Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 4 (April 1931)
- Date
- 1931-04-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Zehn Zahre Verband nationaldeulsch er Zuden. -Ani 20. März 1921 ist der B e r b ajn d n a t i.o n a l d c u t s ch e r u b c n gegründet. Die Notzeit, die unser deutsches Volk heute durchlebt, und die Verkennung, der auch die deutschesten de jüdischen Deutschen heute noch misgesctzt sind, loqscn cs nicht angebracht erscheinen, Jubel-Feste zu feiern und i. Selbstlob zu schwelgen. j ■ , Wir haben vor zehn Jahren gewußt, daß wir die Jahrtausende alte, auch dt^rch jüdische Torheit immer wiede angcfachte Iudcnfcin^schaft nicht Iw ein paar Jahren ausrottcn würden. Und^wir wissen heute wie damals, de noch viele Jahre vergehen^werden, ehe per. vdß uns in deutsche Heimaterde gepflanzte Baum feine Früchte trag:. -Aber cs ist u u s c r u n c r s ch ü t t c r l^i ch c ri G l a u b c heute wie damals, daß u n s e r e A r b c i. nicht verloren i st und d a ß c i n st unsere Kinder die Früchte ernten werden. Die Fudcufragc ist nicht durch »Bekämpfung des 'Antisemitismus'" zu lösen, nicht du». 'Angriff oder Verteidigung gegen wirkliche oder vermeintliche Feinde, sic ist nur der Lösung nähcrzubringcn durhandfeste. unverzagte, unverdrossene 'A r b c i t, durch -Aufbauarbeit auf dem Bode n der Tatsachen, durch -Arbeit mit dem B^lick in die Zukunft unter Verzicht auf die billigen Scheinerfolge d.cs -Augenblicks. 1 - . > Das dcutsche Volk, dein wir iniit Leib und Seele gehören, ringt schwer um die eigene Zukunj,. Viele Jahre werden noch vergehen, bis cs, sich ^selbst gefunden hat. Die deutsche Zukunft ist a u a, unsere Zukunft. F ü r D e u t s ch k a n d wirken wir, indem wir weiter arbeiten im Geiste der drei Leitsätze unseres Gründungs-Programms: Versländigiingsarbeil nach außen! ' . .Lrstehungsqrbeit nach innen! an der Fugend! Der Vorstand. ' Entwikkelun^gearbeit tt Die grskse Sache.“ die Hand ch lesen Wirten Wenn ich ein Buch von Edgar Wallace in nehme, dann weih ich ungefähr, welches, Genre werte. Man kann über Herrn Walläce und desfem ver'änedener Ansicht sein. 2ch versönlich finde keinen Geschmack an 'einen Büchern. Jedenfalls aber war ich bisher , der Nieinnng, dab Lballace keine Konkurrenz gröberen 'iirailcn brauche. Nachdem ich aber das über 400 terr» -eilen narle Buch „Die grobe Zäche" von r i ch -.i.i» ann gelesen habe, muhte ich diese Meinung Auf'jeder -eile iail kam ich in Pcciuchung, auf schlagicile nachzuichen, ob ich mich nicht doch im Na i Autors geirrt hätte. Aber wirklich, es rvar von Mann, 2ä» hülle nun diese; höchst zweifelhafte genau so in die weitmöglichste Ecke erpediert. wie bei einem 'kleiner von Wallacc machen würde, wen nicht zwei Zähe davon abgehalteü hätten.. Zwei Zi injch seinerzeit zum Kauf dieses. Buches veranlagt tiito gros; und deutlich auf der Uiufchlagfeile gedrucl: . „Heinrich Mann hat in seinem neuen Nomm ii»- > e r e E v o che mit derselben Souveränität d a r g e i wie einil im „llnlcrlan" die kaiserliche Zeit. Eiue Enthüllung der Korruption un-crer modernen Politiker undWiinsckzastsführcr — eine Darite11ung d c s Eristcnzka der jungen «ü e n e r a t i o n". Dicie beiden Zähe waren es, die mich grenzenlos citzpörten. Dieic paar Zeilen brachten'es fertig, dag ich mich njunenlo's schümle, mich schämte als Deutscher, dah ein deutscher der für sich beanspruchen will, als ein deutscher gellen, das; dieser Mann es übers Her; bekommt, arlig widerwärtiges, unwahrhaftiges Bild von unierijn deutschen Politikern und der jungen deutschen Generation zu cntwerfen.! Dieses Buch, das uns 20—30 verschiedene Men'ckzen vom :tiUj zu «vierhun Hein ändern, t er Uinnen des Heinrich Kunslwcrk ich das ' in mich -sitze; die hatten. >n p f e s Mann, Dichter zu - in der- Porticr bis hinauf zum Reichskanzler zeigt, sollte ein Spiegelbild Deutschlands fein? Die'e Menschen, vor denen einer immer ein gröberer Zchweinehund, ein gröherqr Der breckzer iit^'als der andere, die Frauen jede eine noch Hure als'die andere, diese Menicben sollet Vertreter der Politik und die Vertreib wirklich gröbere n die r de r jungen Generation sein? Das, was uns Herr Mann vorsetzt, das sollen wir, das soll das ganze Ausland als „unsere Epoche" ansehen? Weh dir, arme; Deutschland, wenn es so um dich bestellt wiste! Aber, Gott sei Dank, cs ist nicht jv. Hier iit nur ein Mensch am Werk, der von »» und von unserer Zeit ein furchtbares, ein ekelhaftes Zerr bild entwirft. 2ch weih leider recht gut. wie namenlos schwer der En slcnzkampf der jungen Generation ist: ich selze auch die Kor ruplion, die nach dem Kriege in Deutschland, aber nicht nur in Deutschland, überhand genommen hat. Aber mit allen im; erdenklichen Mitteln sollte man sich gegen einen Menschen, und sei er auch ein verdienstvoller Zchriftsteller, wehren, wem: er es wagt, uns als Reichskanzler, den höchsten Beamten nach dem Reichspräsidenten, einen Herrn, wie er hier ge schildert wird, zuzuschieben. Wir müssen uns wehren gegen einen Menschen, der cs mit fehlem Gewissen vereinbarkann, uns ein sv beispiellos widerwärtiges Bild einer jnnge.i Generation zu zeigen, die nur aus Mördern,. Dirnen ni: gemeinen Verbrechern bestehen soll, einer jungen Generativ die über Frcundsckmft, Ehre und alle ethischen und moralischen Begriffe hinweggehcn und nur das eine Ziel kennen toi;: Geld, Geld und nochmals Geld. Es gibt — leider — . a,iüdiele Menschen, aber gegen die Verallgemeinerung dieses-Tiip - durch derartige Bücher müssen wir in aller Oeffenilichkei: Protest entlegen. , Die junge deutsche Generation kann Ihnen, werter Herr Mann, Gott sei Dank, mit bestem Gewissen Ihre eigenen Worte cnlgegensctzen: Die „grobe Sache" eristicrt nicht, die erfindet man. Wirklich sind Eurc He r z e n — d i e noch gesund sind. Der Eindruck, den 2hr Buch erwecken muh, straft die Gesundheit der Herzen, die Sie uns freundlichst zubilligen. Lügen. Aber e; gibt r Deutschland eine Jugend, deren Herzen wirklich gesund >md. und für diese Lugend gibt es auch eine grobe --ache, die nicht Geld und Schiebertum ist, die Sack: unserer^dculschen Zukunft, die uns zu wert ist, um — sei c auch nur literarisch — in Frage gestellt zu werden. Und dies-, wirklich deutsche Jugend spricht in Umkehrung Ihre. Worte: Die grohe Sache errstiert, man braucht sie nicht zu erfinden. Denn wirklich sind unsere Herzen, die noch gesund sind! O. U. Für die Schriflleitung verantwoitlick: vr. Walter Laas Druck von Rob. Rohde Rchslg-, Berlin W. 35. — Für deutscher Juden. er Berlin; Verlag: Verband nationaldeutscher Juden E. V„ Berlin W 35. - Herausgabe und Schriflleitung in Oesterreich verantwortlich: Verband national- Men H, Praterftratze 34, Zimmer 22.