Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 2/3 (7.1838)
- Date
- 1838-07-01
- Page
- Seite 36 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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3fi malmet durch einen, ohne menschliches Zuthun erscheinenden Stein, der selber nach kurzer Zeit die ganze Erde erfüllte (Dan. 2.). Daniel hingegen sah dieselben Gedanken in ganz andere Bilder verhüllt. Er sah die vier Weltmächte als vier Thiere aus der Fluth aufsteigen. DaS vierte war das schrecklichste; es trat zuerst fressend und hernach redend auf. Dann wurde im Himmel Gericht gehalten, den Thieren wurde ihre Herrschaft genommen, und alle Gewalt und Herrlichkeit auf ewig dem Menschensohne gegeben, der in deS Himmels Wolken gekommen war (Dan. 7.). Wir wollen dieser doppelten, dem Sinne nach aber auf EineS deutenden Weissagung einige Aufmerksamkeit, widmen, und sehen, wie der -auf der Jahrhunderte daS Siegel der Wahrheit auf diese alten Offenbarungen ge, drückt hat. Es ergeben sich von selbst vier Theile, nach den vier Mächten. I. Die erste Macht ist die Macht des Nebukadnezars selbst. In dem Bilde das er sah ist sie angedeutet durch das goldene Haupt jener menschlichen Gestalt, die in ihrer Gesammtheit ihm das Ganze der, dem Reiche Gottes gegenübertretenden Weltmächte andeutete, in ihrer vierfachen Zusammensetzung aus verschiedenen Metallen aber anzeigte, daß die Erdkräfte in vier verschiedenen Reichen sich darstellen würden. In dem Gesichte des Daniel-, wo die Erdmächte als Thiere erscheinen, ist die erste Macht, die des Nebukadnezar, vorgestellt unter dem Bilde eines Löwen mit Adlersflügeln, der sogar ein menschliches Gefühl bekommt. In der prophetischen Sprache geschieht es gewöhnlich, daß die weltlichen Mächte und die Erdenkräfte al- Thiere