Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 2/3 (7.1838)
- Date
- 1838-07-01
- Page
- Seite 83 (sequence 53)
- Language
- German
- Belongs to
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81 Zeiten sich verändert haben." Ein General Ibrahim-, Abba- Pascha, führte einen Zug karamanischer Hunde mit sich, welche den Türken ein Gräuel sind. Auf solche gewaltsame Weise ist im gegenwärtigen Augenblicke di« Spitze des muhammedanischen Haffes abgebrochen, und Europäer genießen den bisher unbekannten Vortheil in jenen Gegenden so frei und sicher zu reisen, wie bei unS. Auf den Straßen des nämlichen Damask spaziert man jetzt in europäischer Kleidung mit dem Hut auf de« Kopfe, so unangefochten alin einer unserer Städte. Begreiflich ist es, daß diese Verletzung deS muhammedanischen religiösen Gefühls viel Unzufriedenheit erregt und die Spannung vermehrt, welche gegen das tyrannische Regiment JbrahimS ohnedem schon vorhanden ist und immer höher steigt. ES wird daher versichert, daß eine Menge ingrimmiger Muhammedaner auf eine Zeit der Rache harren. *) Allerdings wird vielleicht Ibrahim sein System in Syn'en nicht durchzuführen vermögen, aber der einmal in den Staubs getretene Fanatismus wird auch nicht wieder, wenigstens aus die Dauer nicht, zu Kräften kommen. Was endlich noch die Sprache betrifft, so wird in Palästina gegenwärtig, so wie in allen angravzenden Ländern da- Arabische gesprochen. Diese Sprache ist nahe verwandt mit dem Hebräischen, der uralten Landessprache, und mit dem Syrischen, welches in ältester Zeit in Syn'en, und zu den Zeiten Jesu mit Hebräischem vermischt, auch in Palästina gesprochen wurde. Heutzutage verstehen nur noch die Juden hebräisch, und da- Syrische findet sich unter den syrischen Ehristen deS Liba- *1 Mau sehe di« Aussagen de« englischen Reisenden Monr» in v. Raumer Palästina, 2t« «ufl., ®. 417.