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Der nationaldeutsche Jude · 1929-07-01 · Nr. 7 (Juli 1929) · p. Seite 2

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1929
Issue
Nr. 7 (Juli 1929)
Date
1929-07-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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An unsere Mitglieder! Die Stockung, die um die Iahresw wunden. Unser Mitteilungsblatt erscheine regelmätzig jeden Monat. Im Herbst wi cinsetzcn. Die -Aussprache in unserer Jahres» Fortsetzung unserer Vcrbandsarbeit eine sondern für die Gesamtheit aller deutscher <jn )c 1928/29 in uirscrcr Dcrbandstäligkcit eingetreten war, ist überin etwas veränderter Form, aber in unverändertem Geiste wi< .f ifc-p auch unsere Versammlungs- ^rnd Vortragstätigkeit isammlung hat volle Ucbcrcinstimmung darüber ergeben, dag . Notwendigkeit nicht nur für die nationaldcutschcn Juden seit Volksgenossen ist. Unsbr Ziel ist die j deustihe Volksgemeinschaft, die Gemeinschaft aller nationaldeutsch Fühlenden jüdischen oder» nichtjüdischcn Stammes, ohne Rücksst auf die Stellung des Einzelnen zu parteipolitischen und religiösen Fragen. Wir werden in Zulu, das Zusammenarbeiten mit vcrständigun unserer Tätigkeit stellen. Ucbcr besondere halten nnserc Mitglieder Berichts sobald die bereiten Nichtjuden noch nrchr als bisher in den Bordergrm atzregeln, die zu diesen! Zwecke in Älussicht genommen sind, tr Vorarbeiten hinreichend weit gediehen sind. Der Vorstand. ein. Jede neue Leistung führt das Käuze weiter, fu'n auf dem 'i'oranacitaniicncti. Das Weiterbauen ergibt sich i otwendig aus der Dynamit des Lebens. Aus ihr ergibt sich auch die Forderung, die wir in unserem Verband stets 'geil«Ilt haben, die aber bisher noch nicht voll erfüllt werden konite. Wir selbst mütten ein Leben führen,, das auf Beobachtung lnd mehr noch auf eigenes Verständnis des deutschen Volkes aus geht, wir müüen vom Gefühl der Verbundenheit mit der H imaterde die deutsche Landschaft, ihre physischen uyd psychischen Ge'etze voll erfassen. Von dem Erleben der Landschaft aus führt die Brücke zum anderen Ufer, zum Erfassen der g listigen undseelischen L ebensbeding unge.n dedeutsche» Menschen. Hier sind die Voraussetzungen ir wahre Volksgemeinschaft. Dabei wird das siarke Einfül ungsvermögen. das dem Juden, auch dem national-deutschen Juden, als Erbgut langer Bedrückungszeiten eigen ilt. uijss zugute ' kommen. Die Erfüllung dieser Aufgabe fit für »ns geradlinige Fortketzung des Entwicklungsganges unserer Vorfahren, eines Entwicklungsganges. denen .siel nur das volle Aufgehen scheu Volke fein kann. j Die Erkenntnis, das; sich diese Aufgabe ewig erneuert, das; wir noch nicht glauben dürfen, bereits am Ziel angekl unten zu lein, kann uns in unserer Arbeit niemals beirren, dcnn diese z Arbeit Ut ja gerade dazu benimmt, Umbiegungen bei J Entwicklungslinie zu vereiteln. im deut- > gl raden To muh es uns gleichgültig sein, wenn wir aus zwischen schichtlich jüdischen Krgiscn wieder und wieder des „maril schrcicrischen Patriotismus" und ähnlicher Charaktersehler be zichligt werden, wenn immer wieder versucht wird, das Ve kenntnis unseres gefühlsmähigen Deutschtums als Phrase ab zutun. Von Menschen. denen deutsch-jüdisch oder jüdisch-deutich noch Probleme sind, werden wir uns von unserem Wege nie mals abbringen lassen. » Demnach kann unjd darf es unsere Aufgabe nicht sein, immer wieder auf solche Vorhaltungen einzugehen. Wir werden unseren Weg veitergehen, unbekümmert um die An schauungen derer, die glauben, dah sie durch fortwährendes Diskutieren *bie Frag: Judentum-Deutschtum lösen können. Unsere Jugend ist im Gegensatz zu der Jugend jener Kreise nicht in rein jüdisichen Verbänden organisiert, sie leb! in paritätischen Wander- und Sportbünden. Sie braucht nicht über jüdische Erziehung!, über Erziehung zum „Deutsch-Juden" oder zum „jüdischen Deutschen" ewig zu reden. Solches Ge schwätz würde sie nur > an ihrer positiven Arbeit am Deutschtuüi hindern. Die Kluftz die zwischen uns und diesen Artikel schreibcrn besteht, kann durch Tinte und Druckerschwärze nicht ausgcsüllt werden. kümmern wir uns nicht mehr um jene, die es als Aufgabe betrachten, uns Belehringen über „deutsch-jüdisch" oder „un jüdisch" zu geben. Wir wissen, was deutsch ist. und das ist uns genug. ff. Z. Yom königlichen Kaufmann. <0»bt ca „jüdifchen“ und „deutfebett“ Kaufrnannegcift; sstl Es gehört zu den Eigentümlichkeiten der deui schichte, die sie besonders zu der englischen in scharfen fan stellt, dah in wesentlichen Epochen nicht Män Staates Pioniere der Politik gewesen sind, sondern von Kultur oder Wirtschaft. Wie im 18. Jahrhun deutsche Dichtung der. Boden war. in den die zarte eiues keimenden Natjonalbewuhtseins ihre Wurzeln io haben im 14. und 15. Jahrhundert Kaufler deutschen Namen Weltgeltung geschaffen, während dei Staat am- Boden lag. Sie haben dadurch dem Kaufmanntum eine besondere Note gegeben. Mit Sjq sich der hanseatische Kaufmann noch heute als Ei Tradition, die ihn zum Träger weltpolitischer Aufgh macht hat. Den eigenen Wohlsthnd zu mehren seines Handelshauses zu festigen, war zwar das prini der Oberfläche des Bewusstseins liegende Ziel sei viduellen Strebens. In der Natur der Sache aber lag Von Dr. 6. Kolm-Hamburg. cn Ge- Gcgenner des Führer )ert die Pflanze senkte, i c dem deutsche deutschen lz fühlt um rpe einer den ge- Macht re, aus S indi-!es, dah Wirtschaftsmacht sich braucht dabei nicht nur dessen Vertreter an Kai wissentlich und liegt römische Krön ohn mich wo es sich nicht um hat die Ausdehnung d: fluh gehabt. Das Bjs! war zu allen Zeiten Wöhle seiner Vatekstadl Tätigung von Geschäft ei leiten läht. E h r b a r I wuhtsein gegenü stimmen den „kön Tradition der Hansa Wie die Goddefro Grundstock des künftigie <luswirkte in politische Macht. Man an das Haus der Fugger zu denken, er Karl V. schreiben konnte: „Es ist auch Tag, dag Ew. Kais. Mas. die nicht hätten erlangen können." Auch Finanzgeschäfte mjt Fürsten handelte, r Handelsbeziehungen politischen Ein streben des hanseatischen Kaufmanns darauf gerichtet, diesen Einfluh zum zu nützen, ebenso wie er sich bei der n nie ausschließlich von Erwerbsucht eit und V e ran tw o rtun g s b e >er dem Allgemeinwohl beiglichcn Kaufmann". Und die st lebendig gewesen zu allen Zeiten. und die S l o m a n Bismarck den n deutschen Kolonialbesitzes schufen,

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