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Der nationaldeutsche Jude · 1926-09-01 · Nr. 9/10 (September/Oktober 1926) · p. Seite 2

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1926
Issue
Nr. 9/10 (September/Oktober 1926)
Date
1926-09-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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,! - 2 - | ' .. ' > _ > Sachliche Gegnerschaft. Erledigung der Veleivig««gsklag^ gegen vr. Samuel. In der P r i v a t k l irt) e s a ch e Dt. Naumann gegen Dr. S a m u e l (Schriftleiter der Jüdische» Zeitung für O stdeutschland) ist in der Verhandlung vom 8. September p. I. folgender Vergleich geschlossen worden: 1. Here Dr. Saiyuel erklärt: Es jhat mir durchaus ferntcl^gcn, jemals die persönliche Ehre des Herrn Dr. Npumann verletzen zu wollen. Insbesondere bedauere ich, daß Herr l)r. Naumann in der von ihm zum Gegenstand der Privatklage gemachten Wendung, er würde bei Fortsetzung der seinerzeit von ihm gegen die Herren Foerder und l)r. Prinz anhängig gemachten Privalklagesachen. als moralisch Verurteilter aus der Verhandlung hervorgegangen sein, dahin verstanden hat, als. ob ich seine moralischen Qualitäten bemängeln wollte. Es hat mir ferngelege». sachliche Gegnerschaft auf das persönliche Gebiet übertragen eine Beleidigung gefunden wird, nehme ich sic mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück 2. Herr Dr. .S amue l verpflichtet ficf\ diese Erklärung mit der Rechtswirksamkeit' des Vergleiches in der Jüdischen Teil auf der ersten Seile im gewöhnlichen Truck unter der zu veröffentlichen. 8. Herr Dr. Samuel übernimmt die Kosten des Verfahren •4. Privatklage und Widerklage werden zurückgeuommen. Herr Dr. Samuel hat die Erklärung, die in Ziffer l des zu wollen. Wenn iir. dem von mir gebrauchten Ausdruck in der Jüdischen Zeitung für Och deutsch land zum? bdn ck gebracht. Er begleitet den Abdruck mit Worten in denen er nochmals anerkennt, daß er z,,d i c p e r s ö n I i ch e Int an tasten wollen" und dag sein Blatt „den geistigen Kachpf Tie'Schlußworte der Bcgleilcrklärung lauten: 2Ein'e jede Minder Kampfes soll aus beiden Seilen eiye ritterliche s der Ebenc der Gedanken". > Wie begrüßen diese Erklärungen mit aufrichtiger Fremde ’ in ü r 1 I i cf) c Zioni st ist uns stets ein a ch t u n g s Tiefer Standpunkt war stets der unsere; er wird! es auch in seiner Namensunterschrift binnen 2 Wochen nach Eintritt Z Z t u n g für O^st d e u t s ch l a n d im redaktionellen Ue »ersehnst „Prozeß Dr. Naumann gegen Dr. Samuel" Vergleichs enthalten ist, bereits am 23. September 1928 e i n 'grftät des Herrn 'Dr. Naumann nicht habe aber nicht den der Injurien" wünscht. heit muß kän^pfen, aber die Form des Wir erwarten Herrn Dr. N a n m an n in und hoffen, daß sie durchgeführt werden. Ter ehrdigerGegnjer gewesen. Er geht seinen geraden Weg, wie wir den unseren gehen. Soweit sich diese Wege kreuzen, muß der Kampf ansgetragcn werden, aber es soll sachlich, ohne Verlegung der Wahrheit und ohne'Antastung der persönlichen Ehre des Gegners geschehen, Zukunft;sein. Dr. Mar N au mann. Ptoießsache unserer Vorstandsmitglieder gegen Steinhardt. Ter Lehrer M. Steinhardt zu Magdeburg. Redakeur einer Beilage des Israelitischen Familienblattes. war wegen Beleidigung der Mitglieder unsei es Vorst indes, begangen durch xinen Artikel in dem obenerwähnten Blalte, seinerzeit von dem Amtsgericht Eharlottenburg zu 00 R e|i ch gjin a r k G e l d st r a f e und Tragung der wegen Verzögerung des Prozesses um I00-Ä erhöhten Gerichtskosten v» rurteilt i worden; unseren Vorstandsmitgliedern war die Befugnis zur Veröffentlichung des Urteils zugcbilligt. Gegen das Urteil ist vcn beiden Seiten Berufung eingelegt worden, von unseren Vorstandsmitgliedern zum Zwecke angemessener Erhöhung de: Straft. Nunmehr ist die Astgelegcnheit durch einen Vergleich« erledigt worden, den wir. wie folgt, im Wortlaut pviedergebei : 1. Herr.Steinhardt erklärt: „Ich nehme die in den „Blätt! rn für ri litischen FamilietrblatteS)" vom 3. ii gegenüber den Privatklägcrn mit Bedauern „ N a u in a n n und s e i n e T> r nm n z i a n t e n Ich kann und will nirht b^ha Führer des Ver.bandes natianaldeu haben. Ich habe datnnter) nur; di gründung jüdischer V o l k s s cifu l e ni uh st a n d e n. . 2. Ich übernehme die Kosten des Verfahren-: 3. Ich werde die unter k. abgegebene Erklärung'in den „Blättern für Erziehung und Unterricht" auf der ersten Seitein der Nummer Naumann und Genoffen gegew Steinhardt" mit m Tie Privatklage wird ziirückgenoiuinen." Wir können uns darauf beschränken, diese Erziehung und llnterricht (Beilage des Jsraeieptembu 1925 enthaltenen beleidigenden Ausdrücke zurück, insbesondere die Ausdrücke „Denunziation" und i p t e n d.a ß H e r r Dr. N a u m a n n oder die übrigen scher Juden tatsächlich Denlinziation begangen e öffentliche S t e l l u n g n a h m e gegen die N e u - d deren Bezeichnung als „Ghett oschnle" ver- Lrklärhng vom 21. 13. in gewöhnlichem Druck unter der Ueberschrift „Prozeßsache einer Ilnterschrift ohne Zusatz veröffentlichen. iekanntzugeben. Der Vorstand.

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