Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 12 (1933)
- Issue
- Nr. 4 (Oktober 1933)
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nicht weniger untauglich zur Lösunc der deutschen Judenfrage. als der zionistische Versuch, wire dps von einigen Leuten empfohlene Erverrment, die Gesamtheit der deutschen Juden unter ein Mrnoerheitenrecht zu stellen. f Ob man die jüdische Minderheit gls eine rassische oder als eine nationale auffassen würde, die Fl lgen wären die gleichen, solange die i» den letzten Monjaten l rlassenen Gesetze in vollem Umfange uud unverändert gölten. Menschen, deren Vorfahren seit langer! Zeit, zum grotz«n Tel seit mehr als 100 Jahren, sich der deutschen Nation »lgehiirig fühlten und die selbst für Deutschland gerämpft rnd von Herzen gern schwere Opfer gebracht haben, darunter h che und höchste Offiziere der alten ruhmreichen Armee! und ein beträchtlicher Teil des Adels, würden mit Zionisten z«l einer Gruppe zusammcngedrängt werden, die in absehbarer Zeit, spätestens nach Pcm Tode der heutigen Geizcralioner, dem Staatsorganismus völlig frqmd werden mutz»! Solange es einen! Völkerbund und. solar ge es ein inter nationales Schiedsgericht gibt, werden Minderheiten vor ^diesen Institutionen klagen. Und da wohl laum jemals ei» internationales Minyerheitenrecht zuständekl mmen wird — denn zur Schaffung eines solchen fehlen!die Elemente —. wird jedes Minderheilenrecht zur politischen Waffe in den Händen der Staatsfühler werden können, die keine! Verpflichtungen gegen eine Minderheit besitzen. Man denke doch auch daran, datz eine Rechtsgleichheit der Staaten ele facto unmöglich ist. weil die Machlverhaltnisse immer vorschiehen sein müssen! Politik und Streitsucht müssen die Idee der Minderhcilcnrcchte und -vervslichtujrgen verderben. Die bisherigen Mindekheitenschutzvfrträge haben alle nur Ucbergangscharakter.! Lein Staat, djcr den Anspruch auf Totalität erhebt, kann auf die Dauer «in Interesse daran haben, in seiner Mitte Minderheiten ju! schützen und zu erhalten.! I! Man erkläre jene in Deutschland! lebestden Juden, die nicht deutsch fühlen, denken! und htzndeln, für staatenlos. Und man richte für diese Staatenlosem ein Kommissariat ein. in dem nätionaldeutsche Juden und Nichtiuden Hand in Hand arbeite». Nur durch Arbeit, durch Erziehungsarbeit, nicht durch Hatz und nicht! durch Hetze, wird die deutsche Judenfrage: in Wahrheit beseitigt werden können. Jede unorganische Lösung kann die Hage nur verschärfen und würde weder den Nichtjuden noch den! Juden nützen. Zur frage der BerufsuiMc^icbtung Ein junges Veybandsmitglied schreibt! uns: Die Lösung der Judenfrage im Sinne inserer Verbandsarbeit umschlietzt u. a. die berufliche Uigsckichtung. Es gilt, unfere deutschfühlende jüdische Jugend gu veranlassen, sich Berufen zuzuwenden. die mit körperlicher Arbeit, persönlichem Risiko und dergleichen verbunden sind, an Stelle von solchen Berufen, die durch Spekulation schr eilen und leichten Gewinn zu versprechen scheinen. Ich habe ai s innerer Neigung wohl nicht als einziger Jude ist Deutschland — die Bergkarricre eingeschlagen. Ich habe ein Jahr als Bergarbeiter praktisch gearbeitet, habe sodann da- Hahschul-Diplom als Berg-Ingenieur erworben und bin einst e Zeit vor der nationale» Erhebung zum Bergassessor ernannt werden. SeldstverftAnclUcKKeiten Das ist eine Bea» einen der aus. Er rechnet sich Betrachtung Volke zu. . Aber auch die strotze Zahl der wisst enfchichtler hat inneren Zusammenhang mit der deu scher elbst Juden, der rechtliche die Zu- „Ilnser Deutschtum ist selbstverstä ndlich, topische Redensart der Zwisstwnschichtler gegenüber dem kenntnis zum nationaldeutschen Judentum Dieser Einwand ist falsch. Er riihst wichtigsten Punkte der ganzen Judenfrage. S e l b st v e r st ä n d l i ch ist füsc den deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, die gchörigkeit zum deutschen Staate. >!se1!> st verständlich ist aber keinesfalls die in netze n «lösbare Verbundenheit eines jeden de titschen Juden .mit der deutschen Volksgemeinschaft. An sich wäre es denkbar, datz jqder «ntsche Jude diese innere Zusammengehörigkeit zum deustschei Volle empfindet. Das ... _ __ ... .... Die Einstellung I des Jüdischnatio ialeif scheidet für diese Ift immer flacht, wenn Keine Könne febemt? Bon Hans Wolfs Ist immer Nacht, wenn keine Sonne scheint? Ist niemals Hoffnung, wenn die Seele weint? Ist alles aus. wenn wir in Not vergehen? . Es sind die Wolken, die am Himmel fliehn, die Blumen, die in jedem Lenz erblühn, aus müdern Welken wieder auferftehen. . . Wenn heute unsre Welt in Trümmer sinkt, des Lebens Hämmern jäh Um uns verklingt und uns die Schatten früher Dämmrung hüllen! nur der ist klein und der nur ist besiegt, der. abseits klagt und schwach am Boden liegt, wir aber wollen unser Sein erfüllen! Lein. Winter ist so lang und keine Nacht, datz nicht eist Frühling, nicht ein Tag erwacht und Sonne wieder scheint auf schwarze Erde, - und brach auch eine Welt in uns entzwei, wir bleiben!dennoch ewiglich dabei, datz neuer Lenz auch unser Frühling werde! Wegen der Ueberfüllung des Berufs konnte ich bisher noch keine feste Anstellung erlangen. \ Obwohlcich Oberschlesienkämpfer bin —i am Weltkriege konnte ich wegen meines jugendlichen Alters noch nicht teilnehmen . bin ich jetzt auf Grund des Berufsbeamtengcfetzes aus der Liste der Preutzisclzen Beraassessoren gestrichen worden. Damit sind in einem praktischen Falle die Bemühungen eines Juden, einen anderen Beruf als den des Rechtsanwalts. Arztes oder Laufmanns zu ergreifen, zunichte gemacht, j Ich wert« mich dem kaufmännischen Berufe im Geschäfte müines Vaters zuwenden müssen. Ein Beispiel dafür, wie schwierig es heute für den Juden ist. neben der seelischen auch! die berufliche Umschichtung Z» verwirklichen, an der Uns nätional» deutschen Juden so viel liegt. Nicht um die Eristenzfrage für mich handelt es sich hierbei. Ich bin zufällig zur Zeit noch wirtschaftlich unabhängig genug, um den Verlust einer langen und kostspieligen Ausbildunge-zeit verschmerzen zu können. Aber es tränkt mich, datz ich jetzt gegen meinen Willen in den Laufmannsberuf gedrängt werde. Ebenso wie mir gehl es vielen Anderen. Man macht uns die Bevorzugung gewisser Berufe zum Vorwurf — und versperrt uns die anderen. Mein Fall betrifft die „höhere' Bergkarriere. Aber wie viele junge Menschen aus unseren Neigen würden gern die e i n f a ch st e n körperlichen Berufe ausüben, als Handwerker. Arbeiter, zumal landwirtschaftliche Arbeiter. Wo sind die Nichtjuden, die uns Arbeit geben? Denn Ghetto-Arbeit in einer jüdischen Siedlung, die. ja doch, nur zionistisch sein kann oder werden mutz, oder in einem jüdischen Betriebe, in dem wir i ichts von deutscher Volksgemeinschaft spüren. — diese Art Arbeit entspricht nicht unserem deutschen Empfinden^ Wollen. - der und Von Dr. fr i r2 Fabian> - *■ I-' 4 . - : bisher nicht besessen und besitzt ihn auch heute nicht. Den» s 0 n st würden sie den Zionismus in Deutsck land bekämpft haben, während sie ihn nicht nur duldeten, sondern sogar mit! der Seele und mit Geld unterstü zten. ie sich für die Ausmerzung der ratswidrigen Elemente einkesetzt in alljüdischer Befangenheit jeden Huden zlaubten, nur weil er Jude, wa 0 m - ine S 0 n st würden 0 st j ü d i l ch e n st haben, während sie schützen zu müssen ' Und' gerad p r o m i s s e und Prozentrechn und zu 50 °o Ju Volksgemeinschaft die inneren Leider dem jüdischen den Volksgemeinschaft heute gibt es keine L keine Vorbehalte, auch k >l na. nach der man zu 50 °o ul e ist. Nur wer sich ganz zur deu «kennt, kann als jüdischer Deutscher _ ertragen und hoffnungsvoll in die kunft schauen. Dieses Bekenntnis soll der deutsche Jude, nur seinem üichtjülnschen Volksgenossen gegenüber zum druck bringen. son «rn in erster Linie Dieses Bekenntnis ist leider stündlich. Es sollte es sein.. Deutscher schen >eute Zu nicht lAuslbst gegenüber, nicht selbst per» gegenr sich se 11