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Der nationaldeutsche Jude · 1933-10-01 · Nr. 4 (Oktober 1933) · p. Seite 7

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
12 (1933)
Issue
Nr. 4 (Oktober 1933)
Date
1933-10-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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r>erau8 aus der ßiqi Wie toar es dock so schön bequem kn bet liberalistischen Epoche, — liegt sre wirklich erst ein paar Moisate zurück? Jeder tat Seines. Was -er 9 ächste tat, nichts an. Man war ja so privat Wenn ein Herr Georg Bernhard öfseicklich verkünden durste, das, man zu Rekchstagswahlm. z» deutschen Neichstagswahlen nur vom jüdische, Slandvinkt aus seine Stimme abgeben dürfe, dann w»r eebe« Herr Georg Bernhard, ein sehr kluger Mann. Prosessor. Chefredakteur, Vorstandsmitglied des Centralvcrqins, fine Autorität, nicht wahr? Geistiger Landesverrat? Lächerlich! Ein jüdischer Antisemit war > lan, lvcim man so etwas aussprach. Ungestraft durfte ein Herr Tucholsky sein Machwerk „Deutschland, Deutschland über alles" heröff mtlichen. Wer die Illustrationen dieses Elaborate i in den Schaufenstern sah und dann nach der Hundepeitsch« griff, jat es vergeblich. Argumente mit der Hundepeitsche.'wäre, nickt liberal, nicht ,ihK AdftitvXAnt nA^AAftlwf« Kam « Ka«> emHcbkeit! ging den einen Pazifisten gedemütigt wurde. grohes edles/Dolk, vor dem!4 Jachre die Welt gezittert hatte, m seiner tiefsten Not yon eiiijer Horde .Individualisten" und Und sie fanden sich auch damit solche Entzu tun! „geistig" und auherdem oergeblrch. den, der „Verfasser" war ja doch niemals :u fassen. Ueberhaupt, wer teilte den, schon grdh rüktung? Man hatte doch „wirklich Wichtigeres'" Geschäfte, Sport usch. Wenn der. Verbiand nationaldeutschdr I, den bereits i», Jahre 1921 die Schliehung der deutfchensOstgrenzcn verlangte, wenn man die „Stirn" hatte, öffentlich im Jihre 1922, dem Inslationsjahr, qon einer „Ostjudmgefahr" zu schreiben, wie es damals in diesen, Blatte geschah.| dam wurde selbstverständlich Zeter und Mordio «eschrieii, und die Republik war in Gefahr! Das, überzeugte Frcmdnatii nale, Zionisten, in hohen preuhischen Regierungsstillen sahen und gegen den preuhischen Geist sündigten, konnte natürlich mtr ein so „kleinlicher" Verband wie der unsrige lemänaeln. Tonpngcbend wir die Asph< lt-De nokratie. waren die Zionisten mit ihrem östlichen Ai Hang und ihrem östlichen Geist, die Pazifisten, die Dejoitisten di« „Isten" aller Schattierungen. Die breite Mafh verharrte gegenüber dem Mahnruf Naumanns, gegenüber! seiner lnationaldeutfchen Bewegung im trägen Halbschlaf der satter Bequemlichkeit. „Gott, dieser Naumann!" Ei konnte ki, em wirklich auf die Nerven fallen. Was wollte | per Mann denn »eigentlich? Hatte man nicht d:n C. V.. tun fairosen Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaub« ns.! der es jahrelang so trefflich verstand. Judentum »,d Diutschtum so lange zu vermanschen, bis nu, ein Brei übrig bl eb. dien man schlucken konnte, ohne zu kauen? Deutsche, Rat onalgefühl. etwa gar Nationalismus? Uroerdauliche Grocken füv faule Mägen. Es war doch wirklich Neckisch gen,g. w« n» man seinen Mitgliedsbeitrag für ein, Organisation zahlte, die ans „deutschen Staatsbürgern" bestend. Sollte >,an an tknide gar arbeiten, womöglich an sich selrkt? Man hiltte dqch inj Geschäft genug zu tun. In Versammlungen laufen, die zum Deutschsein ausriefen? Da war es dich zü Hauie viel schöner, und ein Bridge- Abend ist viel bequener als ein komprömihloses Bekenntnis. Oder gar Dienst hm, sich schule,, sich vielleicht gar wegen seines gepflegten Jnd vidualismus. zu deutsch Disziplinlosigkeit, noch rüffeln lassen? In den Kaffees lierumsitzen ,nd geistreiche Gespräche mit wandelnden Oelgemäldcn führen, das konnten diese niodern bebrillten Gesichter, aber sich z, entschlösse! lein Einsatz der Person und zu mühs ckiger Arbefi für das Deutschbewiihlsein erziehen, gegenüber allem was »n »eutsch war. von den Herren vom Reickisbanner abwärts, das var viel zu. unbegucin. Schwarz-Röt-Gol >, — na ja Es war doch die Reichsflagge. Das; dieser tansndmal verfluchte Flaggenwechsel durch „Weimar" eine Gesi rnnngslosigkeit ohnegleichen war. gegen den es nur Empörung, nochmals Empörung und immer wieder Empörung gab, woll e man natürlich nicht wjrhr ha«». Wer schon weit ging, zuckte gerade noch die Achseln: „Es war eben eine Dummheit, und man muh such jetzt damst abfinden." Und so fanden ie sich ebeir ab züliebs ihres Bauches, zuliebe ihrer Bequemlichkeit, fanden sich ab!mit altem, was faul und morsch war. billigten es zwar- Nicht, aber waren eben zu schlapp und zu t:äge, um dagegen! anzügechen, dah ein „Neutralität" in Kampfzeiten ist mit Drückebergerei, mit Feigheit, ab, dah jüdische Defaitistm sich darunter befanden und das grohe Wort führten, dah sie sich ungestraft als Vertreter „der deutsckien Juden" aufspielen durften. Und jetzt hohen sie da. diese Lauen, allzi. Bequemen, die im Grunde khies Herzens dieses Treiben stets, mihbitligt hatten, deren Schwäche und Fehler aber darin lag. nicht erkannt zu haben, dah ihr Schicksal nür von ihnen selbst geschmiedet werden konnte, dah geradt von ihnen doppelte Aktivität, dreifacher Einsatz für Deutschland verlangt' werden muhte, weil sie Juden waren und weil „ihre Leute" besonders aufficlcn bei dem zügellose» Treiben zum Schaden Deutschlands.- Jetzt stehe» sie da, fassungslos, dah dieses dentsck>e Volk erwacht, sich reckt, die' Motten aus seinem Gewand schüttelt, die sich in den Jahre» der Finsternis dort eingenistet hatten, »nd sie können es noch heilst: ggn; und gar nicht verstehen, twh sich der >14 Jahre lang aufgespeichcrte Zorn und Jngrimni nun auch gegen sie und gerade gegen sie entlädt, die sich doch mit dein Treiben der Schmutziane ynd Verräter gar nicht identifiziert hatten. Kommt ihnen vielleicht jetzt doch die Wahrheit des Spruches zuiln Bewuhtsein. dah die Lauen ausgespieen werden? ' Begreifen sie jetzt, das, stets gleichbedeutend mit Verrat? - Und wir haben Kampfzeite». seit dem 1. August 1914! Es war ein verhängnisvoller Fehler der Mehrheit der deutschen! Juden, zu glauben, dah die Zeit der vorkriegs- , mähigen Behaglichkeit, der bürgerlichen Beschaulichkeit zwischen den Trüfnmern des Vaterlandes wieder aufgcbaut werden könnte. l Für »ns »atioualdeutschc Juden waren die ganzen 14 Jahre unter dem „Snstein" ein einziger Kainpf, ein Kampf unserer deutschen, aktioistisch deutschen Weltanschauung gegen Kapitulation und Unterweisung. und wir kämpften Seite an Seite mit uiiscren arischen Volksgenossen. Aber wir blieben zu Wenige: die Faulen, die Feigen, die Unentschlossenen. die ewig „Rücksichtsvollen" waren die, Mehrheit. Und jetzt, wo das. was auch wir hahten und als undeutsch bekämpften, versunken ist. verlangt das Schicksal, das auf vorgezeichneten Bahnen dest Entwickelung seit Jahren nahte, auch von uns nationaldeurschen Juden den Kampf um die Wiedererringung unserer seelischen Anerkennung. Werden wir auch in biesclin Kampfe wieder allein bleiben? Haben die deutschen Juden ^jctzt endlich verstanden, dah die Zeit der Ichsucht, der spiehqrhaften Bequemlichkeit, für immer vorbei ist? Wir müssen heute ganz! von vorn anfangen, »nd jetzt werden hoffentlich mehr Juden als früher begreifen, dah man. wenn man aus den > Bezirken des Centralvercins und anderer alljüdischer Veranstaltungen kommt, das Deutschtum nicht ersitzen kann, sondern erarbeiten muh. Dah wir nur dann unseren Kindern eine deutsche Zukunft werden erringen können, wenn wir alles, alles Schlackenhafte von uns tun. alles lBeaueme abstreifen, wenn wir alle zu Kämpfern werden. Männer aus einem Guh. Männer im Geiste der Nationalsozialisten, die aus einer Bewegung von sieben Mann zum deutschen Volke sich durchkämpsten! Bon den Nationalsozialisten müssen wir lernen. SA.-Geist muh in uns herein. Freiwillige Unterordnung, statt „gepflegtem intellektuellen Jjidioidualismus". Disziplin statt Kritik und Besserwissen! Die flammenden Takte des Zohenfriedberger Marsches müssen! Unserer Jugend Herzen entzünden, nicht näselnde Musiklaute.; Keine schwäche darf es mehr geben. Nur eiserne Seelen, zähe und nicht zu entmutigende K!ämpfer werden unseren Kindern eine deutsche, nationale Zukunft zimmern können. Deutschbewuhtc Juden, dieses Ziel ist es wahrlich wert, dafür gelebt und gekämpft zu haben. Opfert Euer „Ich", versaget Euch nicht länger, gliedert 'Euch unserer in 13 Kamvfjahren gehärteten Bewegung an. marschiert in gleichem Schritte mit uns in unerschütterlichem Glauben an unsere belutsche Zukunfts ' W. H. Pendel für die Winterhilfe 4 i_

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