Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 11 (November 1925)
- Date
- 1925-11-01
- Page
- Seite 15 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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nach feiner Analogie mühte es nach der von Herrn von Kiemtz vorhergesehenen Auflösung Deutschlands dann einen Verband naiioual-franzosischer oder national-polni- I scher Deutjcher geben." l^can vergleiche diese „Äritil" | mit dem obigen Auszug aus dem Aufsah des Herrn Geh. : Aals von ttienift oder noch besser mit dem Aufsatz selbst,! der wert ist. im Zusammenhänge gelesen zu werden. Der * Kritiker der „Jüdischen Rundschau" versteht offendar! Deutsch etwa so gut, wie er es schreibt. Er hat offenvar 1 gar nicht gemertl, datz der „nationale Glaube" der nationaldeutschen Silben, wie Herr von Kienitz sehr wohl versteht, der Glaube an die deutsche und nicht an die jüdische Nation ist. Die Schriftl.) Wochenblatt fit den Sqnagogrnbezirt Erfurt 30. 10. 25. Abdruck der Erklärung des Herrn Mar Speier (s. unsere Oltober-Nummer „Lüge und Lästerung" und oben „jüdisch-liberale Zeitung"). Deutsch« Hochschul« (Organ des B. (£., Verbandes paritätischer Verbindungen) Oktober 19^5. Abdruck des Aufsatzes „Grablegung des Zionismus" aus der September-Nummer unieres Mitteilungsvlattes unter dem .iiiel et vierzehnte Zionistenlongreh und seine Lehren" mit etwas geändertem Schlutz. Ferner unter den Buchbesprechungen Krilil der Schmähschrift von 2alob Marr und der Streitschrift von P « y > e r: >.Die Schrift des Karlsruher Rechtsanwalts Dr. Man ist ein Pamphlet gegen den Verband nationaldeutscher Süden und seinen Gründer Dr. Naumann. Sie ist der beste Beweis für die Behauptung Naumanns von der Eristenz der .Zwischenschichtler' unter den Juden. — , Mit diesen, besonders aber mit Dr. Man. hält Dr. P e t) f e r, der zu den Führern des Verbandes n. 2. gehört, in seiner Gegenschrift scharfe Abrechnung. Dr. P.! zeigt darin das gehässige, unwahre Vorgehen der Gegner | oes Verbandes n. 2, auf und nimmt vei dieser Abrech-! nung mit den .Lästerern' Gelegenheit, die Grundlagen > und Ziele des Verbandes n. 2. näher darzulegen. Damit : gewinnt die Schrift «ine über den Rahmen einer Streit- 1 schrift hinausgehende Bedeutung für jeden, der sich ernstj Haft darüber unterrichten will, was die nationaldeutjchen! Süden erstreben und auf welche Weise sie ihr Ziel zu erreichen suchen." — Schlietzlich eine Erklärung des A l t e - H e r r e n - A u s > ch u s I e s zu dem oben unter ,.H. (5. - Blätter" erwähnten Briefwechsel Marr-; Ortweiler. Stellungnahme gegen die Erklärungen des Dr. Ortweiler bezüglich der Saronia (Heidelberg) und bezüglich der Behauptung, datz „der überwiegende Teil der jüdischen Mitglieder des B. (£. auf dem Boden des Centralvereins stehe". Demnächst wörtlich. „Wenn Herr vr. O. im Anschlutzhieranzum Ausdruck bringt, datz zum B. E. auch Zionisten gehören. so hätte er sich klarmachen müssen, datz die Zugehörigkeit zum Zionismus mit dem Wahlspruch, mit den Grundsätzen und Zielen des B. E. in schroffstem Widerspruch steht und datz daher für Zionisten kein Platz in den Reihen des B. C. rst." DeutschSfterreichische Tages-Zeitung. Wien (Nationalsozialistisch) 2. Nov. 1925. Längerer, im Gegensätze zu einer früheren Veröffentlichung des gleichen Blattes sehr sachlich und ruhig geschriebener Aufsatz des Schriftleiters Dr. Wendel: ..Nationaldeutsches 2udentu m". Zunächst Bericht über die Versammlung vom 23. 10. 25. Demnächst wörtlich: „Das war das Ende eines Versuches, den Gedanken eines nationaldeutschen Judentums unter den Wiener 2uden heimisch zu machen. Es wird aber nicht der letzte sein. Die Bewegung ist von Berlin aus ins Leben gerufen worden und hat in der Monatsschrift .Der nationaldeutsche Sude' ein gut geleitetes Organ. Sie ist unverkennbar eine Reaktion Degen den Zionismus, verwirft aber auch die aternationale Einstellung, die den Süden in der Sozialdemokratie eignet: sie will also, datz der deutsche Sude zu seinem Lande dieselbe Haltung einnehme, wie der englische, französische, ungarische usw. zu dem seinigen. was bekanntlich auch für die nach jenen beiden Richtungen nicht gebundenen Süden bei uns keineswegs zutrifft. Dem Angehörigen dieser Zwischenschicht soll nun geholfen werden, den deutschen Süden an sich selbst als Schicksal zu erleben. Die Folgerungen, die sich hieraus ergeben, lassen sich am besten aus einzelnen Sätzen von H o r n i k s Vortrag entnehmen". Es folgen Auszüge aus dem Vortrag des Herm Fred Hornik-Hardeu zur Zionlstenfrage. Ostjudenfrage, Ueberwindung des Gefühls der Stammesverschiedenhei^ Ablehnung der Solidarität mit ausländisches Juden, »um freiwilligen Ghetto usw. Schlutzsätze: „Der Vortrag ist mit die>en knappen Ausführungen natürlich nicht erschöpft. Ob die Absichten des Verbandes in Wien grötzere^Erfolge haben werden, .wird wesentlich von der Haltung der sogenannten groben jüdischen Presse abhängen. Bisher' hat sie sich nicht geneigt erwiesen: Es heiht, dah die meisten Schriftleiter Zionisten sind". (Die letzteren Ausführungen durften nicht zutreffen. Bisher hat die Presse, die Herr Dr. Wendel offenbar im Auge hat, im groben und ganzen eine durchaus freundliche Haltung zu unseren Bestrebungen eingenommen. ‘ Eine Ausnahme macht nur das zionistische Schimpsblatt. Die Schrift!.) 5ummar> ol events of jewish interest (Amerikanisches Organ zur neutralen Berichterstattung über jüdische Angelegenheiten) Sept. 1925. Unter der Rubrik „Oeffentliches Leben" Aufführung der Broschüren von Marr und Peyser. 2m Zeitschriftenverzcichnis Aufführung unseres Mitteilungsblattes. Völkischer Kurier (Deutsch-oölkisch) 2. 11. 25. 2n einer Betrachtung über den Münchener „Dolchstoh-Prozeb" wird Professor Cotzmann (der bekanntlich getaufter Sude ist) als „n a t i o n a l d e u 1 s ch e r S u d e n st ä mm li n g" bezeichnet. Sm übrigen enthält der Artikel nur die üblichen Phrasen. Cotzmann wird dahin charakterisiert, datz er sich bestrebe, „die jüdische Schuld am deutschen Zusammenbruch zu verschleiern". Jüdische Rundschau (Zionistisch) 3. 11. 25. Abdruck eines Wiener Berichtes über die Versamm- . lung am 23. Oktober 1925. 2m wesentlichen mähig verlogene Wiedergabe der auch in der Wiener Morgenzeitung aufgetischten- Darstellung. der Oktober-Nummer i > 4. 11. 25. unseres Mit- B: A: B: A: Militär-Wochenblatt Kurze Anzeige teilungsblattes. Der neue Republikaner. Graz l '7. 11. 25. Artikel von Dr. M üller - Guttenbrunn: „Westjudcn gegen Ostjuden". Zunächst kurzer Versammlungsbericht. Anschlietzend ein „satirisches" Gespräch zwischen zwei „Deutschoöllischen" von ausgesuchter- Geistlosigkeit. Anscheinend sollen auber den Völkischen auch unsere Verbandsmitglieder verhöhnt werden. Stichprobe: A: Papperlapapp! Sch kenne nur noch Ost» und Westjuden, seit Flitsch verurteilt wurde. Welche sind die gefährlicheren? Zweifellos bjc Westjuden. Sie haben jetzt einen Verband nahonaldeutscher Süden gegründet. Statt mit Hakenkreuzen gehen sie mit Krcuzhaken aufeinander los. | Hu! Das si»d sicher Wassermänner! Manche von ihnen heitzen schon so. Hamburger Nachrichten! (Deutsche Volkspartei) 13. .11. 25. AusfühZicher Bericht über die Verhandlung in her Prozeh-Tache unserer Hamburger Vorstandsmitglieder gegen den Mit-Schriftleiter des Israelitischen Familienblattes. den Zionisten Norbert Bachrach, der im Wahlkampf anläßlich der Hamburger Repräsentanten-Wahlen unsere Hamburger Mitglieder gröblich beschimpft hat. Bachrach ist zu 300 Mark Geldstrafe verurteilt. UnserenVorstandsmitgliedern ist das Recht zur Veröffentlichung des Urteils im „Israelitischen Fa m i l i e n b.la t t" zu g e sp r och en. (Der Bericht, der im übrigen rein sachlich ist. enthält insofern einen Irrtum, als die Zionisten unter der Bezeichnung „demokratische Juden" aufgeführt werden. Der anscheinend nicht jüdische Berichterstatter hat offenbar verkannt, dah die Hamburger Zionisten sich im Wahlkampf lediglich zu Täuschungszwecken die Bezeichnung einer „demokratischen" Partei bcigelegt haben. Im polittschen Sinne Demokraten sind bekannt ich auch viele Mitglieder unseres Verbandes. ( - Die Schriftl.)f Hamburger Echo ^(Soz aldemokratisch) 13. 14. 25. l Ausführlicher Bericht über die gleiche Verhandlung unter der' Uebersä irift „Nationalistische Juden auf dem Krie,> spfa d". Im allgemeinen sachliche Wiedergabe des B rhandlungsoetlaufs, insbesondere auch Wiedergabe angebl cher Ausführungen des Äetteidigers, die. wenn sie tatsä hlich in dieser Form gemacht worden sind, zu weiteren Mahregeln Anlatz geben werden. Vorerst ist der Verteidiger zur Erklärung aufgefotdert worden, ob er sich wirklich in dieser Form geäutzert hat> Hamburger Anzeiger und Neue Hamburger Zeitung (Demokratisch) 13. 11. 25. Verhandlungsb^richt. Rein sachlich. (Sperrungen meist von uns oorgsnomnken. Abgeschlossen 14. November 1925.)