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Das Morgenland · 1838-06-01 · 1 (6.1838) · p. Seite 28

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
1 (6.1838)
Date
1838-06-01
Page
Seite 28 (sequence 33)
Language
German
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zwischen dem Sultan und seiner türkischen Macht einerseits und dem Mehemed Ali und seiner neuen ägyptisch-arabischen Macht andrerseits entgegen. Syrien und Palästina würden der Schauplatz desselben geworden sein und das Schicksal dieser Länder hätte eine neue, — Niemand weiß welche, Wendung genommen. Jndeß scheint doch dieser Ausbruch des-Krieges nicht so ganz nahe zu sein. Es wird versichert, die aufgestandenen Völkerschaften seien zum Gehorsam zurückgekehrt, und sowohl der Sultan als der Vicekönig von Aegypten hätten es beide rathsamer gefunden, Gedanken des Fn'cdenS Raum zu geben. Möglich ist dieses allerdings, und die schnelle Beilegung der vorher als so gefährlich geschilderten Unruhen in Syrien darf unS nicht wundern, wenn wir in Anschlag bn'ngen, daß die dortt'gen verschiedenen Völkerschaften einander selbst immer feindselig ansehen und gegen einander um ihrer verschiedenen Glaubensmeinungen willen einen heftigen Religionshaß tragen, so daß bei ansbrechenden Unruhen sie sich nicht gegenseitt'g unterstützen wider den ftemden Beherrscher, sondern im Gegentheile, sie lassen einander schadenftoh im Stt'che, Jeder gönnt dem Andern das Unglück nnd sie bedenken nicht, daß wenn ein gewaltthätiger Fremder im Lande herrscht, es heißt: heute an mir und morgen an dir! Wenn aber auch nicht gerade unmittelbar ein Krieg zum Ausbruche kommt, so ist doch der Stand der Dinge im Morgenlande höchst unfrst, oder, wie man es nennt: precär. In Kleinasien und am Taurus steht die türkische Armee; ob zum Beobachten, oder zum Abwehren, oder zum Angreifen — wir wissen es nicht. Gegenüber auf dem syrischen Boden ist Mehemed Ali'S nnd seines Sohnes Ibrahims leiste Kriegsmacht vereint, ob bloS zum Unterdrücken der Aufstände, ob anS Besorgnissen vor den tür-

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