Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 1 (6.1838)
- Date
- 1838-06-01
- Page
- Seite 22 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/4872516-5427189-5427220--0057-4872552- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
** -Chaldäern» genannt werden, hier schon im weitern Sinne so genannt sind; im Buche Ester aber <3, 6.) sind mit dem Ausdrucke: »alle Juden im ganzen Königreich des Ahaöverus» die Israeliten überhaupt gemeint, und daS Wort hat schon die Bedeutung erlangt, welche es heute noch hat. ° So gebräuchlich aber auch in den Schriften der Alten die Bezeichnung Judäa ist, so wird doch jetzt dieselbe nur noch angewendet, wenn von dem Lande Israel zur Zeit unseres Heilandes die Rede ist. Dann gebraucht man die Benennung Judäa um den untern Theil des Landes zu bezeichnen, während das Mittelland Samarien, und der oberste Theil Galiläa genannt wird. An zwei Stellen des Alten Testamentes (Psalm 76,2. und 2. Chron. 9, 11.) scheint mit dem Ramen Judäa oder Juda das ganze Land Israel gemeint zu sein, hingegen im Neuen Testamente, wo Judäa oder dajüdische Land vorkommt, ist darunter, wie schon gesagt, der südliche Theil des Landes verstanden. 7. Der letzte und in unfern Tagen gebräuchlichste Name ist Palästina. Er kommt in der Bibel noch nicht vor, und hat sich erst seitdem gebildet. Dieser letzte Name hat mit dem ersten, Canaan, dieses gemein, daß beide von heidnischen, dem Lande selbst eigentlich fremden Völkern sich ableiten. Wie der Name Canaan uns an die Eanaaniter erinnert, so weiSt der Name Palästina auf die Philister zurück, deren Name in der griechischen Sprache bisweilen so geschrieben wurde, daß daraus, um das Land zu bezeichnen, das sie bewohnten, daS Wort Palästina werden konnte. Ebenderselbe Landesstrich heißt heute noch in der arabischen Sprache Phalastin. Er erstreckt sich längs der Meeresküste im Süden des Landes, so daß links oder westlick, das Meer liegt, rechts oder östlich die Berge "1