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Das Morgenland · 1838-06-01 · 1 (6.1838) · p. Seite 23

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
1 (6.1838)
Date
1838-06-01
Page
Seite 23 (sequence 28)
Language
German
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deS Stamme- Juda. ES ist eine flache, aber, wenigstens in der alten Zeit, äußerst fruchtbare Gegend. Weil nun diejenigen, welche nach Jerusalem, der Hauptstadt deS Landes, reisten, zuerst in diesem Küstenstriche anS Land traten, so erhielt nach und nach bei den westwärts woh, nenden Völkern daS ganze Land den Namen der Gegend, die man zuerst betrat und die den Schifffahrern am bekanntesten war. Fassen wir nun das bisher über die Namen deS israelitischest Landes Gesagte zusammen, so ergibt sich, daß unter den verschiedenen Benennungen, welche in älterer und neuerer Zeit üblich waren, hauptsächlich noch vier oder fünf im Gebrauche sind, je nach dem Gesichtspunkte, von dem auS geschaut und geredet wird. Haben wir die ältere Zeit im Auge, so pflegen wir unS der Benennung: Land Cänaan zu bedienen, uneingedenk, daß Canaan, der Enkel des Noah und seine Nachkommen, die Canaaniter, nicht verdienen, daß ans ewige Zeiten daö heilige Land ihren Namen trage. Sprechen wir' hingegen mit dem Blicke auf die gegenwärtige Zeit, so ist Palästina der Name, der zuerst sich uns darbietet. Wir brauchen ihn und denken nicht daran, daß wir dadurch nur einen Theil des Landes, nur einen schmalen Küstenstrich bezeichnen, und daß überdies diese Benennung, wie die erstere, nur daS Andenken an eine fremde, heidnische und untergegastgene Nation verewigt. Ist dagegen unser Blick mehr auf die Bestimmung diese» Landes gerichtet, haben wir i« Auge, welche Absichten Gott mit diesem Lande gehabt hat und wohl noch hat, so bietet sich uns dann der Ausdruck: verheißenes, oder gelobte» Land dar: wir bezeichnen eS als das Land, welche- Gott unter seine tinmittelbare Verfügung genommen, und über welches er feine ausdrücklichen Erklärun-

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