Mannheim
Compact Memory

Der nationaldeutsche Jude · 1925-09-01 · Nr. 9 (September 1925) · p. Seite 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1925
Issue
Nr. 9 (September 1925)
Date
1925-09-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/6682492-5438640-5438784--109-4871326
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Ein nen«r Bettauer. Der aus früheren ..Werken" rübmljchst bekannte Herr Artur Landsberger hat einen Roman „Berlin ohne I u d e n" geschrieben. Wir haben heute nicht den Raum zur Verfügung, um uns mit diesem > Konjunktur-Erzeugnis eingehend zu befassen. Das Buch i,t nicht mehr und nicht weniger als ein zweiter verschlechterter Aufguh des in die'em Blatte wiederholt geuürdigten üblen Machwerks „Die Stadt ohne Juden" von Hugo Beitau er. Herr Landsberger weih natürlich! genau, dah man seinen „Roman" an den Mahstädcn messen wird, die sich aus der Wirkung des Bettauerschen Buche; ergeben haben. Er iit daher vorsichtig genug, in seinein Vorwort alle, die sein Werk unter diesem Gcsichtspuntt kritisieren sollten, im voraus für „Idioten" zu erklären. Mir begnügen uns für heute mit dem Ge sländnis, dah wir zu dielen „Idioten" gehören und das: uns das Produtt.des'Herru Landsberger genau so widerwärtig und gefährlich erscheint, wie das des selig-unseligen Bettauer. Dieser vor läufige Hinweis, dem in der nächsten Nummer unseres Blattes eine ausführlichere Besprechung folgen soll, dürfte nicht ürer flüssig sein. Er soll nach Möglichkeit verhindern, bah von seiten sogenannter „Deutichvölkischcr" wieder einmal behauptet werden kann, ,jdie gesamte Iudenschaft" habe die von Herrn La-ndsberger verzapfte Literatur durch Schweigen gebilligt. Ob dieser Hinweis etwas nützen wird, ist allerdings fraglich, da die Wahrheitsliebe mancher „arischer" Skribenten etwa auf der gleichen Höhe steht, wie die Einsicht und der Geschmack des Herrn Landsberger.'! Glückliches Albion l i Ein Mitglied schreibt uns:! »Aus der Jahrestonserenz der englischen Zionisten stellte der Präsident. Mr. PhilipvGuedalla. in feiner Erössnungsrede felt.-dah die Judenheil Englands Gott sei Dank in glücklichen Verhältnissen lebe. Dies mache es aber . schwer, geistige Energien lin ihr zu entfachen. Die Länder, in denen die Juden unler grausamen Bedingungen leben, gäben! die beiten Zionisten. Dieser Zusammenhang zwilchen glücklichen Verhältnissen und gutem oder schlechtem Eisolg des Zionismus läht lies blicken. Wenn wir auch in Deutschland erst wieder zu glücklichen Verhältnissen kommen, wie wir sic früher gehabt haben, I weiden die Herren Zionissen ungleich weniger zu lachen haben. Auf die geistigen Energien, die z» entfachen sie unablässig bemüht sind, wollen wir dann, gleich unseren beneidenswerten Glaubensgenossen in England, mit Vergnügen verzichten." 6dx>! der prelle. Wir bitten um Uebersendung aller unsere Bestrebungen betreffenden Zeitungsausschnitie unter Angabe des Datums und der Parteirichtung. Dje Schriftleitung. Deutscher Wille iNationale Halbmonatsschrift) 1.7.25. Kurze Besprechung der Iitni-Nummer unseres Mitteilungsblattes. „Klhg ist, dah Stimmen vom anderen Ufer und Presse-Stimmen sorgfältig beobachtet und ausgewertet und rcgelmähig abgedruckt werden." Deutsche Stimmen (Deutsche Volkspartei» 5. 7. 25. Kurze Inhaltsangabe der Nr. 4 unseres Mitteilungsblattes. CV-Zeitung. 10. 7. 25. Erklärung der Vorstandsmitglieder der E. V.-Ortsgruppe Breslau. Herren Dr. Tarnowski und Wilhelm. dah die Meldung der Jüdischen Zeitung fürOstdeutschlan d". nach der die bezeichneten Herren Informationen über vertrauliche Sitzungen an Dr. Naumann gegeben haben sollen, unwahr ist. Leipziger Jüdische Zeittmq < Zionistisch» 17. 7. 25. Notiz über den zweiten Beleidigungsprozeh Dr. Naumanns gegen Nechtanwalt Foerder und den früheren Redakteur der „Jüdischen Zeitung für O st - deutschIand" l»r. Prinz. Die Vertretung des vr. Prinz haben die zionistischen Rechtsanwälte Klee und Gronemann übernonnnen. Deutsche Stimmen (Deutsche Volkspartci» 20. 7. 25. Inhajtsangabe der Nr. 5 unseres Mitteilungsblattes. Jüdische' Rundschau (Zionistisch» „ 21. 7. 25. Polemik gegen i den in der Juli Aygust-Nummer unseres MtteilungsÜlattes auszugsweise abgedruckten Artikel „Zionismus und Patriotismus' lVer- - fasser: von Mach): der in der Kölnischen Zertung erschienen ist. Dem Verfasser wird vorgeworsen. dah seine Behauptungen „zum grohen Teil aus dem Arsenal des Verband« nationaldeutscher Juden stammen . Der Reichsbot« (Deutschnational) 2l. 7. 25. Tendenziös zutechtgeMachter Auszug aus dem vorerwähnten Artikel bete Herrn von Mach unter der Ueber- ' schrift „Zur Pölitik des internationalen Judentums". Qn einem wörtlichen Zitat aus dem Artikel, das von l,unseren nationaldeutsch gesinnten jüdischen Mitbürgern^' spricht, wird hinter ..nationaldeutsch gesinnten" ein eingseklammertes Fragezeichen gesetzt. Elbinger Zeitung"(Parteilos) -. 24. 7. 25. Wörtliä-er Abdruck der Notiz „Friedensschlu» in Polen" aus der Juli August-durmmer unseres Mitteilungsblattes. | Chemnitzer Tageblatt ^National) 24. 7. 25. Ausführliche Inhaltsangabe der Juni Nummerunseres Mitteilungsblattes unter Hervorhebung einer Reihe von Aufsätzen.,, von denen gesagt wird, dah sie „allen Anspruch auf Beachtung bei Freund und Gegner des nationasdeutschen Judentums haben". Wörtlicher Abdruck des Aufrufes gegen Palästina-Rummel und Ghetto-Schule. Deutsch« Tageszeitung (Deutschnational) 27. 7. 25. Kurze Anzeige > der Broschüre „N a t i o nä l d e u 1 - sche Juden und ihre Lästerer" von vr.i Alfred P e y s e r.! ' Münchener Neueste Nachrichten (Parteilos, national» 30.7.25. (Wie Deutsche Tageszeitung.» Deutsch« Stimmen (Dedtsche Volkspartei» 5. 8. 25. Zwei Notizen über die Juli August-Nummer unseres , Mitteilungsblattes und die vorerwähnte' Broschüre. Stich proben: „Es scheint dem deutschen Juden in den eigenen Reihen außerordentlich schwer gemacht zil werden, sich restlos und bewuht zum Deutschtum zu bekennen" . . . „Der Verband .... verdient zweifellos das besondere Interesse all derjenigen, die sich vielfach m^ meist unklaren Rasse-Problemen beschäftigen. Hier werden klar und unzweideutig die Begriffe „Deutscher Geist" und „Internationaler Geist" gegenüber und zur ■ Entscheidung gestellt. Die Schrift 1 (Dr. Prüfers» ist im übrigen eine Kampfschrift, die die Aufgabe hat, kleinliche Gehässigkeiten abzuweisen, dabei aber doch einen umfassenden Einblick in die einzelnen Fragen gestattet". Kieler Neueste Nachrichten (National» - 6. 8. 25. Kurze Anzeige der Broschüre von Dr. Peyser. Frankfurter Nachrichten (Parteilos, national» 9. 8. 25. Besprechung der Broschüre von Dr. Peyser. Schluhsätze: „Wir wollen!« vermeiden, kritisch in innerjüdische Gegensätzlichkeiten hineinzuleuchten. Immerhin darf aber die Daseinsberechtigung der nationaldcutschen Juden . . . niemals abgestritten werden. Es wäre zu wünschen, dah trotz der bestehenden Reibungsflächen eine Annäherung der auf dem Boden d« Deutschtums stehenden jüdischen Gruppen wenigstens lin nationaldeutschen Fragen zustande käme". | « Deutsche Allgemeine Zeitung (Parteilos, national) 9.8.25. Kurze Anzeige her Broschüre von Dr. Penser. Hannoverscher Kurier (Deutsche Volkspartei» 10. 8. 25. Besprechung der Broschüre von 1>r. Penser. Schluhsähe: ...... eine Schrift .... die .. . auch ein anschaulich« Bild der von dem Verbände verfolgten begrühenswetten Ziele gibt. Dr. Peyser betont ebensosehr den Standpunkt derjenigen Juden, die sich als Deutsche fühlen und in Deut chland ihre Heimat sehen, wie er sich gegen den Zionismus wendet. — Gleichzeitig sei auf die Zeitschrift „Der Nationaldeutsche -Iude" hingewiesen. das Mitteilungsblatt des Verband«: in ihr werden die gleichen Ziele dauernd verfochten". Jüdisch-liberale Zeitung. 14. 8. 25. Notiz „Nnver Jüdische Rund mann (siehe „Ver nationaldeutsche Iu' sähe: „So schreibe» Solidarrtätsgefühl darauf erwidern, Hans Herzl ein Enkijl ein Sohn des jüdt mehr Berechtigung al schau, da nach unser und Grohoater den» nationaldeutschen Iu' Rundschau einer an eu Wochenblatt für den S> Abdruck einer ve wir darauf Hinweis, stellung der jüdischen fühtt« Mitteilungs chämtheit". Polemik gegen die ch a u, die den Fall Kindernischtes") gegen jüdisch-liberale und n auszuschlachten versucht. Schkuhdie Leute, die fortwährend das auf der Zunge tragen. Sollen wir iah der jüdisch-evangelisch-katholische l des jüdischen Indifferenlirmus und ch^en Nationalismus ist? Das hätte > di« Feststellljng der Jüdischen Rund- Informationen Kindermanns Vater jüdischen Liberalismus und dem d entum so fern stehen, wie die Jüdische tändigen Kampfesweise". , »agogenbezirl Erfurt. 14. 8. 25^ u UNS eingesandten Erklärung, in der i, dah unser in einer Zusammen- .i Zeitungen und Zeitschriften aufge- I statt nicht in die Rubrik „Politik" >

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.