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Der nationaldeutsche Jude · 1930-06-01 · Nr. 6 (Juni 1930) · p. Seite 2

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1930
Issue
Nr. 6 (Juni 1930)
Date
1930-06-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Mokin rollft du, He 5feichen? Ton 8. JV a ft. Vorbemerkung. Wir eröffnen mit dem nachstehenden Aufsatz unseres als Mitarbeiter rechtsstehender Hl itter bekannten Verbandsmitgliedes eine Artikels »lge, die sich ohne Bezugnahme auf die!? udeü - frage mit deutscher Innenu n d Außen- Politik beschäftigen soll. Die politisck en Anschauungen, die hier zum Ausdrucke gelan >en, sind die persönlichen Anschauungen des Versasie sprechend dem überparteilichen Charakter Verbandes sind wir gern bereit, auch V anderer politischer Richtungen das Wort zu getreu dem Grundsatz unserer gerade jetzt Jahren veröffentlichten „Brennenden in denen cs heißt: „Die Wah'l -er scheu Partei ist a u s s ch l i e ß l i c > Wissenssache des einzelnen'Mi tg Nur das eine fordern wir, dag s parteipolitische Orientierung jüdische G e s i ch t s p u u k t e maßgte sein dürfen, sondern n u r - d e i s. i or Die Schriftlci u Enk. unseres rtretern erteilen, neun agen", o l i t i - G e - jedes, ü r die nicht b c n d t s ch <r.‘‘ "g. fällt, Reichsrtreler. ih: er Alljährlich, wenn in Werder die Dbstbäume blühchr reif und rund, ein Erisapfel vom Regierungstisch de tags und rollt zwilchen die Bankreihen der Bolkso Unruhe entsteht, redegewaltige Recken der Parlaments chlacht, uinriitgt von den Fähniem der Fraktionen, rüsten Angriff und Abwehr und rasseln mit den 'Waffen selten rostigen Argumente, lärmendesKampfgetöse sich von der sinken bis zur Rechten Und findet lauten hall im deutschen Blätterwalde weil und, breit, metaphorisch und mehr im Reportcritil der neuen 3 ausgedrückt: I m R'eichstag wird wieder e nmal über b c li Etat verhandelt, u n d auf der Ttges - o r d n u n g lt c h t das Budget des Wehrmin st e r s. 'ich zu nicht erhebt Wider- Weniger a isiichkeit I ei Der nun ira et sine Studio re rum geführte 3t die einzelnen Titel, woraus vieler Haushalt sich zusi letzt, mir anderen. Worten die weniger sachverständig reslcntinientale Kritik an „Wehr und Waffe" ist die Tradition, 'die sich aus dem alten Reichstag in de deutschen, allen Ueberlieferungen sonst so abholden menkarismus herübergerettet hat. Was. jenen betrifft hier nur an leine allererste Tagung erinnert. I die damass schon im einbryonalen Instand vorhandene opvolition das von Bismarck oorgelegte Gesetz zur n lickren Bewilligung der Kriegskredite ablehnte. A Gambctta unter der Parole „nie davon reden, immer denken" drrs für feinen Chauvinismus aufs Haupt geh Frankreich seelisch und technisch zur Revanche auf. begaim. fingen in' dem nach einem aufgezwungenen; völlig saturierten und friedlichen, aber von Mehr kriegen ständig bedrohten Deutschland die ersten und g r schüchternen Regungen moralischer Abrüstung an. Düf>' des Wcbrwillcns bereicherten die polemische. Ternn i um' die Bokadcln „Kadavergehorsam", „Militarismus „Imperialismus", Prägungen, hie alsbald zu den griffensten Scheidemünzen des demagogischen Wortscha hörten und den außenpolitischen Kredit des Deutschen! schwerer geschädigt haben, als alle Armee-, und Map lagen zusammen. 3eit jener ersten Reichslagssitzung bis in unsere Tag« herein gehörte der Kamps gegen die deutsche Wehrhaftigkeit > u den Prinzipien der deutschen Tozialdemokratie, er wurde auf jedem neuen Parteitag aufs neue zum Programm erhöben unh in der Praris — nicht immer mit legalen Mitteln — zäh«! durchgcführt. Diele historische Tatsache vermag auch der 4.. lugust 1914 um so weniger zu:esschüttern, als die einmalig c und eit um nmene als einzige neu- Parlaso sei der Linksächträg- Zlqährend daran chlagene z rrüsten eldzug ontennicht ritisten ologie und abgegeleiches nevort es überdies im Rausch dör Volkssttmmung erfolgte Abkehr von jenem Programm keine einheitliche war, vielmehr zur Spaltung von Partei und Fraktion führte., Die damals aus.Treue »» Dogma sich abgesondert hatten, die Orthodoren. die „Ui: b, Imngigen". wie sie sich nannten, sind längst wieder mit tV Abtrünnigen versöhnt und vereint, nachdem diese, studew h ausgedrückt, reooziett und depreziett haben. Die Kn u bewilliger des 4. August, weit davon entternt, ihre damal'ic Stellung zu verteidigen, haben aus Gründen der Par:., strategie einen Rückzug, auf der ganzen Linie angetreten ,»d versuchen heute nur noch, ihren,Faurpas mit der allgenrest» Bcgeisterungstrunkenheit zu entschuldigen, von der auch der Mensch ist schwach, ersaht worden seien. , Es soll hier keineswegs geleugnet, vielmehr vcrständst voll anerkannt werden, daß die unterm alten Reginje leben . Sozialdemokratie nicht nur im Sinne ihres Parteiprvgrai»!:, sondern ihrer Weltanschauung durchaus folgerichtig gehand.st hat. als sie unter der Parole „diesem (wilhelminischen) Sla,u keinen Groschen", wie überhaupt den gesamten Reichsha«: halt so auch den Heeres- und Marine-Etat. und diesen mit ganz besonderer Verve, beharrlich ablehnte. Sie war» Republikaner, der monarchistische Staat war nicht der ihr., und nur konseguent ist es. einem negierten und bekämpf!» Regime auch die Mittel zu seiner Eristenz und Festigung » versagen. Aus den gleichen Gründen der Logik aber ii-ll behauptet und im folgenden bewiesen werden, dah eine au unter der Republik fottgesehte Animosität gegen die Weh, .macht die republikanisch-demokratische Idee ad absurde» führt. Vorausgesetzt sei. dah von allen denkbaren Staatsform n eine sich selbst regierende Volksrepublik die beste ist (Deine kratie). Nimmt man diesen Satz als wahr an, so imiiu» auch in allen Einrichtungen der Demokratie Erscheinunge erkannt werden, die. dem Denkbild, das wir uns von de: „Ideal" machen, am kongruentesten sind. Wären sie das nick::, so hätte das Volk kraft seiner ihm innewohnenden Mach: Vollkommenheit sie geändert oder abgeschafft. Tut es d, nicht.j d. h. hält das Volk an den nun einmal bestehende:: Einrichtungen fest, so gibt es damit zu erkennen, dah die', von ihm als die vernunftgemähen gedacht und gewollt sind Jeder bewuhte und konsequente Demokrat wird iu respektieren. auch wenn er in persona mit ihnen unzufrieden ist. Dieser Respett schlicht einen sachlichen Ausdruck de: Unzufriedenheit, der Verbesserung anstrebt, nicht aus. er fordert ihn vielmehr. Ein Demokrat, der Schäden d Republik zu erkennen glaubt und schweigt, handelt eben« antidemokratisch, wie einer, dessen Kritik in Schmähungen entartet. Verlästerungen demo kratischer Institutionen aus dem Munde oder der Feder eines Demokraten beleidigen di Demokratie, das Volk und — ihn selber, de ja einen Teil der Gesamtheit dar st eilt. Nicht bestritten werden kann, dah die Reichswehr ein vom souveränen Volke bewuht gewollte Einnchtung de Republik ist. Vernünftigerweise mühte sie also, volkstümli.n ausgedrückt, das von allen wahren Republikanern oe: hätschelte Schohkind sein. Seltsamerweise aber ist sie du -Stiefkind der Republik, dem sozusagen jeder Bissen im Muyd mißgünstig abgezählt wird, der Prügelknabe, aller schlimme Bubenstreiche verdächtig, dem man nicht über den Weg traue darf. Sympathie und Förderung erfährt sie. sonderlich genim nur von denen, die sonst weit davon entfernt sind, i' republikanisch-demokratische Dinge eine zärtliche Zuneigung zeigen. Nun könnte man vielleicht zur Rechtfertigung jen „kritischen" Republikaner den beliebten Spruch anführen: „W Vcrbandsnacbricbtcn. 1. Zustizrat Dr. Hugo Strahmanu. Kurz nach Vollendung seiües 70. Lebensjahres ist Justiz rat Iir.'Sjtrahmann uns durch den Tod entrissen worden. El war unser Mitglied seit Gründung unseres Verbandes uN Ijat, wenn er auch unserem eigenen Vorstand nicht äng hörte, doch für das nationaldeutsche Judentum ast verantwor ungs vollster Stelle gewirkt. — als Mitglied des Haü »tvor standes des Centraloereins deutscher Staatsbürger jr jschen Glaubens. In diesem» durch jüdischnationale Einflüsse chwe gefährdete» Verein hat er stets, wo ihm die Mög ichkei dazu geboten war, das Deutschtum mit der ganzen Energ seiner lauteren Persönlichkeit vetteidigt. Dah—er prüftenicht viel an' dieser Stelle erreichen konnte, lag an den Ve. hältnissen. nicht an ihm. Wir werden dem aufrechten deutschen Manne stets ein ehrendes Andenken bewahren. 2. Iugendgruppe. Nach Pfingsten wird Fräulei Susi Jolowicz einen Vottrag über „Jugend in de. Berufsarbeit" halten. Der Ausflug der Jugend nippe findet ebenfalls im Juni statt. Es ergehen zu alle:: eranstalttmgen besondere Einladungen. Meldungen erbete.. ' die Geschäftsstelle. Der Borftand.

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