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Der nationaldeutsche Jude · 1930-08-01 · Nr. 8 (August 1930) · p. Seite 8

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1930
Issue
Nr. 8 (August 1930)
Date
1930-08-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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dmgang mit Iüdischnationalen. Angesichts der im November d. 2. stattfindenden Neuwahlen zu den »jüdischen Eemeindekörperschaften «Repräsentantenversammlungen und! Preußischer Landesverband» ist es von Interesse, wie sich die bisherigen Repräsentanten der deutschen Richtung zu den Jüdischnationalen verhalten haben. Wir .haben »choit oft, darauf hingewieseir, daß es zu der Z i o n i st'en w i rt ich a nt und Lion i st en Herrschaft, die heute ein Kenmeichen vieler Gemeinden, insbesondere der Berliner Gemeinde ist. nicht hätte kommen können, wenn nicht die desttschgesinnten Repräientanten, fraktionsmäßig meist „Liberale". Leibst in den kritischsten Augenblicken immer wieder scheu gohabt hätten, den jüdischnationalen Machthabern mit der DeUllichkeit entgegenzutreten. die auch einer parlamentarischen Minderheit, wenn sie nur zielbewußt ist, Erfolge bringen kann. Ten Jüdischnationalen selbst ist es von ihrem Staiidpunkte aus nicht zu verdenken, daß sie ihre Macht im sinne einer s y st e - malischen Entdeutschung ausnutzen: rber den deutschgejinnten Repräsentanten kann der Vorwurf nicht erspartwerden,daß sie durch ihre -ständige Verbeugungs-. und „Befriedung s" - P o l i l i k diese M a ch t e nt fa ljt u n g der Undeutschen ermöglicht und .mittilbar geförderthaben. Ein sehr bezeichnendes Beispiel für die Richtigkeit dreier unserer Auffassung liefert uns jetzt der jüdischnationale Gemeinderepräsentant Goslar,. Preußischer Ministerialrat und Preußücher Regierungs-Pressechef, in hinein Leibblatt. der.. „Jüdischen Rundschau". Er 'schreibt einen in seiner Art wohlwollenden 'Rachruf ,auf .den verstorbenen der, wie des soge- und zu den deutscher der Iewisb die er nach, gegen die liberalen Repräsentanten Hugo Ostberg, man sich erinnern wird, zu den Gründern nannten ,.Aktions - Ausschusses deutscher Juden" Verfassern und Unterzeichnern der „Erklärung Jude n" gegen die Irreführungsversuche Agency uiw. gehörte, lieber eine Unterredung, Veröffentlichung der Erklärung und nach den Erklärung von' jüdischnationalcr Leite arran perlen Entrüstungsrummel mit Ostberg hatte, berichtet Hqrr Goslar wörtlich: ,Ostberg selbst .... litt seelisch tj> nter den Folgen des Aufruses außerordentlich.! Er wollte diesen Kampf nicht und sann emTig ü b e r! d i e Möglichkeiten nach, die jüdisch^ Atmosphäre in Deutschland wieder zu befrieden. Er führte eine Aussprache mit . m i r h e rb e i empfand absolut eindeutig, daß, wenn er ei Mal vor die Frage gestellt gewesji ob man di e .A ktion des A u f ru fe5 Form veranstalten i o I Tc, diese itegativ ausgefallen wäre, wie denji höchstwahrscheinlich die vorherige einer 'Aussprache mit ihm das kommen des Aufrufs vereitelt habeln würde." «Sperrungen zum Teil von uns vorgenommcn. Die Schrift!.) Wir müssen uns natürlich zu Hugo O.st b e rg> selbst heute die Zurückhaltung auferlcgen, die «idem Totest gegenüber Ich Ljn zweites e n wäre, in dieser Antwort überhaupt M ö g l i ch k e i t Zustandeselbstverständlich ist. Aber das kann und darf uns nicht hindern, das Typische und Beweisende des Falles zu unterstreichen. Herr Ministenalrat Goslar ist ein äußerst unklarer und verworrener, aber zweifellos ein durlhaus ehrlicher Zionist. Es muß also davon ausyegangen werden, daß er über das Verhalten Ostbergs m der fraglichen, von Ostberg selbst gewünschten Unterredung wenigstens subjektiv' richtig referiert, daß also Ostberg de in jüdischnationalen Gegner Dinge gesagt hat, die dieser als Ausdruck der Reue über den einmal bewiesenen deutschen Mut auffassen konnte. Und daraus ergibt sich über die persönliche Leite des Falles hinaus das, was die wirklich deutschfühlenden Juden sich für den kommenden Wablkampf merken müssen. Hugo Ostberg war unter den liberalen Gemeinderepräsentanten, den bisher einzigen Vertretern der deutschen Richtung, einer der immerhin noch zielbewußtesten und tatkräftigsten. Wenn gerade diesem Manne von einem Iüdischnationalen das nachgesagt werden kann, was Herr Goslar ihm nachsagt,muß der Fehler im Lystem liegen. Es ist ein falsches System, mit Jüdischnationalen über Fragen, die das Deutschtum betreffen oder auch nur berühren, zu reden, als ob es in dieser Hinsicht zwischen Deutschen und Iüdischnationalen irgend etwas Gemeinsames gäbe. Man muß sich endlich klar darüber Werden, daß diese Jüdischnationalen nur neben uns leben, daß aber jeder Versuch, m i t ihnen zu leben, nur zum Triumph des Undeutschtuins und zum Unterliegen des Deutschtums führen kann. Ter Zorn dieser Menschen muß uns so gleichgültig sein, wie ihre Zustimmung oder gar ihre Li omplr mente. „Qm mang# du pape, en meurt." Legen mir zwischen diese Gegner des Deutschtums und uns Bekenner des Deutschtums die gehörige Distanz, dann werden sie das Deutschtum weniger schädigen und uns nicht Nachrufe im Stil des Herrn Goslar widmen können. M. N. Verbandenadmcbten* Geheimer Iuftizrat Prof. l)r. Eduard Heilfron. unser Mitglied seit Gründung unseres Verbandes, hat am 30. 3uli dieses Jalstes seinen 70. Geburtstag gefeiert. Was dieser jugendliche Siebziger den Deutschen im allgemeinen und d«n deutschen Juristen im besonderen bedeutet, war in allen Tageszeitungen zu lesen. Für uns bedeutet Eduard Heilfron den deutschen Menschen jüdischer Abstammung in Reinkultur, den Juden, der durch seine Persönlichkeit für seinen Kreis die Judenfeindschaft überwindet und damit nicht nur auchdem weiteren Kreise der deutschen Juden, sondern dem deutschen Volke im ganzen nützt. Wir hoffen, daß es dem verehrten Jubilar gegeben ist, noch recht lange so für das Deutschtum zu wirken. Der Vorstand. Das ist n i cht nurMenschenpflicht, wie sie sa auch gegen den einzelnen Franzosen zu üben ist. sondern das gebietet auch die kulturpolitische Klugheit uns Deutschen, da man uns «ähnlich den Juden» in dieser uns «ausgerechnet von Mofse-UIIstein gepriesenen Westlerwelt in gemeinster Weise als Kinderfresser, Mörder und Diebe hingestellt hat. Soll der Kampf gegen dieses internationale! Judentum, dcks die Welt verpestet, sinnvoll und erfolgreich zugunsten der edlen Teike Israels durchgeführt werden, so mutz eine große Aufklärung innerhalb d-es Judentums einsetzen — aber nicht eine schmalzige-parteiliche, wie sie etcha der C. V. unternimmt. Kein denkender Nichtjude und Nationalist glaubt diesen oft gut gemeinten, im Grunde aber ganz alljüdisch empfundenen Schmus. Aehnlich ist es ja auch anit den einzejnen jüdischen Logenbrüdern, die saubere Menschen sind! aber unter der Maske humanitärer Zwecke oft zu imperialistischen Machtzielen mißbraucht werden. Eine Parallele dazu^ auf nichtjüdischer Seite sind gewisse pseudo-nationalistische Bestrebungen der im Grunde gar nicht oolkssondern mammonsreundlichen „nationalen" Parteien. An diesen subtilen Erkenntnissen mangelt es sowohl bei Juden wie bei Nichtjuden. Aber Unwissenheit und dogmatische Verbohrtheit sind üble Berater. Die sog. liberal^ Gerechtigkeit mit dem üblichen philiströs-belobten „guten Willen" ä la Remarque, die da jede geschichtliche Schicksalsv^rbundenheit verständelnd außer Acht läßt und intellektualistisch. blutlos darauflos-konstruiert, kann diese Fragen nicht lösen! Vielmehr sollte die nationaldeutsche Judenheit selbstverantwortlich und mutig das Edelste und Beste sammeln und dadurch unserem Volkstum wertvolle Kräfte beigeben, die in völliger Reinheit neben uns als historisch ältere, kritische Menschenbrüder, als eine wirklich auserwählte Schicht dem Aronitentum des goldenen Kalbes und der billigen Vcrftändelei das wahrhaft Messianische entgegensetzen können. Solche deutschfühlende, ethisch einwandfreie Judenschaft ohne räuberische Börsenschitzbungen, ohne Pressebanditentum und ehrlos erpresserische Advokatur wird niemals schamlos wie der heutige jüdische Abhub den wirklich wertvollen Nationalismus eines Herder und Nietzsche stören wollen. l Nationalismus — nicht als bedrückender chauvinistischer Imperialismus, sondern als wertvolle Stimme und, Bereicherung im Orchester jener Menschheit, die der rjtterlich-kämpferische Zusammenklang der Nationen ist, jener Nationen, die Umwege sind, um zum großen Menschen: zum Helden und Genius zu kommen. Das ist das Ziel! An solo»« Aienschheit denken Moses Mendelsohn, Herder. Lessing. Buber und Brunner! Nicht banale Gleichheit ist dieses Ziel, sondern omanischer Aufbau in und an den Völkern! Unerforschlich bleibt das unendliihe Wesen dem religiösen Menschen. — Menschlicher Rationalismus sei sich in frommer Scheu und Demut dessen immer bewußt! Für die Schristleitung verantwortlich: B. Dr. Walter>Laaser. Berlin SB.; «erlag: verband uationaldeutscher Juden E. «„ Berlin SB 86. —' Druck von »ob. Rohde Rchflg., Berlm W. 35. — Füjr Herausgabe und Schristleitung iu «Oesterreich verantwortlich: verband nationaldeutscher Judstu, Wien U, Praterstraße 84, Zimmer 22.

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