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Das Morgenland · 1838-07-01 · 2/3 (7.1838) · p. Seite 78

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
2/3 (7.1838)
Date
1838-07-01
Page
Seite 78 (sequence 48)
Language
German
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78 litischer Hinsicht, so wie in Beziehung auf seine Bevölkerung gleicht einem großen Gebäude, über das einstweilen der Rachbar die Aufsicht führt, und in welchem mehrere Familien provisorisch zur Miethe sitzen, bis die rechtmäßigen Erben sich werden ausgewiesen haben und dann von ihrem Hause selber Besitz nehmen. Dieses ist jetzt um so mehr der Fall, alS der, gegen seinen Oberherrn, den Sultan von Konstantinopel, aufgestandene Vicekonig von Aegypten, Mehemed-Ali, durch seinen Sohn Ibrahim Pascha, mit gewaffneter Hand das ganze Syrien vor sechs Jahren eingenommen hat, und bis auf den heutigen Tag zwischen dem Sultan und dem Acgyp« ter ein Friede besteht, der kein Friede ist; kaum mehr als ein Waffenstillstand. Die jetzigen Bewohner von Palästina bei der Mannigfaltigkeit ihrer Abstammung und ihrer Glaubensmeinungen sind entweder Muhammedaner, oder Juden, oder Christen, von denen die letzter» wieder in eine große Zahl von Confcssionen und Kirchenparteicn auseinander gehen. Heiden gibt es nicht. Die katholischen, griechischen, syrischen, armenischen, koptischen u. s. w. Christen baben entweder nur einzelne Klöster und heilige Oerter inne, oder sic befinden sich in Städten oder auf dem Lande angesiedelt. Nur gibt es biö jetzt in Palästina kein protestantisches Bethans, während alle andern christlichen Kirchenabtheilungen durch religiösen Besitz und kirchliche Feier in dem heiligen Lande, als dem mütterlichen Boden der Stammkirche irgendwie sich repräsentirt schen. — Die Muhammedaner, sowohl Türke» als Araber und Aegypter, betrachten ihre Religion alS die herrschende, und sehen die Christen und Juden nur als geduldet an. In der That sind auch die Muhammedaner seit zwölfhundert Jahren Herren des Landes, und an

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