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Der nationaldeutsche Jude · 1933-10-01 · Nr. 4 (Oktober 1933) · p. Seite 9

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
12 (1933)
Issue
Nr. 4 (Oktober 1933)
Date
1933-10-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Hauptversammlung Eine <mf;e«er6«ntlt<be tza»»pt»«rsan»«»lung findet am vonnerrtag, den 26. Oktober (933, abend» 7'lit'fft, im S^flanfaitt 8«tif ^au», Berlin, Nollendorfplatz 3, statt. Augelaffer sind nur Tagesordnung: 1^ or d e n tI Satzijmgsc ndeningen. Berlin, im 2.) Neubildung^ der Verbandsvertretung, Entlastung des bisherigen Vorstandes. September Beriet d< 1933. ich e Mitglieder des Verbandes. s Verbandsführers, anschließend Aussprache. D.: Dr. S. Veeslaner. Bekenntnis derl Runden 1 selbst iinb seine Eigenart besar oberstes Gesetz auch oer!W irischa^ an Volk und Staat wurche. Wir gingen in den Beruf. Jetzt, endlil j sollten wir beuieisen dürfen, daß wir das Bild des neuen Deutschland in die Wirklichteit bannen konnten. Wir wüsten, datz wir zu einer jungen Generation gehörten, deren inneres Gesetz dem. was werden wollte, entsprach. Die nationale Regierung, der am 30. Januar 1933 die Geschicke des Reiches anoertraut wurden, verwirklichte in wenigen Wochen,. worum wir Jahre gerungen hatten. Roch ist vieles unvollständig, aber die Grund tsse eines neuen Deutschland sind sichtbar, eines Deutschland, wie wir Junge» etz in unseren Träumen und Plänen vor ui s gesehen hatten. Rur w i r sind ausgeschlossen: w i r dürfen r icht mithelfen am Neubau des Reiches, den wir selbst ersehnh für den bisher wir gelebt hatten. [ Wir würden kleinlich und selbstsüchtig se n, wenn wir dem neuen Deutschland, in deni das »Wall,n. einer ,ungen Generation zu einem groben Teil Wirklichkeit geworden rst. nur deshalb grollen sollten, weil es uns zuniichst auszuschaebe» scheint. Gerade »weil wir so una iflöslich mrt oem jungen Deutschland oeriunden empfinden wir unseren Aus ich I als andere, diie heute nur bt e ihres wirtschaftlichen Serns!b^l Aber wir tragen unseren Schmerz nicht sind, lub schwerer Grundlage droht sehen, auf die Strahe. Ueber den ersten Jichren unserer Schulzeit log der Schatten des grohen Krieges. Roch konnte unser Birstand die Bedeutung der Ereignisse, ihre Zusammenhänge nicht klar erkennen, aber dumpf empfände » wir. dab v>r als Jugend etwas Ungeheures, Einmaliges erleben durften, den Beginn einer Umwälzung, nach der nümand miede: das alte vor dem Kriege gelebte Leben würde fortsetzen könlien. Das alte Reich hrach zusamrttn. Mir stc nden Unter den Linden, als die Reste der grauen Regimenter durch das Brandenburger Tor zurückkehrter aus der Hk lle der Trichterfelder. Die Männer unter den Stahlhelmen sahen uns nicht, ihre Gesichter waren verschlossen, ihre Blicke in die Weite gerichtet. Zum ersten Male empfanden wir der Zusammenstob zweier fremder Welten, erkannten wir/ dah das wirkliche Deutschland auherhalb des damals neuen Stcates staiV. Uns überkaM etwas von der Einsamkeit der Front, die aus den Augen jedes zurückkehrenden jungen Soldaten sprach: das Herz sagte uns. dab wir zu ihnen «hörten, zu dem ,,heimlichen 'Deutschland", das im Staatswesen vion j lk lö keinen Platz hatte. I ' Wir fanden den Weg in di« Bünde der Jugend, standen in Reihe und Glied mit tausend dentscjen Kameraden^ sammelten Scharen deutscher Jungen um um», ihnen Deutschland in seiner wundervollen Vielfältigkeit zu zeigen. Wrr standen in regenfeuchten Rächten und ift «isiger Kälte am Feuer, um die Erinnerung an die Brüder von Langem.irck wachzuhalten, die für uns, für tin künftiges Deutschland gestorben waren.! . . Auf Universität und Hochschule rangen wir um die Gestaltung dessen, was in uns lebendig war. ohne schon seine Form gefunden .ru haben. In hesben Gefpräck en mit Freunden und Gegnern gewann in uns langsam das Bilb eines neuen Deutschland Umrib und Gestalt, in demj Jrhalt und Form — Volk und Staat — wieder einander eitsprachen. Noch war vieles unscharf.» aber klar waren die Grundrisse zu erkennen: Das neue Deutschland konnte nur Wirklichkeit werden, wenn qs sich wieder auf sich '"in und wenn ift der Dienst wollen das Mitleid i;er SB eil nicht: wir unsere Aufgabe'um so fester anpacken. Unsere Ausgabe: Heut» Heimat wieder zu gewinnen unserer deutschen Mitmenf zustellen, das zwMes» Me Viele von uns müssen, aus neu beginnen: sie werden aufhören, Deutschland zu Worte, die vor zehn Ja^ wollen unserem Volke als Bekenntnis zurief: haben wir aufs neue uns unsere den Weg zu bauen zu den Herzen das Vertrauen wieder hern eines Volles bestehen mub. Bahnen ihres Berufs geworfen, t wankend werden, werden nicht lieben. Wir sprechen heute die ren ein deutscher Arbeiter seinem. Nichts kanif uns rauben Liebe und «Glauben + zu dieseiy Land. ' Es zu erhalten ' und zu gestalten find wir gesandt. Mögen wir sterben, unseren Erben bleibt dann die Pflicht, es zu erhalten und zu gestalten — Deutschland st i r b t nicht. — eno — Erklärung des Verbandes nationaldeutfcber Juden zur Ztonütcn~Rcrolution (Durch die Presse verbreitet.) Der Prager Zionistenkongretz. der von deutschen Zionisten zwar nicht offiziell besucht, aber unzweifelhaft-beeinflußt ist. hat eine Entschliehung gefaht. in, der unverhüllt das Ausland»angerpfen wird, sich in die innerdeutsch-enVerhältnisseeinzumischen. Entsprechend den zahlreichen Erklärungen gleichen' Inhalts, die schon früher bei verschiedenen Anlässen von uns vor der Oeffentlichkeit abgegeben worden sind, .verwahren, wir nationaldeutschen Juden uns mit Entschiedenheit gegen jeden Versuch, durch Druck' des Auslandes die Maßnahmen der deutschen Regierung zu beeinflussen. Wir betrachten den jetzigen Zustand als eineiT Uebergangszustand. der nicht hätte eintreten können, wenn nicht gerade durch Zionisten und Zionistenfreunde das deutsche Volk aufs höchste gereizt worden wäre. Trotzdem, wir selbst gleich allen in Deutschland lebenden Juden unter den jetzigen Zuständen leiden, halten wir unverbrüchlich an unserer Zugehörigkeit zum deutschen Volke fest, und wir haben das feste Vertrauen in den gelunden Sinn des deutschen Volkes und der nationalen Regierung, dab in Kürze eine Lösung der deutschen Judenfrage gefunden wird, die es allen in Deutschland alteingesessenen, national bewährten und wahrhaft deutschfühlenden Juden ermöglicht, in voller Rechtsgleichheit an den Aufgaben des nationalen deutschen Staates mitzuarbeiten. Diese einzig befriedigende Lösung kann nur in Deutschland selbst ohne Einwirkung deutschfremder und zum Teil deutsche« ind licher Elemente gefundjen werden. V 9 :A

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