Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1926
- Issue
- 1/2 (Januar/Februar 1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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14 - t Eiserne Blätter (i'eiiticfmafional; Herausgeber D, Üraub) —> 3. 1. 26. Brieflasteniioli; folgenden Wortlauts:. „Mederyvlk Imbe ich auf die trefflichen Ausführungen, des .Nationaldeutichcn Huden' aufmerksam gemacht. Unter «rührung von 1>r. Mar Naumann kämpft er gegen Zioiuilcn und Eentral-Berein für ein nationaldeutiches Hudcnlwn". Das Deulfche Tageblatt «Deutschvölkisch» 5. 1. 36. Notiz „Deutschnalionale und .nalionaldeuliche Juden'." 'W'örtlicher Abdruck des unter der lleberschrifl ..Pom anderen Ufer" in unserer Dezember Nummer wieder gegebenen Schreibens eines Mitgliedes der Deutschnationalciv Partei, Schiutz'ätze: ..Ein reizendes Eingeständnis. Was sagt der .völkische' Reichsausichutz der Dcuilschnalio nalcn Bolksvartei dazu'?" Mecklenburger Wart: «Deulkchvölküch» - 5. 1. 26. Wörtlich wie ^.Deutsches Tageblatt". Deutsche stimmen «Zeitschrift der deutschen Pollspartei» - . 5. 1. 26. Ausführliche Notiz über unsere Dezember-Nummer. Stichprobe: „Der Verband nationaldcutichcr Juden, der dieses Milteilungsblait herausgibt, macht sich bekanntlich zur Aufgabe, alle wahrhaft deutsch denkeftden Juden .zu sammeln und den völkischen, d. h. zionistischen Bestrebungen innerhalb des Judentums einen Damm entgcgenzusetzen. '10er diesen fragen, und dieselben Und für unserslultur und Wirtichattsleben durchaus nicht unwichtig, nahertreten will, dürtte in dem jvorstehend genannten Blatte, reiche An regung und Aufklärung linden." - Bollsblatt für Halle «sozialdemokratisch» 6. 1. 26. sachlicher Bericht über den Bortrag des Herrn Peiper in Halle «iiche Berbandsnachrichten» unter Hervorhebung der stellen, die auf die troitloie Lage der jüdischen Akbeiter'chaft in Palästina Bezug Kaden. Allgemrire Zeitung für Mitteldeutschland. Halle «Deutsche Bolksvarlei» 8. 1. 26. Ausführlicher Bericht über den gleichen Vortragsabend, schlumätzc: „Die auherordentlich lebnalte. bis Miller nacht anhaltende Aus'präche von Angehörigen aller Rich langen zeigte die starke Verschiedenheit der Weltanschauungen innerhalb der Huden Deutschlands und endete mit einem vollen Enolg für . die nntiöiraldeutichcn Bestrebungen." .1 ' Hallesche Nachrichten «Unparteiisch«! 8. 1. 26. Ausführlicher Bericht über den gleichen Vortragsabend, längerer Auszug aus dem Referat des Herrn Peiper.' Wochenblatt für den synggogenbezirk Erfurt 8. 1. 26. Notiz über die Anberaumung der Hauploerlmndlung in der Belcid.iqungssache gegen den Lehrer s l ein h a r d l - Magdeburg. «Der Termin in. wie uiu'ere Leser an anderer stelle finden, durch den Angeklhgten Steinhardt b.zw. «einen zionisti'chen Anwalt im letzten Augenblick verei.elt worden. Die schritt!.» , Berliner Börf-n-Zt tnng «Parleiios, national» 10.1.26. Bericht. über den BortragGabend vom- 8. Hanuar 1926 in Berlin und Vas Referat des Herrn Peiper «siehe Berbandsnachrichtenr. Schiutziätzc: „Hn der Debatte, an der «ich auch unter anderen Herr von Ovvekn-Broni kowsli als «üail beteiligte, wurden diele ««öedankengänge von verschiedenen seiten mit i ltereisanten Bel.'gen weiter gewonnen, auch gegenüber einem Avnistüchen Wortführer, der die vorgebrachten Anschuldigungen im. Eirunde eher bestätigte als widerlegte. Die Sprecher des „Verbandes nationaldcutichcr Huden" liehen erkenne«, datz sie «nt schlossen sind, in ihrer Abwehr gezgen die das Deutschtum gefährdenden Bestrebungen des Zionismus nicht nachzulassen." Deutsche Allgemeine Zeitung «Parteilos, national» 10.1.23. Längerer Bericht des Herrn, Friedrich von Oppeln-Bronikowski über die gleiche Versammlung. Stichproben: „Auch Autzenirehende «wie der Verfasser dieser Zeilen» kpnnten . . . wieder einmal erkennen, datz im deutschen Hudenlum keineswegs die von den Antisemiten behauptete Solidarität herrscht . . Unter Antisemiten und Huden aller Schattierungen herrscht Einigkeit darüber, das, den Zionisten der T a t . . . Anerkennung. sa Bewunderung gebührt . . . Aber was darüber ist, das ist vom Uebcl. besonders jener als .Zlulturzionismus' bekannte Zionismus. der Propaganda, der weder gewillt nöch imstande iir, die Lionsegumzen aus seinen eige.,»en Lehren zu ziehen.-der selb« als verputzter Fremdkörver iiz Europa bleibt, aber' andere nach Palästina schickt, bei; uns staatsbürgerliche Rechte fordert undtrotzdem sein chahres Batcrlaiid . . . in Palästina sucht. Hn Wirklichkeit! ohne Baterland. sacht er auch andere zu entwurzeln, eiregt durch sein Auftreten Erbitterung und stärkt so bert Antisemitismus." «Demnächst folgt Wiedergabe der -Eirundgedanken des Bortrags des Herrn Peiper,) schlutzsätze: „An dies.» traurigen Wahrheiten vermochte auch ein zionistischer Diskussionsredner nicht zu rütteln, der mi: ekstatischen Gebärden seinen Traum verteidigte, sehr richtig betonte ein anderer Redner, datz die Iudenfrage ‘ nicht in Palästina, sondern für die deutschen Iuden in Deutschland gelöst werden must, und Im «Schlutzwort sagte der Vortragende programmatisch: Nicht englisch« Hudenkolonie, sondern Wiedergeburt Grohdeutschlands!" Frankfurter Nachrichten «Deutsche VolkspartB» 13 1. 23. Bericht über den Vortragsabend in «Frankfurt a. M. «siehe Berbandsnachrichten» und das Referat des Herrn s. W. Hetz über die „Geschichte der deutschen Hube:,". Wochenblatt für den «ynagogenbezirk Erfurt 15. 1. 23. Längere Notiz „Der .Reichs wart' über Deutsch nationale und den Verband nalionaldeutscher Hude n". , Die von R e v e n t I o w! hcrausqegebcne „dcutichvölkische Zeitschrift „Der Reichswart" «dessen Original-Nummer wir leider bis Izum Schlüsse dieses Blattes nicht haben auftreiben können» hat die ia unserer Dezember-Nummer i unter „Bon, anderen Ufer" wiedergegebene Zuschr.ft eines vernünftig denkenden Mitgliedes der Deutschnationalen Partei zum willkommenen Anlatz genommen, um von seinem unentwegt völkischen Standpunkt gegen das ver meintlichc Uebermatz Deutschnationaler Vernunft vom Leder zu ziehen! Dem Verfasser der Zuschrift wird vorgeworfen. datz «r „von dem heutigen stände der Hudenfrage nicht die lleiseste Ahnung habe": insbesondere ver kenne er. „datz!es ein organisiertes Weltjudentum gibt." «Das Wochenblatt für den Synagogenbezirk Erfurt knüpft daran hie Bemerkung: „Wann wird die Verbreitung der unsinnigen Behauptung von dem Bestehen einer vrgani'ierren jüdischen Weltmacht schwinden?" Die richtige Antwort dürfte lauten: wenn die Bautätigkeit in Deutschland s-o weit gehoben ist. datz alle Herausgeber derartiger Zeitschriften, wie der „Reichswart", entiprechend dem Eirade iljter „Ahnungen" dauerhaft untergebracht und liebevoll gepflegt werden können. Aber bis dahin wird wohl noch einige Zeit vergehen. Die Schriftleitung.» Abgeschlossen 20. 1. 23. Lüge und Lästerung. Di« Fälschung des Rechtsanwalts Di-. Jakob Mar», Hauplborstandsiiiitgliedes des EentralvercinS deutscher Staatsbürger jüdischen G l a u b e n §, ist noch immer . nicht Gegenstand gerichtlicher Nachprüfung. Trotzdem unser zweiter stellvertretender Vorsitzender Sanitütsrat Dr. Pet, ser den Vorwurf der Fälschung gegen vr. Jakob Marr in aller s Oeffenilichkeit erhoben hat, ist vu, Oe. Marp unseres Wissens noch kein schritt getan ivorhe». um sich auf dem jetzt noch einzig möglichen Wege des Gerichtsverfahrens von dem gegenüber einem Rechtsanwalt besonders schweriviegenden Vorwurf zur reinige». Datz die lächerliche Ankündigung, Herr Dr. M a r r werde sich von drei ihm nahestehenden Herren einen p r i v a 1 e n .. 3 v r u di" ausstellen l inen, die silarstellung in öffentlicher gerichtlicher Verhandlung nicht -erfetzen kann, dürste man inzwischen selbst im Eentralvcrein eingesehen habe». A l s o, Herr vr. Marr. >vic lange iv erden Sie den Vorwurf der Fälschung noch auf stch sitzen 1 a ’'e n ' Der Fall Goldmann. Ter Leipziger G e m e i n d e r a b b i n e r Dr Felir E» oldmann ist dem Vernehmennach nun endlich von dem Vorstand der Jüdischen (Gemeinde zu Leipzig genötigt »oordenX wegen des gegen ihn erhobenen VorwursS der gröblichen Verdrehung von Tatsachen und des Versuches, seine Leser zu täuschen, die Beleidigmigskjage zu erheben. Herr Sanitütsrat vr. Pet> ser hat seinerseits wegen der von Goldman» in der CV-Zeilung gebrauchten Wendung .Grobe llnwahrheit" schon vor geraumer Zeit die Beleidigungsklage erhoben. Der Fall Holländer. Der Direktor des Eentralvereins vr. Ludwig Holländer halte dem Vorstandsmitglied unserer Ortsgruppe vannover. Herrn Kurl 3 o u n e n b e r g, .Verleumdung" vorgc- ■ Ivorfen, weil Herr: Sonnenberg in einem Prioatichreiben das! inkonsequente und widerspruchsvolle Verhalten deS Centralvereins » mit ruhigen, aber sehr treffenden Worten gekennzeichnet bä te. I Herr Sonnenberg hatte Beleidigungsklage erhoben. Das Verfahren ist infolge der H i n d e n b u r g-A m n e st i e eingestellt ivorden. Der Fall Steinhardt. Die Hauptverbandlung in der Beleidigungssache gegen den Lehrer M. -Steinhardt (M a g d e b u r g» ist dadurch vcreiielt . worden, datz der Anwalt des Steinhardt, ein Zionist, im letzten Augenblick beantragt bat. Steinhaidt durch das Anitsgericht Magdeburg persönlich zu vernehmen. Diesem: Anträge, der etwa 4 Monate nach Erhebung der Privatklage gesollt ist, mutzte das Gericht entsprechen. Die Hauptverhandlung wird somit erst in einigen : Wochen oder Monaten statinndcii. vorausgesetzt, datz dem Angeklagten : oder seinem Verteidiger bis dahin nicht ein neuer Vertagungsgrund e,nfnlIt' Der Fall Samuel. Die jüdische Zeitung für Ostdeutschland hat I sich nicht enthalten können, über die infolge der Hindenburg-Amnestie ausgesprochene Einstellung des Veifahrens gegen Foerder und! Prinz noch einmal einen Jnbelarlikel zu bringen. Wegen beleij digender Wendungen, die in diesem Artikel gegen den Vorsitzenden : unsere» Verbandes enthalten sind, hat dieicr gegen den Redalj t e u r vr. Samuel die Beleidigungsklage erhoben.