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Der nationaldeutsche Jude · 1930-03-01 · Nr. 3 (März 1930) · p. [Seite]

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1930
Issue
Nr. 3 (März 1930)
Date
1930-03-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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I Einzelnummer 2Ö Pfennig. Dek - naüonal-eutsche Iu-e MrtkellMgsblM des Verbandes nationaldeukscherZudenEv Das Mitteilungsblatt erscheint monatlich Seschäftsstelle des Verbandes und Schriftleitung des Mitteilungsblattes: Berlin W35, Blumeshof 9, Lei.: eiitzow 5333/34. Bankkonto: Marlin Schiff. Berlin WS, Jägerstr. 4. Postscheckkonto Berlin Ar. 111231 Jahrgang |950 März Nr. S Aus dem Inhalt: Dsin Anfkläricht zürn Nationali»rnu» von ^r. Mefer»5chönbrunn. — Asrvjet» > Experiment und Judentum von Walther Boehm er. — „Naftan", da» Ostjuden» tabarett von Margo Wolfs. — Jüdischnationaler Sieg im Lentralverein. i fort mit falfcbcr GmpfindUcbkdt! In den lebten Monaten sind Wiederholt Anfragen an uns ergangen, ob durch iigendmelche bestiinmten Wendungen i» irgendwelchen von uns veröffentlichten Aufsätzen die eigene, in allen Einzelheiten „offiziille" Anschauung, unseres Verbandes zu- Ausdruck gebracht werde. Wir höben darauf folgendes zu erwidern: Tie „offizielle" Anschauung des Verbandes kommt in solchen Aufsätzen. Notizen usw. zum Ausdruck, die' von de>-' ^ierbandsvorstand gezeichnet,, von der Schriftleitung gezeichnet oder überhaupt nichts g e *;net zind damit als Aeuherungen der Schriftleitung kenntlich gemacht sind. Zeder mit einem Nansen oder mit A i » gsbuch staben eines Namens gezeichnete Artikel drüift zunächf nur die p e r-f,ö n I i_d) c A n» iä>-> > »n g des Verfassers aus. _Stimmt diese persönliche : Anschauung im Wes < ntlichen mit den eigenen Än fd:-'• nigen der Schriftleitung überein, handelt.es sich also um Ansichten, die im Rahmen unserer — in der Verbatzdsi<" -m, bcn „Brennenden Fragen" und unseren sonstigen programmatischen Schriften! nu dergelegten — Erundanschauungen ir.- ich sind, so halten wir eine besondere Vorb/merkug oder einen anderen der schriftleitung für über» fl. > i g, woraus aber keineswegs folgt, datz wir in allen Einzelheitei mit der Ansicht des je» wl.i^igen Verfassers überein stimmen, seine Vorschläge für zweckmäßig oder seine Worte für gl" lichgewählt halten. Die! innere Einheitlichkeit unseres Verbautes, die uns — abgesehen von den wirklich echten und konsequenten lZionisteif — von allen anderen jüdischen Organisationen unter» i&et, beruht auf der u e b e r e in st i m in u n g in den Erundanschauungen: dadurch werden Verschiebender Auffassung in Einzelfragen, insbesondere taktischen Fragen, natürlich nicht ausgesch ossen, und es ist uns geradezu er« cht, wenn über solche Einzelheiten ein^ — selbstverständlich in sachlicher, nicht unduldsamer und nicht überheblicher 5oi-■■ geführter — M einungsau stausch! unserer Mitglieder und Freunde stattfindet. - Tatz auch eigene Meinungsäutzerungcn der Schriftleitung einer» sachlichi^n Erörterung nicht entzogen sein sollen, bedarf keiner ausdrücklichen Feststellung. Für die „Stimmen vom amdereli Ufer" gilt das oben Gesagte mit der Besonderheit, datz wir hier noch wen- . als bei den Aufsätzen unserer Mitglieder und unserer jüdischen Freunde. Veranlassung haben,'in jedem Einzelfalle durck Vorbemerkungen oder dergl. zum! Ausdrucke zu bringen: wir machen nicht jedes Wort des Verfassers zu dem unsermen. Tie. -timmen vom andern Ufef" haben für unsere jüdischen Leser ihre Hauptbedeut mg darin, datz den deutschen Int n rückhaltlos klargemacht wird, wie unsere^nichtjüdischenVolksgenossen.undzwarins» bein.t der-e die verhältnismäßig vorurteilslosen jund ehrlich v e r si ä n d i g u n g s b e r e i 1 e n , uns 3ud - ,t sehen und welche Wege zur Lösung der deutschen Judenfrage sie für gangbar halt ,,. Diese Meinungsäuberungen chüssen für jeden zum Deutschtum strebenden Juden wertvoll sein, auch wenn er dem nick,! irischen Verfasser nicht in jedem Worte recht geben kann, ibenn Vorbedingung jeber Ver,tand, gungs» °rT;t ist. datz man VCi> gegenseitig kennen lernhund erfährt. w a s ) er er ne o o m a n d e r n den kt. Wee ..,,f jedes Wort „vom anderen Ufer", das nicht eitel! Belobigung und Freundlichkeit ist. sofort mit Emp» fin .ichkeit und Selbstabschli^tzung reagiert, kommt niemals zur freimütigen Aussprache, die der erste erfnilt zur Verständigung ist. Nichts ist geeignetex. jede Berftandlgung»arbe,t ^bmzulegen °ls -ie selbstgerechte, bequeme und im letzten Grunde feige Empfindlichkeit, die es „unter unic-.er Würde" hält die wohlgemeinten Worte eines um des Deutschtums willen Verständigung suchenden nichtjüdi'ti- - Volksgenossen mit' Ruhe anzuhören. wenn dieser Volksgenosse sich einmal bei der Wahl eines Wortes vergreift o er. ohne ltgenes WissenEhoch noch in manchem Vorurteil haftend, aus persönlichen Einzelerlebn.ssen unncht.g cherallgEinernde Schlüsse zieht.! ' ick hci wu Die Schriftleitung.

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