Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 12 (Dezember 1925)
- Date
- 1925-12-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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11 - tätsrat Dr. Friedländer, das Korreferat der Verbandsvorsitzende übernommen. Es ergehen besondere Einladungen. Für den Februarist eine öffentliche Versammlung in Aussicht genommen. 2. Danzig. Am 18. November d. Is. fand ein Mitgliederabend mit jüdischen Gästen statt. Herr Referendar Rosenstein sprach über z.D i e Aufgaben des Verbandes nationaldeutscher Juden". Ausgehend von der bekannten Schmähschrift des Herrn Takob Marr legte er das wahre Wesen! unserer Bestrebungen dar. Im Anschlüsse daran sprach Herr 0r. Sem« Meyer über „T i e Stellung der Juden! in Danzig". Er erörterte insbesondere das Vordringen des Zionismus und das Verhalten gewisser Danziger Presse-Organe, das wesentlich dazu beitrage. die Stellung! der Juden. insbesondere der nationaldeutsch fühlenden Juden innerhalb des Danziger Staates zu untergraben. Von der Werbetätigkeit des Zionismus und ihrer Wirkung auf die Jugend wußte der Redner geradezu erschütternde tatsächliche Einzelheiten zu berichten. Seine Ausführungen gipfelten in eine^c Anklage gegen den Centralverein Danziger 2 t aa t s b ü r g ex jüdischen Klaubens, der Jahre lang für die deutsche Sache in Danzig nichts getan habe uäd erst jetzt nach Gründung unseres Danziger Verbandes zum Heben erwache. - um unsere Bestrebungen zu bekämpfen. In der Aussprache kamen ein Vorstandsmitglied des Centralvereins und ein Rabbinats-Assessor zu Worte, . der letztere nur. um einen von der Danziger Jüdischen Gemeinde als Rabbiner angestellten Herrn in Schutz zu nehmen, gegen dessen deutsche Sprachkenntnisse der zweite Referent Bedenken erhoben hatte. Die Ausführungen des Centralvereinsredners brachten nur die üblichen! Argumente, immerhin aber das Zugeständnis, daßder Danziger Centralverein zwei Z i ü n i st e n zu Mitgliedern habe. Dgs Schlußwort des Herrn Rosenitein konnte dis don dem Eeiitraloereins- Redner vorgctragenen Allgemeinheiten leicht entkräften. Bemerkenswert war der ruhige und sachliche Ton, in dem von allen Beteiligten die Erörterung geführt wurde. Im Januar wird in Danzig eine größere Veranstaltung stattfinden, in welcher unser Berliner Vorstandsmitglied Dr. Manfred Vlochert das Referat halten wird und zu der auch nicht jüdische Kälte eingeladen werden sollen. 3. Wien. Unser Wiener Schwesterverband entwickelt sich in erfreulicher Weise. Die Mitglieder-Zugänge sind sehr zufriedenstellend. Ls zeigt sich wieder einmal, das; gerade durch die unsachliche und gewalttätige Art, in der von jüdischnationaler Seite gegen den Wiener Verband vorgegangen wurde, der Kenntnis unserer Bestrebungen nur gedient worden ist.! Eine eigenartige „Konkurrenz" ist unserem Verband durch eine Neugründung erwachten, die sich „I ug e n d g ru p pe der Union deutschösterreichischer Juden" nennt. Die führende „Persönlichkeit" ist ein Herr Hirschfeld, der sich schon früher durch gehässige Agitation gegen unseren Verband hervorgetan hat. Die erwähnte Kruppe hat einen Aufruf erlassen, der sich zwar gegen den „Jüdischen Nationalismus" wendet, aber das Wort „deutsch" ängstlich vermeidet und dafür den bemerkenswerten Sah enthält: „Wir lehnen aber auch jene andere .nationale' Bewegung ab. welche die Bande, die uns mit dem Land verbinden, in dem wir geboren und aufgewachsen sind, zu lockern sucht." Dieser gegen unseren Verband gerichtete Sah. der bezeichnender Weise in einer zweiten Fassung das Aufrufs abgeändert ist, enthält eine klare Abfstge an den nationaldeutschen und großdeutschen Gedanken. Diese Absage ist um so auffälliger, als Herr Hirschfeld auf Befragest schriftlich erklärt hat, die Mehrheit seiner Kruppe sei großdeutsch gesinnt. Auch die Frontstellung gegen den „jüdischen Nationalismus" erscheint in eigenartiger Beleuchtung, wenn man sich ererinnert, daß die Mutterorganisation der jetzt gegründeten Jugendgruppa die „Union deutschösterreichischer Juden" in dem Wahlkampf vom November 1924 lWahlen zur Kultusgemeinde) eine Einheitsliste mit den Jüdischnationalen aufgestellt hat. Der damals veröffentlichte Aufruf trägt die Namen der „Präsidenten" der „Union deutschösterreichischer Juden" und der „Zionistischen Organisation für Oesterreich" einträchtig nebeneinander. Es wird gut sein, wenn sich die deutschfühlenden Juden Oesterreichs diese D>"är gegenwärtig haltend um die Angriffe würdigen zu können, die von der besagten Jugendgruppe gegen die nationaldeutschen und grobdeutschen Bestrebungen unseres Verbandes mit den üblichen. aus tu m Arsenal des — dem Vernehmen nach auch mit Geldmitteln beteiligten — Centralvereins herrührenden Phrasen betrnben werden. ---- Die Anschrift des Vorsitzenden Herrn.Fred vs-rn i k - Harden ist jetzt Wien VII. Schotten^eldg a sse 83, II. Zusammenkünfte der Wiener Mitglieder finken jeden Dienstag abends 8 Uhr. im Kaffee Pxfrkrtn, statt. — Für den Januar 1926 ist die Generalversammlung k es Wiener Verbandes in Aussicht genommen. . . Das Sekretariat befindet sich jetzt Wien l) . Schultz- Straßnitzky-Gasse 12. Tür 14, bei Haukal. > - 4. Königsberg i. Pr. Im Rahmen einer Mitgliederversammlung mit Gästen sprach am 26.. November 5s. der Ortsgruppen-Vorsitzende^ Herr F a'ch a r z t vr. E r i ch C^ h n. über die Frage der Bekenntnis-Schule. Seine Ausführungen deckten sich mit dem, was in unseren bisherigen Veröffentlichungen über diese lebenswichtige Frage des deutschfühlenden Judentums «ithalten ist. Besonders stark unterstrich der Redner die Tatsache, daß die jüdischen Schulen lvon den jetzt bestehenden Ausnahme-Fällen abgesehen) niemals, selbst wenn sie als svlche gegründet würden, auf die Dauer reine Bekenntnisschule bleiben könnten, dab sie vielmehr sehr bald jüdischvölkische Schulen werden mübten. in denen ein deutschfremder Khettogetst sich breitmachen jwürde. Aus der Diskussion, die dem mit Beifall aufgenommenen Vortrag folgte, ist die Rede eines nichtjüdischen Volksschüll, hrers hervorzuheben, der sich mit den Ausführungen des Hauptredners durchweg einverstanden erklärte und nur bezüglich der von dem Referenten betonte« Ablehnung der weltlichen.und Weltanschauungs-Schuse Vorbehalte machte. Di^Fragqn. die von dem Redner an den Verstand gerichtet wurden, werden noch Anlaß zu Erörterungen in späteren Nummjern unseres Mit teilungsblattes geben. ■ | 5. Breslau. Auf Einladung der Ortsgruppe sprach am 6. Dezember in einet sehr gut besuchten VErsamvlung unser stellvertretender Vorsitzender, Herr 3 an i tat: rat _Ur.' Veyser. über das Thema „Falsche unl< mahle Freunde unsere r J3 ugen d". Unter den Ki sten waren zahlreiche Nichtjuden. Der Vortragende behandelte ausschließlich die e t h i s ch e Seite der Jugenderziehung. Falsche und wahre Freunde unterscheidet er daran, daß di? wahren Freunde das Beste der Jugend, die falschen Freunde! unter Benutzung der Jugend ihre eigenen Interessen förderst wol en. Unter diesem Gesichtspunkt kritisierte der Redner di« hauptsächlichsten Bestrebungen, die sich heute geltend machen, so neben den ..deutschvölkischen" Jug,ndverbänden die zionistische Agitation unter unserer Jugend. Hiervon ausgehend fand der Vortragende Gelegenheit, jugendliche und gereifte Hörer über die wahren Leistungen, Methoden und Ziele ui seres Verbandes gegenüber den irreführenden Berichten unserer Gegner aufzuklären. Von einer ausführlicheren Wiedergabe des Vortragsinhalts sehen wir zunächst ab, weil kur Vortrag später im Druck weiteren Kreisen zugänglich gemilcht werden wird. Der Redner erntete reichen Beifall. In der Aussprache kgm neben Ckntralver nnlern auch ein Brfslauer Zionistenführer zu Worte, der sich jedoch, da ihm!diesm >l der Resonanzboden der ostjüdischen Sprengkolonne! fehlte, mit einer durchaus gemäßigten Opposition begnügen mußte. Es wurde dem Hauptredner nicht schwer, die ihm esttgegengehaltenen Argumente zu widerlegen. Der Verlauf der Versammlung, die im Ganzen auf einen würdigen und sachlichen Ton gestimmt war. wird von unseren Breslauer^ Mitgliedern als starker Erfolg unserer Sache gewertet. Der 6. Halle a. 2. angesetzte Mitgliederabe legt werden. Wir bring des Mitteilungsblattes zunächst auf den 14.! Dezember d. Is. nd mußte auf den IK5. Dezember verien den Bericht in der nächst m Nummer 7. Rtdnerlurs. Der letzte Kursabend.! an dem über „Rasse und N at i ö n alg efuhl" gesprochen ourde, war gut besucht und nahm einen astgereqten Verlauf. Der nächste Abend findet im Januar statt. Thema: „Relir ion und Ratio n". Zeit und Ort werden noch ibekanr t gegeben. Meldungen nimmt die Geschäftsstelle entgegen. K irslsiter ist Herr Wilhelm Hirsch st ein. Jedem Kursahend wohnt ein Hauptvorstands-Msttglied bei d«r 8. Hauptvorstand. infolge starker berufli mußte, ist als Vertret Wilhelm Hirschsl Vorstand äufgenommei S. Amerika. In strebungen, die den un lose Eingliederung der in das amerikanische mit Vertretern dieser formation in Briefw« schriften? Mitteilung« r An Stelle des Herrn Zelmanst, der Beschäftigung sein! Amt niederleqen er unserer Jugendorganisation Herr eist durch Zuwahl . in desn weiteren worden.! >en Vereinigten Staaten b«stehen Berigen nahe verwandt sind ma auf restlich als Dollamerikaner fühlenden Juden Volk zielen. Es wäre uns erwünscht, Richtung zu Zwecken gegenseitiger Jn- ~" zu treten. Wer kennt ge, ignete Anan die Geschäftsstelle er xbm. Dtt Bo ftand. d Tel i