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Der nationaldeutsche Jude · 1931-07-01 · Nr. 7 (Juli 1931) · p. Seite 8

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1931
Issue
Nr. 7 (Juli 1931)
Date
1931-07-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Ausbau des Fünfjahresplanes gegen entsprechend«! Mengen russischen Naphthas für die französische Marine emMtanschen... 2m Hintergründe des Pariser Verhandlungssaales aber sehen wir eine ganz andere Frage auftauchen, die allerdings für uns von grober Wichtigkeit ist: Wird der im Trübes „Pilgrim des Friedens", dem soeben erst Donalds schnellem Eingreifen — der schon am zappelnde österreichische Donausalm davonschwamm. Briand nicht die schöne Gelegenheit ergreifen, geübter Hand sein Netz nach einem noch fetteren zuwerfen.? . . . Weniger metaphorisch ' und rem ausgedrückt: Wird' der französische Auhenminister fischende dbnk Mac Angelhaken wird um mit Ifang aussachlich mit den Sowjetbcauftragten ein „Kompensationsgeschäft" apfchlietzen: einer Ostim Druck Streichung der alten und Zeichnung neuen Nussenanleihe gegen das. locarno? Vielleicht sitzen, wenn diese Zeilen erscheinen, die russischen Geschäftsträger schoy im Kteml und ziehen schmunzelnd eine Akte aus ihrer Mappe hervgc — den „Pariser Vertrag". Artikel 1 wird lautest: ,Die befreundeten Regierungen der Sowjetrepubliken einerseits, K-, Republiken Frankreich und Polen andererseits, sind überei' gekommen . . ." nsw.— ufn>. Indessen wird auch unser-Botschaftet Drrcksen im Vc zimmer des Kreml sitzen, sorgfältig mit beiden Händen ein Mappe auf den Knieen haltend. Darin ruht, unterschrieb- und besiegelt, die Akte über die Erneuerung des Berlin Vertrages vom 24. April 1926. Nichts ist darin geänder nur eine einjährige Kündigungsfrist bei und. schränkt laufender Dertragsdauer. ist „eingebau: worden. Diese Klausel ist illusorisch — aus Gründen der Log die wir oben dargelegt haben. Man hat vergessen, de Vertrag ein Kodizill anzufügen des Inhalts: „Die Regien,: der Sowjetunion verpflichtet sich, den vdn ii vertretenen Grundsatz, alle den Sowjetrepu bliken nicht nützlichen Staatsverträge sei« ungültig, auf den Berliner Vertrag nicht au zuwenden". — Aber auch dieses Kodizill würde ja schlie -lich nur eine Illusion sein . . . kückersckau. Der Kampf um die deutfche Aubenpolitil votz * * * «Paul List Verlag, Leipzig 1831). > Der drollige Versuch eines Anonymus. autzetipolitische Probleme' in der.Weise zu behandeln, datz über jebeis Thema ein „Für"- und ein „Wider"-Aufsatz ohne Kommentar einander gegenübergeilelll werden. Sozusagen Gustav Freytags „Schmock" oder Arthur Schnitzlers „Fink und FliErbusch"f auf wissenschaftlich. Der Verfasser -meint, „nicht nur dem auszenpolitüchen Interessen des Einzelnen zu dienen, j sondern auch ein Hilfsmittel bieten zu können für die autzeyrjolitische Schulung durch Parteien und Bünde, politische Kölligs und Seminare". — Möglich, dab jemand, der..nicht viel von Politik weitz, auch aus diesem Buche etwas lernen kc nn. Für unterrichtete Leser bleibt es ein^ sonderbarer S »atz aus 425 Zeilen, dem der Verlag — nicht weniger sonderbar — eine Ausstattung gegeben-hat. wie sie notwendigeren Büchern zit wnwchen wäre. Nt. N. „Legitime" und „Illegitime" Geschichtsschreibt« chg von Wilhelm M o m in s e n (Verlag R.. Lldenbourg, München und Berlin 1930). , I Glänzende und überzeugende Polemik des A^rburger D rdinärius der Geschichte gegen den Pseudo-Historiker! E m i l Ludwig (jetzt auf eigenen Wunsch wieder. Emil Ludwig Kohn genannt). Mommsen stellt fest, datz Emil Ludwig „stets alles auf eine ziemlich äutzerliche und primitive, den Kern der Dinge nicht fassende Formulierung bringt" ung datz er „höchstens mit den Problemen des geschichtlichen Und des gegenwärtigen Lebens spielt, aber nie in innerem Lryst mit ihnen ringt". Diese Sätze kennzeichnen mit nicht ^u überbiclcnder Klarheit das Wesen dieses Feuilleton-Gcffchichtsklittercrs und erklären zugleich seinen Erfolg bfi! einem Publikum, das seine politischen Ansichten aus dem Berliner Tageblatt" und der „Weltbühne" bezieht. [M. N. Statistic of Jews 1931 und The comiminal of the Jews in the United States von Harry ficId «"Verlag des American Jewish Committee, 1930 und 1931). . Sehr auf-chlutzreiche statistische Untersuchungen Verteilniig der Juden in der Welt und insbesonder VereinigteiiStaaten. In New Bork allein 17651 auf eine Mstmitbevölkerung von 6955084, also orgj nization St« iilii ob fast V Die wirtschaftliche Krise der deutschen Juden Alfred Marcus «Verlag Georg stille, Berlin Das; die allgemeine Wirtschaftskrise die deutschest besonders schwer trifft,.beruht nach den Überzeugente kegungen des Verfassers darauf, datz der Handel, schaftliche Kern der jüdischen Betätigung, durch n wirtschaftliche. Drganisationsformen mehr und m geschaltet wird. Der Verfasserempfiehlt folgericht Berufsumschichtung. Diesem Vorschläge können wir c wägungens die autzerhalb des wirtschaftlichen Gebietes nur zustimmen. - w m Dr. eui iu h Adolf Hitler Wilhelm lll. von Weigand o. D berA «Ernst Rowohlt Verlag, Berlin 1931). scharfe Attacke eines ehemaligen Anhängers geg, dem vorgeworfen wird, seine eigene Vergangenheit v zu haben und ein Wilhelm lll. geworden zu sein, fasser sieht heute noch im Nationalsozialismus Deutschlands, aber der Fanatismus, der heute noch für Hitler schwärmenden Jungen herrscht, ist ihm „e. ohne^InhalLS^Di^NSDWP^is^eineParteUgewo Für die Schriftleitung verantwortlich: Dr. Walter Läa Druck von Rob. Rohde Rchflg., Berlin W. SV. — Für deutscher Juden, —■»- . LinwDork «J De: diaii nt e me :d er die in den Juden 30 »o! . N. 131). Juden ikr Tarhes wirtwelt- 2USeine asts Erliegen, kr. i. 11 e.n Hitler, :r eug'net Ver- Heil r den Hülse m wie jede andere. Das hat ihr den Stachel genommen. Man ka-:-i mit ihr kuhhandeln, das genügt". Ein 'lesenswertes Buch für jeden, der den National sozialismus nicht, wie leider viele Juden unter Führung des „bewährten" Eentralvereins, nur als eine besondere Crscheinungsform des Antisemitismus ansieht, sondern in ihn das Streben — ein nur in der Form noch verirrtes Streben nach einem neuen und besseren Deutschtum erkennt. M. N. „Deutsches Blut für Frankreich" von Georg Widen bau er (Verlag R. Oldtnbourg, München und Berlin 1931 >. Eine zum Teil erschütternde Schilderung der Zustände in der französischen Fremdenlegion, erschütternd gerade durch die vor jeder Sensationsmache und Ilebertreibung zurückscheucnde Sachlichkeit, die auch dem unversöhnlichen Gegner Gerechtigkeit widerfahren läht. „Planmätzige Aufklärung der deutschen Deffentlichkcih Berufung auf das vaterländische Pflichtgefühl und das Nationalbewutztsein" sind die Mittel, dje der Ver fasser empfiehlt, um der Legion „allmählich das Wasser ab' zugraben". Möge das Buch seinen Zweck erfüllen! —sen. „Ich bitte «ms Wort zur Geschäftsordnung"^ von E. P aqu in (Selbstverlag des Verfassers, Kofeli.Rheimand». Ein recht brauchbarer Leitfaden für jeden, der sich mit der Versammlungstechnik vertraut machen will. L .Pogrom." Ter zähneknirschende jüdische Steuerzahler fragt sicki manchmal: was leisten die jüdischen Gemeinden für unser Geld? Als Beitrag zur Beantwortung der Frage diene das nachstehend wörtlich wiedergegebene Schreiben: P o l ch . den 7. Juni 1931. Synagogen-Eemeinde Polch (Rheinland). Till. Der nationaldeutsche Jude Berlin. Wir-wundern uns sehr, datz Sie bis heute in Ihr Zeitung noch nichts von dem schrecklichen Raubüberfall, d am 29. April d. I. auf unser Gemeindemitglied Siegmu, Herz, Polch, verübt wurde, berichtet haben. _ Damit Sie über alles Wissenswerte in dieser Sac« genauestens informiert sind, lassen wir Ihnen.in der Anlage einen Sondernachdruck des Zeitungsberichtes folgen, ui i bitten nunmehr, das Versäumte nachholen zu wollen ui den Artikel, in Ihrer nächsten Nummer zu bringen. Hochachtungsvoll Synagogen-Eemeinde Polch Erbitten eine Belegnummer! Der Vorsteher: Anlage: L. S. gez. Benno Fabe. Die Anlage des Schreibens ist ein zwei Spalten lang Abdruck aus der Münstermaifelder Zeitung, in der hoci dramatisch geschildert wird, datz „ein Viehhändler aus Pol«! " auf der Landstratze angefallen und beraubt worden s« Dafür, datz der Räuber das Geld nicht genommen häti wenn der Viehhändler kein Mitglied der Synagoge Gemeinde Polch gewesen wäre, scheint weder die Münstermc selber Zeitung noch der Herr Gemeindevorsteher Fabe bc gründete Anhaltspunkte zu haben. Immerhin, die Polcher jüdischen Mitbürger wissen jetzt wofür sie Gemeindesteuern zahlen. Sollte es nicht n o i gröbere Gemeinden geben, in denen ganz ähnlich „der Ani: semitismus bekämpft" wird? Berlins «erlag: Verband nationaldeutscher Inden E. «., Berlin W SS. f- ""gäbe und Schriftlettnua in Oesterreich verantwortlich: Verband national n Praterstratz« 84, Ammer 22. r

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