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Der nationaldeutsche Jude · 1926-07-01 · Nr. 7/8 (Juli/August 1926) · p. Seite 12

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1926
Issue
Nr. 7/8 (Juli/August 1926)
Date
1926-07-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 nationaldeutschen Mar Naumann. Darum -kann kein bewußter Jude am 16. Mai für die liberale Lille stimmen." Soweit das Wahigefchäftliche der „Jüdischen Rundschau". Dieselbe „Hüterin des bewußten Judentums" lätzt sich einen Anonginus über den „jüdischen Akinderwertigkeitskompler" verbreiten. der zu folgenden originellen Ergebnissen kommt: „Das soll bier einmal ganz unzweideutig ausgesprochen sein, alle nach auszen gerichteten Handlungen, und Masznabmen der „besseren" jüdischen Gesellschaft, ob'sie nun von Holländer oder von Naunrann. von liberalen oder den „nationaldeutschen" Juden ausgeben, sind beberrscht von dem einen «Gedanken: vergessen zu machen, das? man Jude ist, so wie jemand, der sich seiner Herkunft schämt, ein Parvenü, sein ganzes Tun dem Wunsche unterordnet, vergessen zu machen, woher er stammt." «Stimmt! Darum nennen wir uns auch fettgedruckt und täglich Juden!» „Haschen dcknn nicht auch diese liberalen Nutzen, von den „Nationaldeutschen" ganz zu schweigen, ununterbrochen nach den Blicken, nach. de?l Worten der maszgebenden deutschen Ehristen,. jeder einzelne ängstlich forschend: halten Sie mich auch noch für einen guten Deutschen? Habe ich auch nicht etwas „Jüdisches" gesagt?. Achten Sie mich auch gleich?" Jedes weitere kommentierende Wort würde das klassische Deutsch und die „wuchtige - Argumentation" dieses Ergusses nur abschwächen. Die oft sehr unerguickliche Diskussion init dem Cientraloerein in fait verstummt. Man wartet auf beiden Seiten das Ergebnis der schwebenden Prozesse ab, die zu führen wir leider gezwungen sind, und in denen es nicht mehr um lach liche Beurteilung jüdischer fragen «in die hat kein Richter etwas Hineinzuredens, sondern um die Feststellung verwerflicher Kampfesmelboden gegen uns geht. Natürlich kann der E. P. sich nicht versagen, ab und zu. möglichst indirekt und hinten herum, ein bihchen gegen uns zu wühlen. Solange es so erheiternd bleibt, wie die reizende Gegenüberstellung einer 'Notiz über die KlageerKebung des Hr. Marr gegen Sanitätsrat l)r. Pevier 'und unserer Kritik über die sachliche Unrichtigkeit dieier selben Notiz in der ,,E. V Z e i t u n g" «worunter dann verrnerkt ift. ..Sapienti sat!"), können auch wir nur lächeln.. Ja. wir stiminen dem „Sapienti sat!“ aus vollster Uebcrzeügung' zu. denn natürlich wird Zeder, der die Dinge kennt, auch »ber dieses geschickt sein sollende« Stückchen der „E. B.-Zeitung" genügend Bescheid wissen. 'Aber das? die ,,Jüdische Rundschau" eine Zuschrift „aus Kreisen der Ebemnitzer Ortsgruppe des E. V." abdrucken kann, in der fälschlich behauptet wird, das? unser Verband nur seine eigenen Mitglieder als deutichempfindende Juden biniielle. gebt über die Wahrung berechtigter Verejnsinteressen erheblich hinaus. Diese Irreführung der Oeffentlichkeit, an deren Gutgläubigkeit man nach dem. schriftlich niedergelegten und bekanntgcgebenen schiedlichen Vergleich Holländer- Naumann nicht mehr glauben kann, wird natürlich den beabsichtigten Erfolg haben. Die bereits in dielen Blättern unter >,(*» e r i d) t s f a a 1" erwähnten Prozesse werden von jüdischen und nichtjüdischen Blättern registriert. l)r. Samuel, der in enter Instanz verurteilte Redakteur der „Jüdischen Zeitung für Ostbeutschland", schreibt einen Artikel in eigener Sache, in dem er. unbeschadet der Aufrechterhaitung seines ablehnenden Standpunktes uns gegenüber, sich zu hehr vernünftigen Prinzipien ehrlicher Kampfesweise bekennt, l Das? er damit unseren oft vergeblich geäuizerten Wünschen sehr entgegenkommt, wissen Alle, die den ..Nationaldeutschen Juden?' Ie»en Wie sich allerdings diele anerkennenswerte Bereitwilligkeit iw der P r a r i s auswirken wird, darüber können wir 1 erst später ein Urteil fällen, lieber diesen und die anderen nach schwebenden Prozesse bringen unter anderem. däs „Jüdische Wochenblatt". die „Frankfurter Zeitung",! der „Mainzer Anzeiger", das „Gemeindewochenblatt für Erfurt", das „Israelitische Familienblatt" und «die „Jüdisch-liberale Zeitung"- Berichte. . “* Unserem Mitteilungsblatt und uni; bringen jüdische und nichtjüdische Org^ richtungen Interesse entgegen und das es natürlich nicht ohne Einseitigkeit, „Deutsche Tageblatt" unsere Polemi! liche zionistische Agitation unter der Gemeindestube zustimmend, verabsäumt positiven Standpunkt zu den Fragen des Judentums zu erwähnen. rer Verbandstätigkeit «ne fast aller Partei-' st gut so. Dabei geht ab.. So zitiert das gegen die unheim- Iugend und in der iber natürlich, unseren des Deutschtums und r.ie „Berliner Börsenzeitung" br Inhaltsangabe der letzten Nutnmer d Juden". Ankündigungen unserer Hau. die „Jüdische Telegraphenagentur", „amilienblatt" und das „Jüdische führliche Referate über den Vortrag D. Haack in Unserer Breslauer Z Zukunft Deutschlands und das Indent „Schlesische Zeitung" und die „Sch Abgeschlossen 28. Iuni 1926. ngteine ausführliche -s „Nationaldeutschen «tversammlung bringt das „Israelitische ' vochenblatt". Aus- . des Herrn Pfarrer £ tsgruppe über „Die un" veröffentlichen die ljfische Volks,eitung". Rohlieb. rai eine den. e r i dem Vj E! e n m »Dl de ge a» », V die d. I»r Ar ictz Se beig tra da« tee „F auf im Sck An ietzi Kilo die Vlirbandsnachrichleu. des Ber- Sanitätsdem Geschäftsbericht wurde die Verbandspolitik verbimammlung nach Die satzungsnähige Hauptversammlung basides fand am 26. Mai 1926 unter Vorsitz von Ist-. Peyse: statt. Mit allgemeine Aussprache über Einstimmig verlieh die Ver folgtcr entsprechender Satzingsänderung verdienstvollen Gründer und bisherigen irsitzenden des Verbandes did Würde eines renvorsitzenden mit Sitz und Stimme im g ereil und weiteren Vorstand. Herr Dr. Nau - inn nahm dies: Ehrung mit Dankesworten und dem Ver- 'echcn entgegen, auch in Zukunft seinen Rat und seine Khäfte der Verba» dsarbeit zu widmen. Die auf der Hauptversammlung beschlossenen Aenderungen Satzungen sin) folgende:?? 6 wird fol lender Absatz 8 angefügt: Die Hauptversaünnlung kann stiitglieder zu Ehrenvorsitzenden ernennen. Ehrenvorsitzende haben Sitz und Stimme im engeren und wqteren Vorstand. . >ii S 2 Abs. 1 wird statt der Zahl 18 die Zahl 16 letzt, sodah das Aufnahmcalter von jetzt an 16 und nicht meßir 18 Jahre b« trägt. Die Versammlung spricht die Entlastung des Vorstandes Nach Erstattu lg des Kassenberichtes und des Berichtes der Rechnungsprüfer wird dem Schatzmeister gleichfalls Entlastung ertpilt. In den Hauptvorstand werden zugewählt: Herr l)r. r l e, Breslau, sowie Frau Pulvermann, Berlin. V8t einem ausführlichen Programm des Vorsitzenden über in' Aussicht ginommcne Verbandsarbeit und Vckbandstakstik wird die Vcrsammlung geschlossen. H a u p 1 v o r h and. Zum 2. stellvertretenden Bor sitzenden wurde H«rr l)r. jur. Manfred B I o ch e r t-Berlin gewählt. Das Vcrbandsbüro befindet sich seit dem 1. Juni ■Ss. Berlin W. 15, Kurfürstendamm 23. Am 19. Juni 1926 fand in Hannover eine Mitgliederversammlung statt, der das Hauptvorstandsmitglied Herr Blochert beiwohnte. Die Mitglieder beschlossen, die zeit in Hannover intensiv aufzunehmen. Der Vorstand lick? zu'ammrn aus den Herren I)r. Blanck, Dammann, nitätsrat 1»r. Löwenthal, Sanitätsrat I>r. Mener, Sonnen- und Frau Bihmack. Allmonatlich finden kleinere Vortragsabende statt. Anfang Oktober soll ein gröberer Vorzsabend stattfinl cn. an dem Herr sanitätsrat!>r. Pepser Referat halten wird. Wien. Wir mqchen darauf aufmerksam, das, die Anschrift verantwortliche^ Schriftleiters für Oesterreich jetzt lautet: Bilndesangestellter Oscar Rosenzweig. Wien XIV, Brntenseer Strahl Kav.-Kaserne. Buch» behauptet. Mit be esprechung. stschrift zur Fstcr des hundertjährigen Bestehens der Knabenschule )er Jüdischen Gemeinde in Berlin." Die Knabenschule der Berliner jüdischen Gemeinde blickt eine hundertjäkrige Wirksamkeit zurück. Hundert Jahre Dienste der H« ranbildung neuer Generationen, hundert >a>»rc auch im Di nste der Jüdischen Religionsgemeinschaft. Vi«le brauchbare Veenschen sind in dieser 103 Jahren von der " ulbank aus ins Leben getreten, und haben ihren Platz echtigtcm Stolz sieht deshalb die Schule aust ihre Erfolge «urück und gibt in einer geschmackvollen uni ansprechend zriammenaestellten Festschrift der Oeffentlichseit Kunde von ihrer Arbeit. Ein gründlicher Abritz der geschichtlichen Entwicklung der alt. die von^ L *opold Z u n z zuerst geleitet wurde und unter der Füh/ung von 0r. Joseph Gutmann steht,, -t den ersten «Teil der Schrift. Snmoathisch berühren __ einzelnen Bcrick te^ die im zweiten Teil die jeweiligen Fachlehrer über ihr! Spezialgebiet geben. Manmag über Vieles, was hier geschrieben wird, geteilter Ansicht sein kön len: man mag;. B. bezweifeln, ob es nützlich ist. wenn ,be' Rcligionsuntcs icht das-Zcntralfach ist, in dem sich die Strahlen von übechllhet sammeln", — anzuerkennen bleibt, hier mit ernstem Willen'an einer grohen Aufgabe gedas? arbeitet wirb. Und der' frc und zur lingje ner m a St g e" von k)r Gesellschaft isckkommen werden so wird man den Leitern und Schülern Schule für die ist olqq der Zionistenaefahr besonderer Wachsamkeit bedürftige > Zukunft aus ehrlichem Herzen nur das Beste wünschen.! _ P h i. Humor. In ein*in Artikel „Beiträge zur Judentßerd Ellen bro k in Heft6 von „Natur änf dessen sach'ichen Inhalt wir gelegentlich , >en. leien wir, „datz die jüngeren Sprüh- . der alten in jDeutschland eingewanderten jüdi'chrn Gectionen unter dei Führung des Nationalisten vr. Neilst n tim Bund! nationaldeutscher Juden) die willigsten e len im ncugeordneten Staate an sich zu bringen wutzten." . Herrn Naumcsin dürfte das neu sein, und er kann mit Recht erwidern! Herr, Sie überschätzen mir! t

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