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Der nationaldeutsche Jude · 1931-09-01 · Nr. 9 (September 1931) · p. Seite 8

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1931
Issue
Nr. 9 (September 1931)
Date
1931-09-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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)er Tätigsten dem Arbeitsaussciuß schuf.' Vom ersten Tage an war er Mit Am 23. August dieses Jahres stjrrb, Pon einem Herzschlage plötzlich dahingcrafft, derSch a tz. m c i st e r unseres Verbandes Verlagsbrrchhandler Goldsehinidt« Sein Name ist mit der Geschic )te unserer Bestrebungen untrennbar verknüpft. In seinem Verlage erschien im Jahre 1920 die Broshüre »Vom nationaldeutschen Juden", die cn äußeren Anstoß zur Gründung ursercZ Verbandes gab. Hans Goldschmidt gehörte als einer an, der unsere Satzung und unsere ersten Flugschriften glied unseres Vorstandes, verwaltete er mit vorbildlicher Sorgfalt und Umsicht das Amt des Schatzmeisters. Unsere Geschäftsstelle arbeitet in Räumen, die er großzügig zur Verfügung sch mi dt, bei keiner unserer Sitzungl n o oder —.zumal in den letzten Jahren stellte.' Seit dem Gründungstage hat Ha Äs Gold. )cr Versammlungen gefehlt, sofern ihn nicht eine Reise nes Lebens — die leider unaufhaltsam fortschreitende Der.Verband national!» einen Füh-rer und Fö.röerer, einen Freund, der durch die schlichte Hüte Ehre dem Andenken dieses deutschen sc Krankheit fernhielt. In unseren Vorftandr sitzungen fielen die unbestechliche Klarheit seines Urteils und sein praktischer Sinn oft efttscheilend ins Gewicht. Und mehr als einmal hat gerade seine bei aller Verbindlichkeit der Form unbeirrbare Gradlinigkcit der Gesinnung, sein zähes Festhalten an dem^ was er einmal als richtig erkann hatte, den Versuch vereitelt, unsere BestreVungen durch Kompromisie zu verwässern oder vom acra )cn Wege äbzulenken. eutscher Juden verliert in der kaum zu ersetzen sein wird. Hans Goldschmidt Wir Vorstandsmitg lieber, die wir in zehnjähriger Zusammenarbeit ihm nähertreten durften, verlieren in ihm auch eines Wesens unser aller Sympathien gewonnen hatte. Mannes. .. Der Vorstand. Bücberfcbau. ft ti enorm* t h° auf Höre Israel! und Hör« Nicht-Israell, von Const a Brunner (Verlag Gustav Kiepenheuer, Berlin. 193!) Das ist, um ein altes Bonmot zu roiederholeji, en gutes Buch, das ganz außerordentlich schlecht ist. >Ein . Buch, weil es in Formulierungen von höchster Eindruck s wiederholt und zusammenfaßt. was in den Schrifter nationaldeutschen Juden seit 10 Jahren von Juden und juden immer wieder «ingeschürft worden ist. Brutmer wie alle nationaldeutscken^Iudm. auf dem Standpunkt, durch unklares^ »chanmos naives, treues und veilchsndu" Verhalten der Zwifchenschichtler, die das Deutschtum im Munde ftihrar, die Errungenschaften der sog Emanzipation heute verschüttet sind und daß es die Zeit ist, sich rialliHslos und gelöst vom Wortzwatzg wahre Emanzipation, £ic Sekbstemanzipation. zu best i 2m zweiten Te«e seiner Schrift findet er sehr, tref Worte gegen die sinnlose und gefährliche Ideologie „deutschvötkischen" Nichtjuden, deren Treiben er! mit Herenverfokgungen des Mittelalters gleichsetzt. Trvtzdertz schlechtes Buch, weil 'es — wie alles, was Brunner in letzten Iahren geschrieben hat — ein typisches „Emsiedlett ist, das Werk eines.Mannes, der sich gegen die Realst der Umwelt geflissentlich abkapselt und der von der phanta hochmütigen Vorstellung ausgeht, ein Prediger in könne schon durch die Macht seiner Ideen in die fer geschäftiger Tatsachenmenschen hineinwirken. Durch diese abgeschkossenheit beraubt sich Brunner jeder Möglichkeit praktischen Wirkung. Es klingt wie ein schlechter Pitz, er dem Centraloerein, deutscher Staatsbürger; jüdss, Glaubens, dem er mit berechtigter Schärfe und unübe barer Deutlichkeit vorwirft, „in der Emmyipatipn zst gekommen zu sem und Kehrt gegen sich sewft gemacht haben", an anderer Stelle väterlich eröffnet,' er setze doch ihn für die berufen, „mit ie 3uhntft große Hoffnungen mit der Sekbstemanzipation der und halle ihn Juden den er t Fä^di^SchrifÜ^^^V^«üwörtlichHr. Walter Lauser, tz Druck von Rob. Rohoe Rchflg-, Berlin W. tzü. Kür HercuL deutsch« Juden, Wiep Anfang zu machen^'. Wenn der Einsiedler Brunner sich einmal entschließen könnte, aus seiner Klause herauszukommen und sich diesen Centrakoerein, seine sogenannten Führer und seine noch sogenanntere Jugend mit offenen Augen anzusehai, müßte er gerade er. erkennen, daß aus diesen Kreisen zu dumpfer Selbstgefälligkeit erzogener Spießer auch für die Zukunft nichts anderes zu erwarten ist, ats Rückschritt Iinü» immer weiterer Rückschritt. „Es kommt manchstnal nah heran, als wäre er der Centralverein der lüdrschen Staatsbürger des Glaubens, Deutsch« zu sein". Solche Wotte und dennoch »Goffimng"? ,^i,e Irrwege Constantin Brunners sind nicht von ihm selbst verschuldet oder doch nur insofern, als er Anderen zu viel Emfluß auf die Form seines Wirkens einräumt. Es hat sich um den Propheten «ine Gemeinde von Jungem gruppiert, redebeflissenen und zum Teil recht redegewandten Theoretikern, b«, denen mcht nur am Anfang, sondern auch am Ende das Wort ist. nichts als das Wort. Sie habm aus dem grundkhrlrcheii und von Hause aus bescheidenen Philosophen einen „Merster gemacht, begrüßen jedes seiner Worte, mag es auch nur längst Bekanntes in glücklicher Prägung wiederhol". als eine unerhört« Neu-Entdeckung und Offenbarung, und!«e selbst spazieren unter den minderwerttgen Weltkindernt diu handfeste^ Aufbau-Arbeit zu leisten versuchen, mit dem überlegenen Lächeln derer, die im Besitz« der letzten Heilswahrhei^smd. umher. Herr George Götz, der Schriftkeiteil der IWM-Liberaken Zeitung, mit dessen überheblicher VerwoireMM wnr uns an anderer Stelle dieses Blattes beschaftigErnussen. gehört zu dm „Brunnerianern": das mag zur Kmnzeichnung dieses Kreises genügen. Wenn die Fülle des Wissens und Erkennens. die in Constantin Brunners Schriften heute noch leider brachliegt. dem daitfchm Volke praktM nutzbar .gemacht werdm soll, muh es des „Meisters" ersto Aufgabe sein, dm Kreis der wettfvemden Schwärmer zu durchbrechen, die ,hn von den SchauMtzen der prallifchen Arbeit abriegekn. —sen. Berlin; Verlag: verbiß Nationaldeutscher Juden L. «., Berlin «. 8ü" 'gäbe und Schriftleituug in Oesterreich verantwortlich: Berband natlmal-- ll. Praterstögtze »4. Zimmer ' klÜtMtti tili sehr iutes traft der ‘ lichlsteht. daß ies" ndig ten höchste die men. ende der deir ein dm wert äten ttsch- LZüste SÄfe Wektemer vemi Mn ü bietrückr» auf für isten Her« »gäbe

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