 11. 24. 8, 3. 4. S. 13. 14. vergleicht, so ergibt sich, daß das Jahr, damals wie jetzt, zwölf Monate hatte. Was steht aber im Wege, daß wir nicht sollten die Aussage der Schrift als wahr annehmen? Nichts, als die geringe Einwendung: ES ist jetzt bei uns nicht so, folglich kann es nie so gewesen sein. Dagegen ergibt sich aus den Entdeckungen, welche die Erdkunde täglich macht, auf unwidersprochene Weise, daß im höchsten Alterchum die Thierwelt sowohl, als die Art der Menschen einen großen Charakter ttug, von dem wir nichtmehr wissen. Die Ueberreste der Thiergattung deS Mammuth von IS ' bis 18 Fuß Höhe, des Ohiothieres, das länger war als der Elephant und 12 Fuß lange Stoßzähne fühtte, jener Hirschgattung, wovon ein Schädel 80 Pfund wog, und das Geweih von einem Ende zum andern, die Krümmungen mitgerechnet, 14 Fuß lang waren, — diese und viele andere Gattungen ungeheurer, vorweltlicher Thiere werden ausgegraben, stehen in den Sammlungen, sind beschrieben, und Niemand zweifelt, daß nicht in der Urzeit solche Riesen der Thkerwelt über die jugendlichen Fluren der Erde einherschritten, neben denen freilich unsere Rinder« und Schafheerdey, so nahe zusammengehen, als die Tage eines Greisen unserer Zeit, gegen dem Leben eines jener Pattiarchen. Ebenso stehen aueiner uralten riesenhaften Jugendzeit des Menschengeschlechtes in allen Weltcheilen, zumeist aber in Asien, unzerstörbare Denkmäler, deren ungeheure und zugleich oft überaus feine Bearbeitung Alles hinter sich läßt, was unsere Mechanik und Baukunst zu leisten vermöchte. Schon die gewaltigen und doch zierlichen, riesenmäßigen und zugleich

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