Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 2/3 (7.1838)
- Date
- 1838-07-01
- Page
- Seite 47 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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17 gesagt, es Hab« gestritten, wider die Heiligen und den Sieg behalten über sie. Hiedurch wird die römisch-päpstliche Macht angedeutet, welche sich nach und nach entfalttte, und unter dem Scheine, die Kirche deS HErrn zu weiden, eine üngöttlich angemaßte Herrschaft geübt hat und noch übt. Sie hat ihr Ansehen und die Künste dieser ihrer Herrschaft von dem alten Rom entlchnt, auf dessen Boden sie emporgewachsen ist, wie jenes neue Horn auf dem Haupt des Thieres, und obschon sie vermessen behauptet, die Statthalterschaft Christi z» sein, so ist doch zwischen dem Geiste des päpstlichen Roms und dem Geiste Jesu eben der nämliche Unterschied, der stattfindet zwischen dem Reiche der Welt sammt seinem Fürsten, und dem Reiche Gottes und dessen heiligem Haupte. Werfen wir, ehe wir den Untergang dieser Weltmächte bettachten, einen Rückblick auf ihre Beschaffenheit. Rebukadnezar sah von seiner Zeit aus die Weltmacht in ihren Abstufungen immer unedler werden: dem Golde folgte das Silber, diesem das Erz und das Eisen, das zuletzt kam, verlor endlich alle seine Festigkeit, dadurch, daß es sich mit Erde oder Thon zusammengesellte. Die Geschichte lehrt unS auch in der That, daß — von den Babylonirrn, die wir zu wenig kennen, nicht zu reden — die Perser, welche angedeutet sind durch das Silber darum eine edlere'Stelle verdienen, weil, wie wir gesehen haben, die ursprünglichen Grundgedanken ihrer Lehre und ihre Begriffe vom Zwecke der menschlichen Gesellschaft edler sind und dtt Wahrheit näher stehen, als diejenigen der Griechen, welche letzttte mehr nur das Aeußere des Menschen ins Auge faßten und das was den Sinnen angenehm ist, während das Jnntte desselben, daS Sittliche, das Höhere, Alles was sich auf Unsterblichkeit und eine vttgeltende, entscheidende Ewigkeit bezieht^ von