Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 1 (6.1838)
- Date
- 1838-06-01
- Page
- Seite 4 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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4 geschlcchtcs sich hindurchzieht, — wie es ein Reich ist nicht von dieser Welt und doch auf dieser Welt, — wie es im Gegensätze steht zu den Reichen der Welt, und doch sie durchdringt und heiligt, — wie eS endlich das Reich ist, das auch uns gilt und ohne dessen Bürgerrecht wir ewig heimathlos wären: das hoffen wir in diesen Blättern künftig weiter zu besprechen, und in diese und die damit in Verbindung stehenden Gegenstände so cinzutreten, daß "die Freunde der heiligen Schrift" und ihres Inhaltes, und wir mit ihnen, daraus einige Förderung ziehen in der kenntniß Gottes und in dem Leben, daS ewig ist. UI Kür jetzt, ehe wir mehr in Einzelnes eintrcten, wollen wir zum Eingänge einen Blick werfen auf das Gänze der Führung Gottes mit seinem Reiche und zwar namentlich darauf, wie jederzeit die Sünde in ihren Tod Alles zu verschlingen schien, was der Gott des Lebens gewollt und gegründet hatte, so daß jedesmal wenn ein heiliger Leuchter aufgestellt wurde, die Finsterniß, so zu sagen, ihr --Veto" einlegte und geltend machte, während,. ungestört durch alles dieses vermeintliche Mißlingen nnd Erliegen, der unendliche tiefe Rath Gottes durch den langen Weltlauf hindurch seinem heiligen, hohen Ziele entgegenreift. Etwa 60 Jahre nach Abrahams Tode finden wir im Lande der Verheißung einen erblindeten, greisen Isaak, dessen einer Sohn, Esau, die Hoffnungen und den Glauben seiner Väter nicht thcilen will, und sich, mit canaanitischen Fraucn vermählt, im südlichen Gebirge ansiedelt. Den andern Sohn, Jakob, sehen wir auf der Flucht vor seinem Bruder, mit einem Stabe in der Hand dem Lande den Rücken wenden, daS Gott ihm und seinen Nachkommen zugeschworrn. Und wenn auch dieser Jakob, als