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Der nationaldeutsche Jude · 1929-10-01 · Nr. 10 (Oktober 1929) · p. Seite 4

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1929
Issue
Nr. 10 (Oktober 1929)
Date
1929-10-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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die stärkste Rechtsgrundlage. . . . ' Die Juden der Welt ' baden aber darüber binaus noch., einen weiteren Rcchtstitel — und das ist ihre Leistung. . . . Ein neues Palästina geschaffen zu haben. . . . gibt einen neuen Recbtsfitel neben bcr anerkannten historischen Verbundenheit und kleben dem vblkerrechtlichen Traktat." Wenn man solche Werte liest. denkt man unwillkürlich: wen E,ott verderben will, den schlägt er mit. Blindheit. Aber der Satz vaht nicht ganz, denn die mit Blindheit Geschlagenen sitzen weit vom Schuh im Hinterland und das Verderben 'bleibt der vertrauensvollen Tugend vorbebaltetz. die in Palästina ausbaden darf, was ibr die Sbnlvcks in Europa auf- geschwatzt haben. „Stärkste Rechtsgrundlage"— das iit ein Versprechen Englands und ein, Kopfnicken d^s Völker bundes. der bekanntlich beim Abwägen der Jntetessen ver lchicdener Bevölkerungsgruvven besonders «achkundiz und ge recht iü liebe z. B. Oberschle'ien. „Historis he Ver bnndenbeit" —'.das ist die aus Geschichtsbichern ge schöpfte Erinnerung, datz in: Palästina einmal vor zweitausend wahren ein kümmerliches/ politisch unfreies, von inneren Kämpfen zerriüenes Ttaatswc>cn bestand. wohlverstanden für eine Minderheit der damaligen bilden, denn! die grobe Mehrheit lebte schon damals in Rom. in Alerandrien. in Babnlvnien. in aller Welt im „Galuth" «deutsch: dre Fremdei wie lick die heutigen Zionisten ausdrücken. Bon .lbjstorUch^r Verbundenheit" der Araber ist nickt "die Rede, obwohl sie nunmehr seit rund eintausenddreihundert wahren ununterbrochen im Lande leben, llnd schkiehlich: die Leistung als Rechtsgrundlage! Wer bat nach den Leistungen Deutschlands gefragt, als uns der sogenannte Friede non Versailles Od e r i ck l e s i e n . W e it v r e u h e N . u n s e r e Kolonien und manche anderen 'Gebiete entrih. die nur zum Teil heute den e wirklich ihre ver Deut mehr werf lind, als es wirklich. Mit solchen durch' deutschen Fleih. deutsche Organisation und durch deutsches Blut das geworden lind. was lackenden Erben zugute kommt? Macken lick die keitslremden Recktstüttler wirklich nickt klar, datz meintlicken' Rechtstitel nickt einen Fhnlocks Tckein? Wagt man Advokatenkunstitncken weiter die Kinder deutscher Eltern in ein Land zu locken, das aerade infolge der sinnloser Zionistenvolitik für bilden niemals etwas anderes-lein wi d. als ein Pogromherd? Man wagt es! Die deutschen Zionisten unh ihre gefühlvollen Freunde. die sich selbst als Nichtzionisten bezeichnen, sind keiner Belehrung zugänglich. Gerade jetzt wird «wieder ein Aukruf der durch sogenannte Nicktnonisten erweiterten fcxvi<-h .^acriov verbreitet, derselben Körperschaft. die gertzde zu der Zeit, als in Palästina dre^llnruben ausbrachen, in hochtönenden Kutzdgebunqen der Welt vorzuipiegeln versuchte, die gesamte Judenheit sei ..einig kür Palästina" und nu:^ganz unbedeutende Anhenleiter seien dieser Einigung abbold. In dem jetzt verbreiteten Aufruf heiht es.wörtlich: „Wern wir die Zahl der iüdilchcn Einwohner verdoppeln. v< rdreifacken können. erhöben wir aus eigener Krakt die Sick«erheit der Siedlung. Haben wir die erforderlichen materiellen Mittel, dann ist'an Erreichung unseres Zieles nicht z>> zweifeln." llnter diesem Aufrufe iteben Namen deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, die in Deutschlands wissenschaftlicher und geschäftlicher Welt einen nuten Klana haben. Hnl einer der Unterzeichner, ein bekannter Bankdireltnr. perlende persönlich ein weiteres Rundschreiben in dem es heiht: „Pflcbt iedes Inden ib es. jtTi gegenwärtigen Augenblick rasch und mit voller Hand grohe .Summen dem Jüdischen Palästinawerl zur Verfügung zu stellen." . , Ein Ausdruck, der gerade in der . jüdischen Literatenwelt täglich geschrieben und gemrochen wird, heiht , Kriegsv l u ck o s e". Gegenüber solchen Aufsätzen. An! rufen und Rundschreiben muh man von ..P a l ä st i n a - P sg ch o s e" svrechen. Nur aus einer auf Massensuggestion Verwirrung der! Geister ist es zu erklären, wenn in anqelehener Stellung, die in ihren wissenschaf «licken und geschäftlichen Bezirken sehr, genau Mögliches gegqn Unmögliches, Zulässiges gegen Unzulässiges abzuwägen beruhenden Menschen wissen, in dieser Frage vössig das Augenmah und den Sinn für Realitäten verlieren, und wenn sie. was schlimmer ist. völlig vergessen. dah es hier nicht nur um das Blut und das G.'d Einzelner gehst sondern in letzter Linie um die Z u g e h ö r i feit der jüdischen Deutschen zum deutsch Volk und Vaterland. Denn um Volk und Vaterland wird hier gespielt. " Anssatzschreiber der „Vossi scheu Zeitung" spricht r „Kampf utzis Reckt". Wir deutschfühlenden Inmüssen diesem Pochen auf den Shnlock-Schein das Goetheu entgegensetzen:- „Vom Rechte, das mit uns geboren ist, den« ist leides nie 1 die Frage." Wir deutschgeborenen. : tiefstem Empfinden. deutschen und nur deutschen Juden, wir „lnstorische Verbundenheit" nur mit unserem deutü Vaterlande fühlen, wir werden in dem Rechte, das mit i geboren ist. itz schwerster Wesse gekränkt, wenn man un Ausnutzung klgngooller Name» Unseren deutschen Volksgenoi nichtjüdischen Stammes vortäuscht, der deutsche Jude, je deutsche Judtl sei Zionist, sei jüdischnational, und nur kleines Grüppchen stehe noch beiseite. Unsere deutschen Vol' genossen müssen erfahren, dah diese Behauptung das Kecp teil der Wahrheit ist, dah die nationaldeutsch e m p f i n d e n d e n ^J u d.e n . gleichviel ob sie organisier! sind oderlnicnt, die weitaus überwiegende Mehrzahl der o e u t s ch e n I u d e n h c i t darstellen. Dü Zionisten und ihre „prominenten" Mitläufer haben nur den einen Vorzugj dass sie durch raffinierte Regie und durch hemmungsloser Geschrei jahrelang die öffentliche Meinung i-zn täuschen gekouht haben, während die nationaldeutsch fühle» den Juden es vielfach auch heute noch als peinlich empfinden, ihr Deutschgefühl, das ihnen eine Selbstverständlichkeit ist. in alle Winde zu rufen. Und ein trauriger Witz in ernstem Geschehen ist es, dah die jüdischnationalcn Shglocks nicht nur aus ihren von England Unterzeichneten Schein pochen, sondern gleichzeitig auf einen zweiten Schein, ihren deutschen Staatsbürgerbrief. Man sollte meinen, dah Megschen, die mit soviel .Lärm Palästina als „ihr Land" fordern, nicht im selben Atein Rechtsansprüche an das Land ihrer — im Sintre ihrer eigenen Ideologie gesprochen - „zufälligen" Geburt stellen sollten. Aber nicht einmal diese Erkenntnis ist den Verblendeten zu erschlichen. Sie sind nicht nur einfache Shglocks, sie sind Shvlocks mit doppeltem Boden. Fassen wir zissammen: Die deutschfühlenden Juden, die grwhe Mehrheit aller deutschen Juden, lehnenjdas Palästina-Abenteuer mit aller Entschiedenheit ab. Sie verwahren sich Hegen «ptung, dah ein nennenswerter Teil der hinter diesem Abenteuer stehe. Sie be klagen die unseligen Opfer einer Bestrebung, die praktisch aus sichtslos. mit „Rechts-" und Moralgründen nicht zu recht fertigen und dem deutschen Empfinden fremd ist. Die Schuld daran, dah diese Opfer falle >5 muhten, trifft in ersterLiniediewirklickkeitsfremden Selbst betrüger. die auf leere Versprechungen einer, skrupellosen Kol-onialmacht hin werktätige Jugend in Heimatlosigkeit und Pogron' lockten. - dieil lben, die heute alle Schuld von sich weisen und nach dem Waschbecken des Pi latus greifen. Einen Strich unter die Vcrgangeiiheit! Di Aufgabe der Gegenwart ist. zu verhüten, dah neue Schuss entstehe. Mag England weiter versuchen, in Palästina'ein Militärbasss für seine Orientpolitik zu schaffen — die Bc schaffung des menschlichen Kanonenfutters und des zum 2lü>' bau nötigen Geldes ist seine Sache. Wir Deutscher habesz anbefcis aufzubauen: unser untc. Reparationslasten seufzendes deutsche Vaterland. ,Und vollends das Leben und die Arbeit kraft unserer deutschen Kinder jüdischen Stammes, die br richtiger Anleitung dem deutschen Vaterland wertvolle Dien!«, leisten können, sind! zu schade für dieses östliche Land der Pogrome und der Enttäuschungen, wie einst unserem Bismarck die „Knochen des oommerschen Grenadiers" für den Balkan zu schocke waren. die unwahre Beha deutschen Judenheit

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